STARK IM KOPF            

Mentale Stärke wächst im Alltag durch Vertrauen, offene Gespräche und stabile Beziehungen. Die Podcast-Serie zeigt, was Kinder und Jugendliche beschäftigt und wie Erwachsene sie dabei unterstützen können, ihren eigenen Weg zu finden.

Podcast Stark im Kopf

Stark im Kopf ist eine Podcast-Reihe rund um die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam mit Expert:innen sprechen wir über Themen wie Schulstress, Mobbing, Wut, Social Media, Selbstwert und Resilienz – praxisnah, verständlich und mit konkreten Impulsen für Eltern und Bezugspersonen. Der Podcast entsteht in Kooperation mit dem Verein Kinderschutz.li.

Folge 3 – Mobbing hinterlässt Spuren

Mobbing kann Kinder nachhaltig prägen – oft lange, bevor Erwachsene es überhaupt bemerken. Viele betroffene Kinder leiden still unter Angst, Unsicherheit und sozialem Rückzug. Studien zeigen, dass Mobbing und auch Cybermobbing weiterhin weit verbreitet sind und durch digitale Medien zusätzlich an Dynamik gewinnen können.Betroffene erleben häufig Gefühle von Angst, Unsicherheit und sozialer Isolation, die zu einem verminderten Selbstwert und Vertrauensverlust führen können.

Mit Prof. Dr. Eveline Gutzwiller-Helfenfinger (Professorin and der PH Schwyz, Fachkernleiterin Pädagogische Psychologien PH Schwyz , Expertin für Entwicklungspsychologie, Heilpädagogik und Mobbingprävention) und Sanne Vroemen-Frommelt (Mutter eines Sohnes, der Mobbing erlebt hat) werden wir konkrete Wege zum Umgang mit Mobbing erläutern.

Tipps

  • Frühzeitig reagieren: Mobbing sollte nicht ignoriert werden. Eltern und Lehrpersonen sollten aufmerksam sein und bei ersten Anzeichen aktiv das Gespräch suchen.
  • Offene Kommunikation fördern: Betroffene Kinder sollten ermutigt werden, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Zuhören, ohne zu urteilen schafft Vertrauen und hilft, die Situation besser zu verstehen.
  • Klare Grenzen setzen: Gemeinsam mit dem Kind Strategien entwickeln, wie es sich abgrenzen und auf Mobbing reagieren kann – zum Beispiel durch „Stopp“-Sätze oder das Verlassen der Situation.
  • Unterstützung im Umfeld suchen: Lehrpersonen, Schulsozialarbeiter oder Beratungsstellen können helfen, das Problem zu lösen und nachhaltige Unterstützung bieten.
  • Selbstwert stärken: Freizeitaktivitäten wie Sport oder kreative Hobbys, können helfen das Selbstvertrauen und den Selbstwert zu stärken.
  • Gemeinsam Lösungen finden: Zusammen mit dem Kind und dem Umfeld Wege suchen, um die Situation zu verändern und wieder mehr Sicherheit und Wohlbefinden zu schaffen.

Folge 2 – Schulstress & Leistungsdruck: Schulangst, Druck und Tränen

Leistungsdruck und Schulstress gehören für viele Kinder und Jugendliche heute zum Alltag. Prüfungen, Erwartungen und der ständige Vergleich mit anderen können schnell zu Überforderung führen. Dies führt nicht selten zu Gefühlen von Überforderung, Angst und Unsicherheit.

In der Folge kann sich diese Belastung in Form von Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen oder sogar depressiven Verstimmungen äussern. Mit den Gästen Johannes Zimmermann (Schulleiter einer weiterführenden Schule), Nicole Verling (Lehrperson, Heilpädagogin und Lerncoach an einer Primarschule) und Laila (Schülerin) wird aufgezeigt wie man Kinder und Jugendliche im Umgang mit Leistungsdruck und Lernstress konkret unterstützen kann.

