Was kommt nach der Pflichtschule?

  • Nach der Pflichtschule kannst du eine Lehre beginnen, eine weiterführende Schule besuchen oder ein Zwischenjahr machen.
  • Überlege dir, was dich interessiert und ob du lieber praktisch oder in der Schule lernst.
  • Tagespraktika, Schnupperangebote und Beratung helfen dir bei der Entscheidung.

Du hast die Schule fast abgeschlossen und fragst dich: Was kommt danach? Vielleicht hast du schon einen klaren Plan. Vielleicht schwankst du zwischen einer Lehre und einer weiterführenden Schule. Vielleicht möchtest du später studieren. Oder du merkst, dass du noch Zeit brauchst, um herauszufinden, was wirklich zu dir passt.

Es gibt nicht den einen richtigen Weg für alle. Eine gute Entscheidung entsteht oft aus mehreren Schritten: informieren, Möglichkeiten vergleichen, ausprobieren, Fragen stellen und Erfahrungen sammeln.

Welche Möglichkeiten hast du nach der Pflichtschule?

Nach der Pflichtschule hast du drei wichtige Möglichkeiten.

Lehre

Bei einer Lehre arbeitest du in einem Betrieb und besuchst gleichzeitig die Berufsfachschule. So sammelst du praktische Erfahrungen und lernst die Theorie zu deinem Beruf.

Eine Lehre kann gut zu dir passen, wenn du gerne praktisch arbeitest und einen bestimmten Beruf von Grund auf lernen möchtest. Viele Infos rund um die Lehre und mögliche Lehrberufe findest du auf next-step.li:

next-step.li
Weiterführende Schule

Weiterhin in die Schule zu gehen, kann zu dir passen, wenn du gerne im Unterricht lernst und dich vertieft mit bestimmten Fächern beschäftigen möchtest.

Je nach Schule kannst du eine Matura, eine Fachmatura und/oder auch einen beruflichen Abschluss erwerben.

Zwischenjahr

Ein Zwischenjahr kann sinnvoll sein, wenn du noch Orientierung brauchst, keine passende Lehrstelle gefunden hast oder dich auf eine Schule oder Ausbildung vorbereiten möchtest.

Du kannst die Zeit auch nutzen, um praktische Erfahrungen zu sammeln, eine Sprache zu lernen, dich freiwillig zu engagieren oder ins Ausland zu gehen.

Die Bildungswege nach der Pflichtschule sind nicht strikt voneinander getrennt. Auch nach einer Lehre kannst du dich weiterbilden oder später eine Hochschule besuchen. Einen Überblick findest du beim Bildungssystem von Next-Step.

Möglichkeiten für ein Zwischenjahr

Wann kannst du studieren?

Ein Studium beginnt normalerweise nicht direkt nach der Pflichtschule. Du brauchst zuerst einen passenden Abschluss. Mögliche Wege sind zum Beispiel:

  • eine weiterführende Schule mit Matura
  • eine Fachmittelschule mit Fachmatura
  • eine Lehre mit Berufsmatura
  • eine Lehre und eine später nachgeholte Berufsmatura

Du musst dich deshalb nach der Pflichtschule nicht zwischen einer Lehre und einem späteren Studium entscheiden. Auch nach einer Lehre stehen dir weitere Bildungswege offen. Bei der Studienwahl helfen dir Informationsveranstaltungen, Gespräche mit Studierenden sowie die Berufs- und Studienberatung. Dort kannst du auch Fragen zu Studienorten, Finanzierung und Stipendien klären.

So findest du heraus, was zu dir passt

Es gibt nicht den einen Weg, der für alle richtig ist. Entscheidend ist, was zu deinen Interessen, Stärken und Zielen passt. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen, mehr Klarheit zu bekommen:

Was interessiert dich?

Überlege dir, welche Themen und Tätigkeiten dir Freude machen. Frage dich:

  • Welche Schulfächer interessieren mich?
  • Was mache ich gerne in meiner Freizeit?
  • Arbeite ich gerne mit Menschen?
  • Interessiere ich mich für Technik, Natur, Gestaltung oder Sprachen?
  • Möchte ich etwas organisieren, bauen, reparieren, erklären oder gestalten?
  • Welche Berufe finde ich spannend?

Notiere alles, was dir einfällt. Du musst daraus noch keinen konkreten Beruf ableiten.

