Wie kann Kinder- und Jugendarbeit junge Menschen für Demokratie begeistern – und sie zur Mitgestaltung motivieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 50 Fachpersonen bei der Fachtagung der IBK-Arbeitsgruppe Jugendengagement. Vom 12. bis 13. Mai 2025 trafen sich Akteur:innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein in der Offenen Jugend- und Kulturarbeit Bregenz zum fachlichen Austausch.
In ihrer Keynote stellte Dr.in Helle Becker (Transfer für Bildung e.V.) ein Modell politischer Bildung vor, das junge Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellt – praxisnah, beteiligungsorientiert und wirksam.
Interaktive Methoden im Fokus
Neben einer Podiumsdiskussion standen vor allem interaktive Methoden im Fokus. Im Workshop «Quararo» wurden Entscheidungsprozesse spielerisch erlebbar gemacht. Auch das Onlinegame «Join the comfortzone» der Jugendstiftung Baden-Württemberg bot niederschwellige, aber tiefgreifende Auseinandersetzung mit Demokratie und Diktatur. Beim gemeinsamen BBQ am Abend wurde Partizipation ganz locker weitergedacht.
Am zweiten Tag präsentierten Fachpersonen aus allen vier Ländern der Bodenseeregion ihre Beteiligungsprojekte – vom kommunalen Jugendparlament über kreative Dialogformate bis zur Jugendbeteiligung in Liechtenstein («jubel»). Diese wurde von Nathalie Jahn (aha) vorgestellt.
«Dass wir die Verantwortung für politische Entwicklungen nicht einfach auf «die Politik» abschieben können. Wenn wir unzufrieden sind, müssen wir selbst aktiv werden. Schimpfen ist leicht, mitgestalten ist schwieriger. Aber genau da beginnt Demokratie.» – Mirjam Schiffer, aha
Die Tagung zeigte eindrücklich: Demokratieförderung gelingt, wenn junge Menschen früh Verantwortung übernehmen können – in einem geschützten, ermutigenden Umfeld.







