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Good Times Camp


Vom 09.08.–18.08.2019 fand der internationale Jugendaustausch GOOD TIMES in Schaan auf dem Areal der Hennafarm und dem Dräggspatz statt. Mit dabei waren Jugendliche aus Liechtenstein, Spanien, Italien, Estland und Luxemburg.

Der vom Verein Europäische Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter Liechtenstein (EJL) anlässlich des 20- jährigen Jubiläums des aha – Tipps & Infos für junge Leute organisierte und vom EU-Programm «Erasmus+ JUGEND IN AKTION» finanzierte Jugendaustausch brachte für zehn Tage Jugendliche aus fünf Ländern zusammen und bot den Jugendlichen «good times» in einer internationalen, multi-kulturellen und mehrsprachigen Umgebung. Mittels Methoden des Non-Formalen-Lernens erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, neue wie auch bereits vorhandene Fähigkeiten zu entdecken und zu stärken. Zusätzlich zu den durchgehenden Workshops, deren Resultate am Festival präsentiert wurden, hatten die Teilnehmenden neben Ausflügen in die Liechtensteiner Bergwelt, nach Feldkirch und an den Staatsfeiertag die Möglichkeit, in sogenannten Rock’n’Roll-Workshops in verschiedene Aktivitäten hineinzuschnuppern. 

Eine kurze Einführung erhielten die Teilnehmenden in Golf, Parcours, Skaten, Cyanotypie und Graffiti. Die Ergebnisse des mit der Jugendarbeit Schaan durchgeführten Graffiti-Workshops können über die Projektdauer hinaus auf den Elementen der Skateranlage auf der Hennafarm bestaunt werden.

Den Abschluss der Campwoche feierten die Jugendlichen mit dem eigens organisierten «Good Times Festival». Dort zeigten sie ihr Können und die unter der Campwoche entstandenen Werke. Alle Infos und ein cooles Video dazu findest du hier.

Internationaler Jugendaustausch «mEUsic & integration»


Am 28. Juli 2018 findet ein Konzert im Camäleon statt und vor zehn Jahren haben sich Jugendliche aus verschiedenen Ländern getroffen um gemeinsam zu musizieren. Doch was haben diese beiden Dinge miteinander zu tun?

 

Vor zehn Jahren hatten die Treffs von Balzers und Vaduz die Idee, Jugendliche aus verschiedenen Ländern nach Liechtenstein einzuladen, um gemeinsam zu musizieren. Aus England, Polen und Lettland waren im Sommer 2008 Jugendliche nach Liechtenstein gereist, schrieben Songs und probten diese fleissig, um sie im Tonstudio aufzunehmen und auf der Bühne vorzutragen. Zu einem dieser Lieder gab es sogar ein Musikvideo. Alle waren begeistert und eine Fortsetzung in den anderen Ländern wurde geplant. Nach England, Polen und Lettland war zum Abschluss 2013 Liechtenstein noch einmal an der Reihe und in den folgenden Jahren gab es weitere, ähnliche Projekte mit Jugendlichen aus Frankreich, Belgien, Polen, Lettland und Liechtenstein. Nun nahm das Camäleon 2018 nochmals das Heft in die Hand – mit einer zusätzlichen Gruppe aus Spanien.

Das Thema «Integration» kam durch die Flüchtlingsdebatte in den Fokus. Musik ist sehr oft ein Mittel zur Abgrenzung, nicht nur wenn es um die Kultur und Musik anderer Länder geht. Auch die Jugendlichen grenzen sich durch die verschiedenen Stile voneinander ab. Die Jugendlichen werden deshalb Lieder aus fremden Ländern spielen und in fremden Sprachen singen. Der in Liechtenstein wohnhafte madagassische Musiker Aka Zizi wird mit ihnen afrikanische Rhythmen üben und am Ende der Projektwoche werden alle Lieder auch öffentlich aufgeführt.

Die Projektwoche findet vom 21. bis 29. Juli im Camäleon statt. Das Abschlusskonzert geht am 28. Juli im Camäleon über die Bühne. Es ist öffentlich und alle sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenlos.

Ein solches Projekt ist auf Unterstützung angewiesen. Mit dem Programm «Erasmus+ JUGEND IN AKTION» stellt die Europäische Kommission Mittel für solche Aktivitäten zur Verfügung. Es werden Beiträge für die Reisekosten und für Unterkunft und Verpflegung geleistet. Mit dieser Unterstützung kann wieder ein unvergessliches Erlebnis für Jugendliche aus sechs europäischen Ländern stattfinden.

volume.at

Europäischer Tag der Jugendinformation


Heute ist Europäischer Tag der Jugendinformation – ein Grund zu feiern!

Jährlich findet am 17. April der Europäische Tag der Jugendinformation (EYID) statt – an dem Tag, an welchem ERYICA gegründet wurde. ERYICA ist eine europäische Organisation, die nationale und regionale Jugendinformationszentren zusammenschliesst. Stetiges Thema: Jugendliche haben ein Recht auf Information. Denn wer informiert ist, kann seine eigene Meinung bilden, kann sich entwickeln und kann individuell denken und handeln.