Denke nicht nur an Schulnoten. Auch andere Fähigkeiten sind für die Berufswahl wichtig. Vielleicht kannst du gut:

  • zuhören und erklären
  • sorgfältig arbeiten
  • Probleme lösen
  • mit deinen Händen arbeiten
  • Ideen entwickeln
  • organisieren
  • im Team arbeiten
  • Verantwortung übernehmen

Frage auch Menschen, die dich gut kennen. Eltern, Freund*innen und Lehrkräfte erkennen manchmal Stärken, die dir selbst nicht auffallen.

Was kannst du gut?

Lernst du lieber praktisch oder in der Schule?

Überlege dir, wie du am besten lernst. Eine Lehre könnte zu dir passen, wenn du:

  • gerne Aufgaben praktisch ausprobierst
  • Abwechslung brauchst
  • bald in einem Betrieb arbeiten möchtest
  • Theorie leichter verstehst, wenn du sie anwenden kannst

Eine weiterführende Schule könnte zu dir passen, wenn du:

  • gerne verschiedene Fächer lernst
  • selbstständig Hausaufgaben erledigst
  • längere Zeit konzentriert arbeiten kannst
  • dir noch mehr schulisches Wissen aneignen möchtest

Viele Bildungswege verbinden Theorie und Praxis. Die Frage hilft dir trotzdem, deine Möglichkeiten einzugrenzen.

Welche Tests und Online-Hilfen unterstützen dich?

Ein Test kann dir erste Ideen geben. Er kann aber nicht für dich entscheiden.

Beim Berufe-Assistent von Next-Step kannst du auswählen, ob du zum Beispiel lieber drinnen oder draussen, mit Menschen, Maschinen oder am Computer arbeiten möchtest. Anschliessend erhältst du passende Lehrberufe als Vorschläge.

Nutze solche Ergebnisse als Startpunkt. Informiere dich danach genauer über die vorgeschlagenen Berufe und probiere sie praktisch aus.

Wann solltest du mit der Berufswahl beginnen?

Die Berufswahl beginnt nicht erst kurz vor dem Ende der Pflichtschule. In der 8. und 9. Schulstufe kannst du dich informieren, Berufe ausprobieren, Schulen besuchen und deine Entscheidung Schritt für Schritt vorbereiten.

Der Berufswahlfahrplan von Next-Step zeigt dir, welche Schritte wann sinnvoll sind. Dazu gehören Informationsveranstaltungen, Tagespraktika, Gespräche mit Fachpersonen, Bewerbungen und die Anmeldung bei den Schulen.

Berufslehre

Eine Lehre verbindet praktische Arbeit in einem Betrieb mit Unterricht. Du lernst an drei Orten:

  • im Lehrbetrieb
  • in der Berufsfachschule
  • in überbetrieblichen Kursen

Im Betrieb lernst du den Berufsalltag kennen und übernimmst Schritt für Schritt mehr Verantwortung. In der Berufsfachschule erhältst du das theoretische Wissen, das du für deinen Beruf brauchst. In den überbetrieblichen Kursen übst du wichtige praktische Fähigkeiten.

Eine Lehre dauert meistens drei oder vier Jahre. Während dieser Zeit wechseln sich Arbeit im Betrieb und Unterricht ab.

Nach der Lehre hast du einen anerkannten Berufsabschluss, das Fähigkeitszeugnis. Du sammelst bereits während der Ausbildung Berufserfahrung und verdienst deinen eigenen Lohn. Viele Lehrabsolvent*innen werden nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen oder finden rasch eine passende Stelle.

Freie Lehrstellen in Liechtenstein findest du auf Next-Step. Auf MyChoice und whatchado kannst du dir Videos zu verschiedenen Berufen ansehen und herausfinden, welche Tätigkeiten zu dir passen könnten.

Häufige Fragen zum Thema Lehre

Welche Abschlüsse gibt es bei einer Lehre?

In Liechtenstein gibt es vor allem zwei Abschlüsse: das Berufsattest, BA, und das Fähigkeitszeugnis, FZ.

Eine Lehre mit Berufsattest dauert zwei Jahre und ist besonders praktisch ausgerichtet. Nach dem Abschluss kannst du in deinem Beruf arbeiten. In vielen Berufen kannst du danach in eine passende Lehre mit Fähigkeitszeugnis einsteigen.

