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Speed


Speed, Pep, Cappies, Uppers oder Peppers sind alles Namen für eine illegal, synthetisch hergestellte Droge, die den Wirkstoff Amphetamin enthält.

 
Erhältlich ist Speed als weisses oder gelbliches Pulver, als Paste oder in Tablettenform (Kapseln, Dragees). Neben Amphetamin werden bei der Herstellung zusätzliche Streckstoffe wie Koffein, Ephedrin, MDMA, Kokain oder Milchzucker verwendet. Auch die Beimischung giftiger Syntheseprodukte ist keine Seltenheit. Durch die stimulierende, aufputschende Wirkung wird Speed wie Koffein, Ecstasy und Kokain zu der Gruppe der Stimulanzien gezählt.

Die Aufnahme von Speed erfolgt über unterschiedliche Wege. So kann es geschnupft werden, in Zigarettenpapier eingewickelt geschluckt, in einem Getränk aufgelöst getrunken oder aber auch, was weniger verbreitet ist, mit einer Spritze injiziert werden. Je nach Konsumform ist auch der Wirkungseintritt und die Dauer unterschiedlich. Beim Schnupfen setzt die Wirkung nach 4-15 Minuten ein und hält für 6-12 Stunden an. Beim Schlucken/Trinken spürt man die Wirkung erst nach 30-45 Minuten. Die Wirkungsdauer ist ähnlich wie beim Schnupfen. Mit einer Spritze injiziert Setzt die Wirkung nach wenigen Sekunden ein, dauert dafür aber weniger lang an als beim Schnupfen oder Schlucken/Trinken.

Durch die erhöhte Ausschüttung von Botenstoffen wird der Körper künstlich in Alarmbereitschaft versetzt. Die Leistungsfähigkeit (Konzentration und Aufmerksamkeit) steigert sich, man fühlt sich wacher, Durst, Hunger, Schmerz und Müdigkeit werden unterdrückt. Zu den als positiv empfundenen Wirkungen zählen eine Steigerung des Selbstwertgefühls, Gelassenheit, ein stark gesteigertes sexuelles Begehren, Zufriedenheit und Glücksgefühle (geflasht sein), Unbeschwertheit und ein gesteigerter Rededrang (Laberflash). Zu den negativen Wirkungen nach dem Rausch gehören starke Erschöpfungszustände, ein grosses Schlafbedürfnis, Zittern und Unruhe, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Gereiztheit und Heisshunger. Auch Depressionen sind nicht auszuschliessen.

Wie bei anderen Drogen auch, ist die tatsächliche Wirkung abhängig von der Dosis, dem Wirkstoffgehalt, der Konsumform, der Konsumhäufigkeit, den Gewöhnungseffekten sowie von der Verfassung der Konsumierenden und der Umgebung.

 

 

Das grösste Risiko birgt aber die Überhitzung des Körpers. Denn durch die Unterdrückung von Müdigkeit und Durst kann es bei langem, pausenlosen Tanzen in warmer Umgebung (hohe Temperaturen im Club) zu gefährlichem Ansteigen der Körpertemperatur kommen, was in weiterer Folge zum Kollaps führen kann. Bei Nichtgewöhnung oder Überdosis kann es zu Halluzinationen, Kreislaufversagen, Schlaganfällen sowie Nieren-, Leber- und Herzversagen und Zustände tiefer Bewusstlosigkeit kommen. Eine Toleranzausbildung, bei der die Dosis immer wieder erhöht werden muss, um eine Wirkung zu erzielen, ist zudem möglich. Dadurch hat Speed ein hohes psychisches Abhängigkeitspotenzial.

Grundsätzlich gilt: Je häufiger der Konsum und je höher die Dosierung, desto stärker werden die unerwünschten Wirkungen, während die erwünschten abnehmen.