 

Biona & Angilinia im aha

Wir haben Jugendliche gefragt, was sie über Jugendinformation denken und wieso es wichtig ist, dass Jugendliche informiert werden. Dies sind ihre Antworten:

«Ich finde es wichtig, dass Jugendliche informiert werden, da sie wissen sollten, was sie für Möglichkeiten haben und durch das aha haben sie eine tolle Anlaufstelle, bei der ihnen geholfen werden kann. Ausserdem ist das aha wichtig, weil es einem, wenn man nicht weiss, was man nach der Schule tun soll, verschiedene Sachen anbietet, wie z.B. ein europäisches Freiwilligenjahr.»
– Angilina, 16

«Eine Jugendinformation ist sehr wichtig für Jugendliche, weil man sich in spezifischen Bereichen wie z.B. Geld/Ferienjobs, Politik, Sexualkunde besser auseinandersetzen und mehr lernen kann.»
– Bruno, 18

«Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Jugendliche eine externe Anlaufstelle für all ihre Fragen haben. Man kann sich stets informieren über Projekte, Praktikumsmöglichkeiten und allgemein über Brückenangebote, was ich toll finde. Vor allem ist es auch ein Menschenrecht, informiert zu werden und die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen. Deshalb ist es notwendig, informiert zu werden.»
– Nicolas, 17

«Ich finde ein Jugendinformationszentrum wie das aha gut, da es einen Ort braucht, an dem Jugendliche Fragen stellen und Verschiedenes entdecken und erfahren können.»
– Nina, 15

«Ich finde es wichtig, dass es solche Orte wie das aha gibt und zwar genau aus dem Grund, weil wir uns überhaupt informieren können. Ausserdem ist es wichtig, dass wir nicht aussen vor bleiben, vor allem, wenn es um Dinge geht, die das ganze Land betreffen.»
– Corina, 15

«Ich finde es toll, dass es das aha gibt, weil wir Jugendlichen immer gerne zu euch kommen, wenn wir ein Problem haben. Ihr gebt uns einfach immer sehr gute Tipps und unterstützt uns. Ausserdem ist es gut, dass wir informiert werden, weil wir sowieso immer nur am Handy sind und dann dazwischen wenigstens auch ein paar nützliche Informationen erhalten.»
– Biona, 14

 

Stefanies Abenteuer in Rumänien


Auch für Stefanie hiess es für ein paar Monate Abschied zu nehmen von der Heimat und in einen komplett neuen Lebenstil einzutauchen – und zwar in Rumänien. Wie ihr Alltagsleben aussieht und ob ihr das neue Umfeld gefällt, erfährst du in diesem Bericht.

 

Anfang September startete mein EFD mit Curba de Cultură in Izvoarele, Rumänien. Schon seit dem ersten Tag fühle ich mich wohl und willkommen, da hier die Atmosphäre herzlich und sehr familiär ist.

In Curba sind wir zurzeit acht Freiwillige. Zusammen mit drei davon beschäftige ich mich mit Kindern und Jugendlichen. Wir planen und halten nicht-formale Lektionen in Englisch, Französisch sowie Musik in den umliegenden Schulen und bieten Freizeitaktivitäten als auch Workshops, wie beispielsweise Brettspiele, Kino oder Armbänder knüpfen, an. Auch organisierten wir einen interkulturellen Abend, bei welchem wir unsere Herkunftsländer vorstellten und traditionelles Essen servierten. Ebenso veranstaltete die Organisation eine „Living Library“. Da sprach ich mit interessierten Jugendlichen über die Freiwilligenarbeit. Gemeinsam mit lokalen Freiwilligen veranstalteten wir zudem ein internationales Weihnachtsfest, bei welchem wir uns über die Weihnachtstraditionen unserer Länder austauschten sowie auch verschiedene Workshops anboten. Unsere Arbeit wird von den Kindern und Jugendlichen gut aufgenommen, dies spürt man besonders wenn die Schüler/innen einem nach der Lektion umarmen.

 

 

Mit den Freiwilligen, welche im selben Projekt wie ich sind, wohne ich gemeinsam in einem traditionellen, rumänischen Haus. Dieses besteht aus einem Haus mit zwei Schlafzimmern und einem weiteren Haus mit Küche, Wohnzimmer und Bad. Mich hier zu Recht zu finden und einzuleben fiel mir leicht, obwohl es durchaus einige Unterschiede zwischen dem Leben in Rumänien und dem Leben in Liechtenstein gibt. Zum Beispiel ist die einzige Möglichkeit das Haus an kalten Tagen warm zu halten, Feuer zu machen – dies auch um warmes Wasser in der Küche sowie im Badezimmer zu haben, und auch das Toilettenpapier kann nicht einfach in die Toilette gespült werden, sondern wird im Abfall entsorgt.

Allgemein ist das Leben hier einfach und unkompliziert. So kommt es beispielsweise vor, dass Strassenhunde oder -katzen im Garten auftauchen und nach Essen suchen oder dass man auch mal länger als eine halbe Stunde auf einen Bus wartet. Die Menschen sind sehr freundlich, empfangend und hilfsbereit. So brachte uns die Nachbarin traditionelles Essen, wie Sarmale, Mămăligă und Cozonac, um ihrem Vater, welcher vor 20 Jahren starb, zu gedenken und Jungs aus der Nachbarschaft halfen uns im Winter beim Schneeschaufeln.

Im On Arrival Training und Mid Term Training lernte ich weitere Freiwillige in Rumänien kennen und besuchte auch einige davon. Bukarest, Braşov, Sibiu, Craiova, Cluj und Constanţa sind einige der Orte, welche ich in Rumänien bereiste. Da wir Curba-Freiwillige ein sehr gutes Verhältnis miteinander haben, reisen wir eigentlich immer alle zusammen und verbringen auch die Wochenenden gemeinsam.

Durch das Leben hier und die Aktivitäten im Projekt lerne ich vieles über das Land, die Menschen, die Kultur und die Traditionen kennen. Aber auch durch die anderen Freiwilligen erfahre ich mehr über ihre Hintergründe.

Abschliessend kann ich sagen, dass ich meinen EFD sehr geniesse und viele, wertvolle Erfahrungen sammle.