Eine Lehre mit Fähigkeitszeugnis dauert drei oder vier Jahre. Sie vermittelt dir umfassende praktische und theoretische Kenntnisse. Nach dem Abschluss kannst du arbeiten, eine Weiterbildung beginnen oder bei passenden schulischen Voraussetzungen eine Berufsmatura machen.

Wie kannst du herausfinden, ob ein Lehrberuf zu dir passt?

Lies nicht nur über einen Beruf, sondern lerne den Arbeitsalltag praktisch kennen. Dafür gibt es in Liechtenstein vor allem Tagespraktika und Schnupperlehren.

Dabei kannst du herausfinden:

  • Gefallen dir die Aufgaben?
  • Passt das Arbeitsumfeld zu dir?
  • Arbeitest du lieber alleine oder im Team?
  • Kannst du dir vorstellen, diesen Beruf mehrere Jahre auszuüben?

Auch wenn dir ein Beruf nicht gefällt, war die Erfahrung wertvoll. Du weisst danach genauer, was nicht zu dir passt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Tagespraktikum und einer Schnupperlehre?

Ein Tagespraktikum dient vor allem der Orientierung. Du verbringst einen oder mehrere Tage in einem Betrieb, probierst einfache Aufgaben aus und beobachtest den Arbeitsalltag.

Eine Schnupperlehre ist häufig Teil der Bewerbung für eine konkrete Lehrstelle. Der Betrieb möchte dich kennenlernen und sehen, wie du arbeitest, Fragen stellst und mit anderen Menschen umgehst. Gleichzeitig kannst du prüfen, ob der Betrieb und das Team zu dir passen.

Weitere Informationen findest du unter Schnuppern bei Next-Step.

Wie findest du einen Lehrbetrieb oder eine Lehrstelle?

Überlege zuerst, welche Berufe für dich infrage kommen. Suche danach nach Betrieben, die in diesen Berufen ausbilden.

Im Lehrfirmen- und Schnupperlehrverzeichnis von Next-Step kannst du Betriebe nach Beruf oder Berufsfeld suchen. Für ein Tagespraktikum oder eine Schnuppermöglichkeit kannst du den Betrieb direkt kontaktieren.

Aktuell ausgeschriebene Lehrstellen findest du bei den freien Lehrstellen von Next-Step. Dort kannst du nach Lehrbeginn, Lehrberuf und Berufsfeld filtern.

Was gehört in eine Bewerbung für eine Lehrstelle?

Frage zuerst beim Betrieb nach, welche Unterlagen verlangt werden.

Zu einer Bewerbung gehören häufig:

  • ein Motivationsschreiben
  • ein Lebenslauf
  • Kopien deiner Zeugnisse
  • Ergebnisse von schulischen Standortbestimmungen
  • je nach Betrieb weitere Unterlagen

Kontrolliere deine Unterlagen sorgfältig. Bitte eine Vertrauensperson, deine Bewerbung auf Fehler, Vollständigkeit und Verständlichkeit zu prüfen.

Weitere Tipps findest du unter Bewerbung bei Next-Step.

Kannst du auch nach einer Lehre studieren?

Ja. Du musst dich nach der Pflichtschule nicht endgültig zwischen einer Lehre und einem späteren Studium entscheiden.

Eine Berufsmatura kannst du bei guten schulischen Leistungen während einer Lehre mit Fähigkeitszeugnis machen. Du kannst sie auch nach einer abgeschlossenen Lehre absolvieren.

In Liechtenstein gibt es dafür eine einjährige Vollzeitausbildung und eine zweijährige Teilzeitausbildung.

Mit einer liechtensteinischen Berufsmatura kannst du unter anderem Fachhochschulen besuchen. Je nach Land, Hochschule und Studiengang gelten unterschiedliche Voraussetzungen. Über eine zusätzliche Passerelle kann auch ein Weg zu einer Universität möglich sein.

Was kannst du tun, wenn du keine Lehrstelle findest?

ine Absage bedeutet nicht automatisch, dass der Beruf nicht zu dir passt.

Prüfe:

  • Hast du dich bei mehreren Betrieben beworben?
  • Sind deine Unterlagen vollständig und fehlerfrei?
  • Hast du dich auf Gespräche und Schnupperlehren vorbereitet?
  • Gibt es ähnliche Berufe, die ebenfalls zu dir passen?
  • Gibt es geeignete Lehrbetriebe in der Region?
  • Brauchst du Unterstützung bei deiner Bewerbung?

