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Kristina in Kalifornien


„California Dreaming“ – Im Juni zog es Kristina für einen Sprachaufenthalt 3 Wochen nach Kalifornien, genauer gesagt in die weltbekannte Stadt der Engel, Los Angeles.

2016 durfte sie bereits Florida und New York kennenlernen und wollte unbedingt wieder zurück in das Land der Träume, deshalb entschied sie sich diesmal für die Westküste Amerikas. Ihr war es wichtig eigene Erfahrungen im Ausland zu sammeln und dabei ihr Englisch zu verbessern.

Alleine lernt man mehr

Im Sommer letztes Jahr besuchte sie bereits eine Sprachschule zusammen mit einer Freundin, jedoch kam dort das Lernen zu kurz und auch in der Freizeit sprachen sie nicht viel Englisch. Alleine machte sie sich deshalb auf die lange Reise und lernte in der Wohngemeinschaft und während des Unterrichts schnell neue Freunde kennen, mit denen sie viel Zeit verbrachte. Zusammen mit 2 Mädchen aus Russland wohnte sie in einem Hochhaus mitten in LA, 20 Minuten von der Schule entfernt. Kristina entschied sich für den Hauptkurs, also 20 Stunden Unterricht pro Woche, somit hatte sie Zeit um Los Angeles kennenzulernen. Die Schule war direkt am Strand in Santa Monica, wo sie oft ihre freien Nachmittage mit Lesen oder ihren Freunden verbrachte. Vormittags stand Unterricht auf dem Programm, zusammen mit Schülern aus der ganzen Welt. Dieser war durch die tägliche Mischung aus Grammatik, Sprechen, Schreiben und Lesen nie langweilig.

Wenn das Wetter einmal nicht so ganz mitgespielte, verbrachte sie viel Zeit in der Stadt mit Shoppen und probierte neue Leckereien in vielen verschiedenen Restaurants. Hier hatte sie die Möglichkeit mit Einheimischen zu plaudern und Gelerntes umzusetzen. Kristina würde auf jeden Fall nochmal eine Sprachreise machen – wieder in einem anderen Land oder in einer anderen Stadt. So lässt sich Reisen, Lernen und Spass perfekt kombinieren.

Mein US-Schulalltag


Wie sieht eigentlich ein typischer Schultag in den USA aus? Michael besucht seit über zwei Jahren ein College in Maryland und erzählt über seinen Alltag dort.

 

 

Wie ich in die USA kam

Seit fast zwei Jahren besuche ich die Schule, besser gesagt, ein Community College, in den USA. Weil ich dort geboren und in Liechtenstein aufgewachsen bin, habe ich eine Verbindung zu beiden Kulturen. In Liechtenstein besuchte ich die Primarschule Ebenholz, Vaduz und ging dann einige Jahre in die International School in Buchs. Obwohl ich schon oft in den USA war, wollte ich schon immer einmal dort zur Schule gehen. So ergab es sich, dass ich in ein kombiniertes Programm zwischen „Homeschooling“ und Community College einsteigen konnte. Es ist ein bisschen anders als bei uns in der Schule, weil ich nur ausgewählte Kurse besuche. Die Kurse sind ein Teil von einem sogenannten Associates Degree und können später in einem Bachelor Abschluss angerechnet werden.

Mein Schulalltag

Die Semester sind je 15 Wochen lang und recht intensiv. Am Anfang musste ich in Englisch noch einiges vertiefen und danach Einstufungsprüfungen machen, wo ich in verschiedene Kurse eingeteilt wurde. Ich glaube der grösste Unterschied zu Liechtenstein ist, dass man hier in Amerika ziemlich auf sich allein gestellt ist, weil es in den diversen Kursen immer andere Studierende gibt, die nur für einen Kurs zusammenkommen.

Mein typischer Tag sieht so aus, dass ich um 7:30 aufstehe und um ca. 8:25 das Haus verlasse. Die Stadt in der ich bei meiner Tante lebe, ist mit 40.000 Einwohnern – für amerikanische Verhältnisse – nicht sehr gross. Trotzdem ist alles sehr weitläufig und so brauche ich ungefähr eine halbe Stunde mit dem Auto bis zum College Campus. Nach erfolgter Parkplatzsuche flitze ich meist im letzten Moment in das Zimmer, wo der Kurs stattfindet zum Beispiel MATH 101 – College Algebra.

Nach 75 Minuten bin ich auf dem Weg ins „Learning Support Center“ – ein Teil der Bibliothek – wo ich viel Zeit verbringe und z.B. meine Hausübungen mache und mich für Quizze und Tests vorbereite. Meist gibt es jede zweite Woche einen Test und Quizze zwischendurch. Es gibt keine Bücher, alle Unterlagen und Bücher sind via Laptop zugänglich. Das heisst, ohne meine Computer wäre ich verloren.  

Um ca. 13 Uhr gehe ich mit ein paar Freunden in die Mensa zum Mittagessen. Ehrlich gesagt, ist das Angebot dort reichlich und auch günstig. Es ist mir wichtig, dass ich Freunde gefunden habe, denn sonst käme ich mir als Liechtensteiner ein bisschen allein und exotisch vor.  So um 14 Uhr geht es auf in den nächsten Kurs. PHYS 112 geht um 14:15 los auch für 75 Minuten. Es ist zwar richtig spannend und der Lehrer ist echt cool, aber man muss sich ziemlich bemühen, um am Ball zu bleiben. 

Um ca. 18 Uhr fahre ich dann ins Fitnesscenter und trainiere meist mit einem Kollegen bis um halb acht – danach weiter nach Hause, wo es um ca. 20 Uhr Abendessen gibt. Oft muss ich dann noch etwas vorbereiten für den nächsten Tag.

Warum es mir gefällt

Mir gefällt, dass es in einigen Kursen kleine Gruppen gibt und man wirklich miteinander kommuniziert, weil es z.B. nur 12 Teilnehmer sind. Dennoch war ich auch schon in Kursen, wo mehr als 40 Studenten eingeschrieben waren und da läuft es sehr anonym ab. Dadurch lernte man sich erst in den letzten paar Wochen, vor den grossen Abschlussprüfungen, kennen und hilft sich gegenseitig.

Das wäre so ein typischer Tag. Ab und zu vermisse ich zwar meine Familie und Freunde hier in Liechtenstein, aber dennoch gefällt es mir sehr gut in den USA und am Community College.