Tipps

  • Realistische Ziele setzen: Gemeinsam mit dem Kind erreichbare Etappenziele definieren, um Überforderung zu vermeiden und Erfolge sichtbar zu machen.
  • Regelmässige Pausen einplanen: Kurze Erholungsphasen während der Lernzeit fördern die Konzentration und helfen, Stress abzubauen.
  • Offene Gespräche führen: Zuhören, Verständnis zeigen und gemeinsam Lösungen suchen, damit das Kind sich nicht allein gelassen fühlt.
  • Freizeit und Ausgleich ermöglichen: Sport, Hobbys oder Treffen mit Freunden sind wichtig, um einen gesunden Ausgleich zum Schulalltag zu schaffen.
  • Entspannungstechniken vermitteln: Atemübungen, kurze Meditationen oder bewusste Entspannungsrituale können helfen, mit Druck besser umzugehen.
  • Unterstützung anbieten: Bei anhaltendem Stress professionelle Hilfe in Betracht ziehen

Folge 1 – Mentale Gesundheit: Wenn Kinder und Jugendliche leiden

Die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht heute stärker im Fokus denn je. Aktuelle Studien zeigen, dass die psychische Belastung junger Menschen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich zunehmend unter Druck – sei es durch Schule, Leistungsanforderungen oder globale Krisen.

Die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Dazu gehören das familiäre Umfeld, die Qualität von Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen, schulische Anforderungen sowie gesellschaftliche und mediale Einflüsse. Auch genetische Voraussetzungen, persönliche Erlebnisse und die Verfügbarkeit von Unterstützung spielen eine wichtige Rolle.

Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Susanne Walitza (Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie -KJPP- an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) sowie ordentliche Professorin an der Universität Zürich *) zeigt, wie Sie Ihr Kind im Alltag konkret unterstützen können und woran Sie früh erkennen, wenn Hilfe nötig ist.

Tipps

  • Offenes Gespräch fördern: Ermutigt Kinder, über seine Gefühle und Sorgen zu sprechen. Schafft ein vertrauensvolles Umfeld, in dem es sich verstanden und ernst genommen fühlt.
  • Alltagsstruktur bieten: Eine klare Tagesstruktur mit festen Routinen gibt Sicherheit und Halt. Regelmässige Zeiten für Schlaf, Mahlzeiten und Freizeit helfen, Stress zu reduzieren.
  • Positive Beziehungen stärken: Unterstützt Kinder dabei, Freundschaften zu pflegen und soziale Kontakte zu knüpfen. Gemeinsame Aktivitäten im Familienkreis können das Zugehörigkeitsgefühl fördern.
  • Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: Bei anhaltenden oder schweren Problemen scheut euch nicht, professionelle Unterstützung durch PsychologInnen oder TherapeutInnen zu suchen.
  • Achtsamkeit und Selbstfürsorge vermitteln: Zeigt eurem Kind, wie es auf seine eigenen Bedürfnisse achten und Entspannungstechniken anwenden kann, um mit Belastungen besser umzugehen.

*Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) der PUK Zürich verbindet klinische Versorgung, Forschung und Lehre. Sie bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Familien umfassende Abklärung und Behandlung – ambulant, tagesklinisch und stationär – und entwickelt als Universitätsklinik neue Erkenntnisse zu psychischen Erkrankungen, die direkt in die Praxis einfliessen. In den regionalen Ambulatorien, Tageskliniken und stationären Angeboten werden jährlich viele tausend junge Menschen betreut.

Der Verein Kinderschutz.li verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche und ihre Familien in Liechtenstein zu stärken. Der Zweck des Vereins ist Prävention von Gewalt, (Cyber-) Mobbing, Sucht, mentaler Gesundheit und sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen durch Stärkung.

Hierzu werden Kindern, Schulen, Vereinen und Eltern verschiedene Programme, Vorträge, Workshops, Bücher und Informationsveranstaltungen angeboten.

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Lisa Hilbe

Lisa Hilbe

Online-Kommunikation & Jugendinformation


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