Sprich früh mit der Berufsberatung. Gemeinsam könnt ihr deine Suche erweitern, ähnliche Berufe prüfen oder eine passende Zwischenlösung vorbereiten.

Weiterführende Schulen nach der Pflichtschule (Mit und ohne Matura)

Eine weiterführende Schule vertieft dein Wissen nach der Pflichtschule. Du besuchst weiterhin Unterricht und bereitest dich auf einen bestimmten Abschluss vor.

Je nach Schule liegt der Schwerpunkt auf:

  • einer breiten Allgemeinbildung
  • einem bestimmten Berufsfeld
  • einer schulischen Berufsausbildung

Zu den weiterführenden Schulen gehören zum Beispiel Gymnasien, Fachmittelschulen sowie berufsbildende Schulen in der Schweiz und Österreich. Die Schulen unterscheiden sich bei den Fächern, der Dauer, den Aufnahmebedingungen und den Abschlüssen.

Eine weiterführende Schule kann zu dir passen, wenn du gerne im Unterricht lernst, selbstständig arbeitest und dich intensiver mit bestimmten Fächern oder einem Berufsfeld beschäftigen möchtest.

Allgemeinbildende Schulen bereiten vor allem auf ein späteres Studium vor. Berufsbildende Schulen verbinden Unterricht mit einer beruflichen Ausbildung. Je nach Schule kannst du einen Berufsabschluss, eine Matura, eine Fachmatura oder eine Berufsmatura erwerben.

Informiere dich früh über Aufnahmebedingungen, Anmeldefristen und Informationsveranstaltungen. Eine Übersicht über Schulen in Liechtenstein und der Region findest du bei Weiter zur Schule auf Next-Step.

Häufige Fragen zum Thema weiterführende Schule

Welche Arten von weiterführenden Schulen gibt es?

Nach der Pflichtschule kannst du zum Beispiel folgende Schulen besuchen:

  • ein Gymnasium
  • eine Fachmittelschule
  • eine Wirtschafts- oder Informatikmittelschule in der Schweiz
  • eine andere berufsbildende Schule in der Schweiz
  • eine berufsbildende höhere Schule in Österreich

Die Schulen unterscheiden sich nach Unterricht, Schwerpunkt, Dauer und Abschluss. Welche Schule zu dir passt, hängt von deinen Interessen, deinen schulischen Leistungen und deinem späteren Ziel ab.

Was ist ein Gymnasium?

Ein Gymnasium vermittelt dir ein breites Wissen in verschiedenen Fächern. Dazu gehören zum Beispiel Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und gesellschaftliche Themen.

Das Gymnasium schliesst mit einer gymnasialen Matura ab. Damit kannst du grundsätzlich an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule studieren. Für ein Studium an einer Fachhochschule kann zusätzlich praktische Berufserfahrung verlangt werden.

Was ist eine Fachmittelschule?

Eine Fachmittelschule verbindet Allgemeinbildung mit einem bestimmten Berufsfeld.

Mögliche Berufsfelder sind:

  • Gesundheit
  • Soziales
  • Pädagogik
  • Kommunikation
  • Musik
  • Gestaltung

Nach drei Jahren erhältst du einen Fachmittelschulausweis. Dieser kann dich auf eine Ausbildung an einer höheren Fachschule vorbereiten.

Mit einem zusätzlichen Ausbildungsjahr kannst du eine Fachmatura erwerben. Sie kann dir, je nach Fachrichtung und weiteren Voraussetzungen, den Zugang zu einer Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule ermöglichen.

Was ist eine berufsbildende Schule?

Eine berufsbildende Schule verbindet schulischen Unterricht mit einer beruflichen Ausbildung. Sie kann zu dir passen, wenn du einen bestimmten Beruf erlernen möchtest, aber einen grossen Teil der Ausbildung in einer Schule absolvieren willst.

Wirtschafts- und Informatikmittelschulen in der Schweiz führen zu einem Fähigkeitszeugnis. Viele dieser Schulen vermitteln gleichzeitig eine Berufsmatura. Beispiele sind Ausbildungen als Kaufmann oder Kauffrau sowie als Informatiker*in.

