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Lange Nacht der Partizipation


Am 16. Mai 2019 fand bereits zum dritten Mal die Lange Nacht der Partizipation in Dornbirn/Vorarlberg statt. Partizipation steht für „beteiligen“ oder auch „mitgestalten“ und betrifft jede Person, die etwas entscheidet, mitentscheidet oder jemanden mitentscheiden lässt. Das aha war mit dem Jugendbeteiligungsprojekt „backstage“ vertreten.

Den Auftakt der Veranstaltung stellte ein Impulsvortrag der Politologin Dr.in Kathrin Stainer-Hämmerle dar, bei dem diese bereits auf Partizipation als „Wesenskern der Demokratie“ hinwies. Anschließend hatten 24 Partizipationsprojekte die Möglichkeit, ihre Beteiligungsgeschichte einem interessierten und bunt gemischten Publikum in Kleingruppen näherzubringen. Das Besondere an der diesjährigen Veranstaltung war die Vielfältigkeit der Projekte – sowohl thematisch, als auch regional. Die Themenbereiche erstreckten sich von Kinder- und Jugendbeteiligung, (digitale) BürgerInnenbeteiligung, Nachhaltigkeit, Bildung bis hin zu Sport und Politik. An diesem Abend fanden sich zahlreiche Projekte aus Vorarlberg, aber auch aus Wien und Oberösterreich sowie aus Deutschland, Südtirol, der Schweiz und Liechtenstein ein.

Gemeinsame Basis aller Projekte war der hohe Grad an Beteiligung. Im Zuge der verschiedenen Kleingruppen ließen sich folgende Schlüsse über gemeinsame Herausforderungen und Erkenntnisse ableiten:

  • Eine professionelle, kompetente Begleitung ist ein wesentlicher Faktor, um Beteiligungsprojekte sinnstiftend und ergebnisorientiert durchzuführen. Hinter bestimmten Aussagen stehen immer Wertehaltungen, die es, durch Hilfe einer guten Moderation, herauszufinden gilt. Durch das Ausarbeiten einer gemeinsamen Wertebasis finden Ergebnisse eine breitere Akzeptanz.
  • Transparenz, Offenheit und funktionierende Kommunikation sind wesentliche Faktoren für eine positive Grundstimmung, die Projekten von Anfang an Aufwind verleiht.
  • Kooperation von allen Beteiligten ist ein wesentlicher Schlüssel. Es gilt sich gut zu überlegen, wer wann eingebunden wird und wie individuell auf Menschen zugegangen werden kann, um sie mit in den Prozess zu integrieren. Auch jene, die Beteiligung ermöglichen, profitieren von Teamwork. Gerade in schwierigen Situationen kann es ungemein motivierend sein, in einem vielfältigen Team gemeinsam Herausforderungen anzugehen. Ebenso stellte sich heraus, dass ein aktives Netzwerk, zu Austausch und Weiterentwicklung, ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist.
  • Die Art der Einladung und Fragestellung, ist entscheidend. Ein Projekteinbringer brachte es bei seiner Projektvorstellung mit folgenden Worten auf den Punkt: „Die Menschen anhand ihrer Interessen zusammenbringen, nicht anhand ihrer Probleme!“
  • Beteiligung steckt an – Menschen, die sich einbringen können, entwickeln häufig Motivation und Lust sich weiter aktiv zu beteiligen indem sie sich langfristig engagieren oder selbst Projekte initiieren.

Impressionen zur Veranstaltung und den gesamten Vortrag von Frau Dr.in Kathrin Stainer-Hämmerle: https://www.langenachtderpartizipation.at/