„Durch den Aufenthalt in England konnte ich wertvolle Berufserfahrung im Ausland sammeln. Die Arbeit im Betrieb und der tägliche Austausch auf Englisch haben mir viel Sicherheit gegeben. Diese Erfahrung ist ein grosser Gewinn für meine Ausbildung.“
Joel Caduff

1. Woche
Wir sind am 21. September 2025 angeflogen und wurden von unserem Taxifahrer am Flughafen London Heathrow abgeholt. Er brachte uns nach Cosham zu unserer Gastfamilie. Unsere Gastfamilie bestand aus einer älteren Dame, die gerade erneut Grossmutter geworden war – eine sehr nette Frau. Am ersten Abend gingen wir im „Toby Carvery“ essen. Es hat mir sehr gut geschmeckt.
Am ersten Tag gingen wir zur IBD Partnership. Dort erhielten wir von Alf und Roger eine Einführung über die Engländer in Portsmouth: was man vermeiden sollte und was sie mögen. Dabei stellte ich fest, dass Engländer sehr offene und gesprächige Menschen sind.
Am Dienstag hatten wir unseren ersten Schultag. Wir machten Begrüssungs- und Vorstellungsrunden. Danach hatten wir Mittagessen, und am Nachmittag behandelten wir die Geschichte von Portsmouth. Wir vereinbarten, längere Schultage zu machen, damit wir am Freitagnachmittag frei haben und nach London fahren konnten, da eine andere Person aus unserer Gastfamilie Tickets erhalten hatte. Die Englischlehrerin Katherine war damit einverstanden, da sie an diesem Tag ohnehin frei gehabt hätte, die Ersatzperson jedoch nicht verfügbar war.
Am zweiten Schultag machten wir einen Rundgang durch Portsmouth, um die Geschichte der Stadt sowie die alten Ruinen aus den Kriegszeiten zu sehen. Das war sehr interessant. An einem der letzten Schultage behandelten wir Adjektive und Zeitformen. Am Abend gingen Samuel und ich mit Vicki unseren Betrieb besichtigen und besprachen, wie und wo wir arbeiten würden.
Am letzten Schultag mussten wir einen einseitigen Bericht über uns schreiben und diesen Katherine abgeben. Danach fuhren die Mädchen und ich nach London. Samuel verbrachte dieses Wochenende bei einem Kollegen. In London besichtigten wir viele verschiedene Sehenswürdigkeiten. Da uns klar war, dass ein Tag nicht ausreichen würde, übernachteten wir dort. Es war sehr schön, allerdings waren wir am Abend so erschöpft, dass wir entschieden, am Sonntag nicht viel zu unternehmen, um für den ersten Arbeitstag wieder fit zu sein.
2. Woche
Am ersten Arbeitstag wurden wir abgeholt und mussten Touchscreens überprüfen, ob sie funktionierten, sowie kontrollieren, ob Google Play auf den Geräten lief. Das nahm sehr viel Zeit in Anspruch, weshalb wir den ganzen Tag beschäftigt waren.
Am nächsten Tag zerlegten wir defekte Touchscreens und entnahmen brauchbare Teile. Anschliessend stellten wir neue Touchscreens auf und prüften erneut deren Funktion. Am dritten Tag verkabelten wir Touchscreens und stellten ein Verlängerungskabel her. Zudem bauten wir eine Versandbox aus Holz, da zwei Screens nach Dubai verschickt wurden und das Verlängerungskabel dafür benötigt wurde. Ausserdem verpackten wir viele Geräte für den Versand an Kunden.
Am letzten Arbeitstag dieser Woche half ich Damian, der uns die Arbeiten zuteilte, dabei, grosse Screens zu verpacken, da Chris diese am Sonntag nach Schottland fuhr und dort installierte. Dies nahm viel Zeit in Anspruch, da die Screens sehr gross waren und alles ruhig sowie präzise durchgeführt werden musste. Die erste Arbeitswoche in England war insgesamt sehr spannend.
Am Samstag fuhren die Mädchen und ich nach Oxford. Dort besichtigten wir das Naturkundemuseum sowie einige Schulen. Am Sonntag verbrachte ich einen ruhigen Tag und sass gemütlich in einem Café.
3. Woche
Von Montag bis Mittwoch arbeitete ich wieder ganz normal. Wir überprüften und verpackten erneut Screens, ähnlich wie in der Woche zuvor. Am Donnerstag durfte ich mit Mark, einem Aussendienstmitarbeiter, mitfahren. Wir lieferten Screens nach Newbury und Marlow aus. Besonders das Ausliefern direkt bei den Kunden war eine sehr coole Erfahrung.
Am Freitag hatten wir frei. Ich fuhr nach Brighton, um einkaufen zu gehen, da ich noch einige Dinge benötigte und diese in England günstiger sind als in der Schweiz oder in Liechtenstein. Am Samstag reiste ich nach Bath. Ursprünglich wollten wir schwimmen gehen, doch da dies sehr teuer war, entschieden wir uns, lediglich die Stadt zu besichtigen. Bath ist eine sehr schöne Ortschaft mit vielen alten Gebäuden.
Am Sonntag wurden wir von Mina zu ihrer Gastfamilie zum Frühstück eingeladen. Sie erzählte uns, dass ihre Gastfamilie gerne etwas aus unserer Region probieren wollte, weshalb sie sich für ein Zopf-Frühstück entschied. Es war sehr schön, und die Gastfamilie war äusserst nett und gastfreundlich. Anschliessend brachten sie uns sogar ins Stadion, wo wir das Frauenfussballspiel zwischen Pompey und Southampton anschauten. Leider verloren die Pompeys.
4. Woche
IIn der letzten Woche hatten wir nicht mehr sehr viel zu tun, da nur wenige Bestellungen eingingen. Deshalb räumten wir hauptsächlich das Lager auf und schufen mehr Platz. Es befanden sich noch viele Gegenstände vom vorherigen Betrieb im Lager, die wir online verkaufen konnten. Da es sich früher um eine Druckerei handelte, gab es viele Papierrollen, von denen wir einige erfolgreich verkaufen konnten.
Dann folgte der „Certification Day“, an dem um 11 Uhr die Übergabe stattfand. Danach unterhielten wir uns noch etwas und verbrachten einen gemütlichen letzten Tag in Portsmouth. Wir gingen nochmals durch die Läden und begannen am Abend mit dem Packen.
Am Samstag, dem 19. Oktober, begann unsere Rückreise. Wir wurden von unserem Taxifahrer bei der Gastfamilie abgeholt. Ich bedankte mich bei Carmen für ihre Gastfreundschaft, die schönen gemeinsamen Zeiten und die angenehmen Abendgespräche. Da sie immer früh arbeiten musste, sahen wir uns unter der Woche eher selten, doch wenn wir Zeit miteinander verbrachten, war es immer sehr schön.
Unterkunft & Betreuung
- England: Gastfamilie (mit Verpflegung)
- Malta: Appartement (Einzelzimmer, Selbstverpflegung)
- Betreuung durch erfahrene Partnerorganisationen vor Ort
Anlaufstelle & Kontakt
Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB)
silvia.risch@llv.li
+423 236 72 14
www.abb.llv.li