In Österreich gibt es berufsbildende höhere Schulen, zum Beispiel Handelsakademien oder höhere technische Lehranstalten. Sie dauern in der Regel fünf Jahre und schliessen mit einer Matura und einem Berufsdiplom ab.

Wie findest du eine Schule, die zu deinem Ziel passt?

Informiere dich früh über Aufnahmebedingungen, Anmeldefristen und Schnuppermöglichkeiten. Viele Gymnasien und Fachschulen bieten Informationsveranstaltungen oder Schnuppertage an. Eine weiterführende Schule kann gut zu dir passen, wenn du gerne lernst und bereits ein berufliches Ziel hast, zum Beispiel Lehrperson zu werden. Vergleiche nicht nur die Namen der Schulen. Prüfe genau, was die Schule anbietet und welche Möglichkeiten du nach dem Abschluss hast.

Achte auf folgende Fragen:

  • Welche Fächer werden unterrichtet?
  • Welche Schwerpunkte kannst du wählen?
  • Welchen Abschluss erhältst du?
  • Welche Ausbildungen oder Studiengänge sind danach möglich?
  • Wie lange dauert die Schule?
  • Wo befindet sich die Schule?
  • Wie sieht der Schulalltag aus?
  • Gibt es Informationsveranstaltungen oder Schnuppertage?
Welche Aufnahmebedingungen und Fristen musst du beachten?

Die Aufnahmebedingungen und Anmeldefristen unterscheiden sich je nach Schule.

Wichtig sein können:

  • deine bisherige Schulstufe
  • deine Zeugnisnoten
  • eine Empfehlung
  • eine Aufnahmeprüfung
  • ein Aufnahmegespräch
  • eine Arbeitsmappe
  • ein Praktikum

Informiere dich früh direkt bei der Schule. So hast du genügend Zeit, Unterlagen vorzubereiten oder fehlende Voraussetzungen zu erfüllen. Next-Step empfiehlt, die Schulwahl und wichtige Termine bereits während der letzten Schuljahre vorzubereiten.

Was kannst du nach einer weiterführenden Schule machen?

Das hängt von der Schule und deinem Abschluss ab.

Du kannst danach zum Beispiel:

  • an einer Universität studieren
  • eine Fachhochschule besuchen
  • eine Pädagogische Hochschule besuchen
  • eine Ausbildung an einer höheren Fachschule beginnen
  • eine berufliche Ausbildung machen
  • direkt in ein Berufsfeld einsteigen
  • eine weitere Schule oder Weiterbildung besuchen

Prüfe deshalb bereits bei der Schulwahl, welche Möglichkeiten dir der jeweilige Abschluss eröffnet. Eine Matura, Fachmatura, Berufsmatura und ein Fähigkeitszeugnis führen nicht automatisch zu den gleichen Ausbildungen oder Hochschulen.

Zwischenjahr

Eine weiterführende Schule vertieft dein Wissen nach der Pflichtschule. Du Ein Zwischenjahr ist eine Zeit zwischen der Pflichtschule und deinem nächsten Bildungs- oder Ausbildungsschritt. Du kannst diese Zeit nutzen, um dich beruflich zu orientieren, schulische Kenntnisse zu verbessern oder praktische Erfahrungen zu sammeln.

Ein Zwischenjahr kann zum Beispiel aus einem Brückenangebot, einem Praktikum, einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einem Sprachaufenthalt bestehen. Auch Erfahrungen im Ausland sind möglich. Du kannst mehrere kürzere Angebote miteinander kombinieren.

Wichtig ist, dass dein Zwischenjahr zu deinem Ziel passt. Überlege dir deshalb zuerst, was du in dieser Zeit erreichen möchtest. Beachte auch Aufnahmebedingungen, Anmeldefristen und Kosten. Plane frühzeitig, was nach dem Zwischenjahr folgen soll.

Konkrete Angebote und eine ausführliche Planungshilfe findest du im Beitrag

Zwischenjahr in der Region und weltweit

Häufige Fragen zum Thema Zwischenjahr

Wann kann ein Zwischenjahr sinnvoll sein?

Ein Zwischenjahr kann zu dir passen, wenn du:

  • noch nicht weisst, welchen Beruf du lernen möchtest
  • keine passende Lehrstelle gefunden hast
  • dich auf eine Schule oder Ausbildung vorbereiten möchtest
  • schulische Kenntnisse verbessern willst
  • einen Beruf praktisch kennenlernen möchtest
  • eine Sprache lernen möchtest
  • dich freiwillig engagieren willst
  • eine Zeit im Ausland verbringen möchtest

Ein Zwischenjahr ist nicht nur eine Pause. Es kann dich gezielt auf deinen nächsten Schritt vorbereiten.

Was ist ein Brückenangebot?

Ein Brückenangebot hilft dir beim Übergang von der Pflichtschule in eine Lehre oder weiterführende Schule.

Es kann sinnvoll sein, wenn du noch Orientierung brauchst, schulische Kenntnisse festigen oder dich auf eine bestimmte Ausbildung vorbereiten möchtest.

Mögliche Brückenangebote sind zum Beispiel:

  • ein freiwilliges 10. Schuljahr
  • ein berufsvorbereitendes Angebot
  • ein gestalterischer Vorkurs
  • ein Vorbereitungsjahr
  • eine Vorlehre
  • ein Praktikum

Die Angebote unterscheiden sich bei Inhalt, Dauer, Aufnahmebedingungen und Abschluss.

Welche weiteren Möglichkeiten gibt es?

Ein Zwischenjahr muss nicht nur aus einem schulischen Angebot bestehen.

Weitere Möglichkeiten sind zum Beispiel:

  • ein Freiwilliges Soziales Jahr
  • ein Praktikum
  • ein Freiwilligeneinsatz
  • ein Sprachaufenthalt
  • Au-pair
  • ein Schuljahr im Ausland
  • mehrere kürzere Erfahrungen

Nicht jedes Angebot ist für jedes Alter geeignet. Prüfe deshalb die jeweiligen Voraussetzungen.

Kannst du dein Zwischenjahr im Ausland verbringen?

Ja. Du kannst im Ausland zum Beispiel eine Sprache lernen, eine Schule besuchen, ein Praktikum machen, als Au-pair leben oder dich freiwillig engagieren.

Ein Auslandsaufenthalt braucht meist mehr Vorbereitung. Informiere dich früh über Kosten, Unterkunft, Betreuung, Versicherungen sowie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen.

Auch eine kürzere Auslandserfahrung kann Teil deines Zwischenjahrs sein. ZU allen Möglichkeiten im Ausland gelangst du hier:

Zwischenjahr im Ausland
Wie findest du ein Zwischenjahr, das zu dir passt?

Überlege dir zuerst, was du erreichen möchtest.

Frage dich:

  • Möchte ich lernen, arbeiten, reisen oder mich engagieren?
  • Möchte ich einen Beruf kennenlernen?
  • Brauche ich eine klare Tagesstruktur?
  • Wie lange soll das Angebot dauern?
  • Wie viel darf es kosten?
  • Welche Betreuung brauche ich?
  • Was möchte ich danach machen?

Vergleiche danach nur einige Angebote, die zu deinem Ziel passen.

Was solltest du bei einem Angebot prüfen?

Achte besonders auf:

  • Ziel und Inhalt
  • typische Aufgaben oder Unterricht
  • Dauer
  • Alter und weitere Voraussetzungen
  • Anmelde- oder Bewerbungsfristen
  • Kosten und enthaltene Leistungen
  • Unterkunft und Verpflegung
  • Betreuung und Ansprechpersonen
  • mögliche Abschlüsse oder Zertifikate
  • Anschlussmöglichkeiten nach dem Angebot

Lies nach Möglichkeit Erfahrungsberichte oder sprich mit Personen, die das Angebot bereits genutzt haben.

Erfahrungsberichte
Muss ein Zwischenjahr genau ein Jahr dauern?

Nein. Ein Zwischenjahr kann kürzer oder länger dauern. Es kann auch aus mehreren Teilen bestehen.

Du kannst zum Beispiel ein Praktikum mit einem Sprachaufenthalt oder einem Freiwilligeneinsatz kombinieren. Entscheidend ist, dass die einzelnen Teile zu deinem Ziel und zu deinen nächsten Schritten passen.

Was solltest du für die Zeit danach planen?

Behalte Bewerbungs- und Anmeldefristen im Blick. Wenn du nach dem Zwischenjahr eine Lehre oder Schule beginnen möchtest, musst du dich möglicherweise bereits während des Zwischenjahrs bewerben.

Notiere wichtige Termine früh in deinem Kalender. So verhinderst du, dass sich dein nächster Schritt unnötig verzögert.

Was kannst du tun, wenn dein Plan nicht funktioniert?

Vielleicht bekommst du deine gewünschte Lehrstelle nicht. Vielleicht erfüllst du die Aufnahmebedingungen einer Schule noch nicht. Oder du merkst beim Schnuppern, dass dein Wunschberuf doch nicht zu dir passt. Das kann enttäuschend sein. Es bedeutet aber nicht, dass du gescheitert bist. Oft gibt es mehrere Wege zu einem ähnlichen Ziel. Überlege dir zuerst:

  • Was hat mich an meinem ursprünglichen Plan interessiert?
  • Gibt es ähnliche Berufe oder Schulen?
  • Welche Voraussetzung fehlt mir?
  • Kann ich diese Voraussetzung nachholen?
  • Gibt es einen anderen Weg zum gleichen Ziel?
  • Könnte ein Brückenangebot oder Zwischenjahr helfen?

Ein Plan B sollte nicht irgendeine Notlösung sein. Er sollte weiterhin zu deinen Interessen, Stärken und Zielen passen. Gehe Schritt für Schritt vor:

  1. Schreibe auf, was dir an deinem ursprünglichen Ziel wichtig war, und suche zwei oder drei ähnliche Möglichkeiten, zum Beispiel verwandte Berufe oder Schulen mit einem ähnlichen Schwerpunkt.
  2. Vergleiche Voraussetzungen, Fristen und Abschlüsse, zum Beispiel auf den Webseiten der Schulen oder mit dem Berufe-Assistenten.
  3. Notiere, welche Informationen dir noch fehlen, und kläre eine konkrete Frage, zum Beispiel bei einer Informationsveranstaltung oder einem Tagespraktikum.
  4. Sprich mit einer Vertrauensperson oder der Berufsberatung, zum Beispiel über deine Bewerbung oder mögliche Alternativen.
  5. Lege deinen nächsten Schritt fest, zum Beispiel eine Bewerbung überarbeiten, zwei Schulen vergleichen, einen Beratungstermin vereinbaren oder ein Zwischenjahrangebot genauer anschauen.

Hilfe & Beratung

Du musst dich nicht allein für eine Lehre, eine Schule oder ein Zwischenjahr entscheiden. Sprich zuerst mit Eltern, Lehrkräften oder anderen Vertrauenspersonen. Zusätzlich kannst du kostenlose Beratungsangebote nutzen. Erste Informationen, Checklisten und Selbsttests findest du auch auf Next-Step und berufsberatung.ch.

Bildquelle: www.next-step.li

Next-Step

Auf Next-Step findest du Informationen rund um Berufswahl, Lehre, weiterführende Schulen, Studium und Laufbahnplanung.

Du kannst freie Lehrstellen suchen, Berufe vergleichen, Bildungswege kennenlernen und hilfreiche Checklisten oder Orientierungstools nutzen. Next-Step eignet sich besonders, wenn du zuerst selbst Informationen sammeln und verschiedene Möglichkeiten vergleichen möchtest.

Bildquelle: www.next-step.li

BIZ in Schaan

Im Berufsinformationszentrum BIZ in Schaan bekommst du Unterstützung bei Fragen zu Berufen, Schulen, Studium und weiteren Bildungswegen. Für eine ausführliche persönliche Beratung vereinbarst du vorher einen Termin. Hast du nur eine kurze Frage, kannst du während der BIZ-Öffnungszeiten auch ohne Termin vorbeikommen. Die Beratung ist kostenlos. Einen Termin kannst du unter +423 236 72 00 vereinbaren. Informiere dich vor deinem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten.

Bildquelle: aha

aha in Vaduz

Das aha hilft dir besonders bei Fragen zu Zwischenjahren, Freiwilligendiensten, Praktika und Auslandsaufenthalten.
Du kannst dich auch melden, wenn du noch nicht weisst, welche Fachstelle für deine Frage zuständig ist. Das aha unterstützt dich bei der Suche nach Informationen und vermittelt dich bei Bedarf an eine passende Beratungsstelle.

Lisa Hilbe

Lisa Hilbe

Online-Kommunikation & Jugendinformation


Bei Fragen kannst du dich jederzeit bei unserer Mitarbeitenden melden.

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