Wie finde ich heraus, was zu mir passt?
Die Wahl eines Studienfachs ist ein Prozess, der Zeit und Orientierung braucht. Überstürze nichts – je besser du dich selbst kennst, desto eher findest du ein Studium, das wirklich zu dir passt. Hier ein paar Schritte, die dir helfen können:
Mach den Check!
Du bist dir noch unsicher, welcher Studiengang zu deinen Interessen und Stärken passt? Dieser Studium-Interessentest unterstützt dich dabei, passende Studienrichtungen zu entdecken und deinen nächsten Schritt in Richtung Zukunft zu planen.
Mehr dazuInteressen & Stärken checken
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Studieren in Liechtenstein
Vielleicht liegt deine Traum-Uni näher als gedacht. Auch in Liechtenstein selbst kannst du studieren – zum Beispiel an der Universität Liechtenstein in Vaduz, die Bachelor- und Masterstudiengänge u.a. in Architektur und Betriebswirtschaft anbietet. Informiere dich über das Angebot vor Ort und in der Region, bevor du in die Ferne schweifst.
Beratung einholen & Infos sammeln
Sprich mit Leuten, die bereits studieren oder den Beruf ausüben, der dich interessiert. Oft geben Schnuppertage oder Studieninfo-Veranstaltungen einen Einblick in den Studienalltag. In Liechtenstein kannst du dich an das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB) in Schaan wenden – dort bekommst du neutrale und kostenlose Beratung zur Berufs- und Studienwahl. Professionelle Studienberater unterstützen dich bei der Planung deiner weiteren Laufbahn und können sogar Eignungstests mit dir durchführen, um herauszufinden, welche Studienfelder zu deinem Profil passen.
Bewerbung & Zulassung: Was brauche ich für ein Studium?
Hast du ein passendes Studienfach gefunden, geht’s an die Bewerbung bzw. Einschreibung. Wichtig zu wissen: Je nach Hochschule und Studiengang gibt es unterschiedliche Verfahren. Informiere dich rechtzeitig über Fristen und Anforderungen deiner Wunschhochschule – oft musst du dich Monate vor Studienstart bewerben oder registrieren. Eine gute Vorbereitung ist das A und O – idealerweise planst du 12 bis 18 Monate im Voraus, besonders wenn du ins Ausland möchtest.
Zulassungsfristen: Achte unbedingt auf die Einschreibefristen (Zulassungsfristen) der Unis und Fachhochschulen. Bis zu diesem Stichtag musst du die Anmeldung abgeschlossen und oft auch schon den ersten Semesterbeitrag bezahlt haben. Verpasst du die Frist, gibt es manchmal Nachanmeldezeiträume – dann werden aber meist zusätzliche Gebühren fällig. Plane also genügend Puffer ein, um alle Unterlagen fristgerecht einzureichen.
Zulassungsbeschränkungen: Für einige Studiengänge – vor allem sehr begehrte Fächer – gilt eine begrenzte Platzzahl. Das heißt, es gibt ein Auswahlverfahren (z.B. Aufnahmeprüfungen, Numerus Clausus oder Eignungstests) abhängig von der Anzahl der Bewerber*innen. Informiere dich frühzeitig, ob dein Wunschfach zulassungsbeschränkt ist und welche Schritte für die Bewerbung nötig sind. Die Hochschulen veröffentlichen solche Verfahren in der Regel rechtzeitig vor dem Semesterstart. Bei zulassungsfreien Massenfächern genügt oft die fristgerechte Einschreibung mit dem Schulabschlusszeugnis – dennoch kann auch hier eine Voranmeldung oder ein Online-Registrierungsschritt verlangt sein. Im Zweifel gilt: Schau auf der Website der Hochschule nach den Zulassungsinfos oder frag direkt nach.
Egal ob du dich online bewirbst oder vor Ort immatrikulierst – normalerweise musst du einige Dokumente einreichen, damit du offiziell als Student*in registriert wirst. Eine kurze Checkliste, was (meist) verlangt wird:
Benötigte Unterlagen
- Ausweis/Pass: Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass zur Identifikation.
- Schulabschlusszeugnis: Dein Maturazeugnis/Abitur oder eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung. Bei ausländischen Zeugnissen ggf. eine Anerkennung oder Übersetzung.
- Zulassungsbescheid: Falls du vorher eine Zusage/Bewilligung erhalten hast (z.B. bei NC-Fächern), musst du diesen Bescheid vorlegen.
- Krankenversicherungsnachweis: In einigen Ländern (z.B. Deutschland, Österreich) ist der Beleg einer Krankenversicherung für die Immatrikulation erforderlich. Studierende in Liechtenstein und der Schweiz müssen ebenfalls eine gültige Krankenversicherung haben – kläre ab, welche Nachweise deine Hochschule braucht.
- Zahlungsbeleg: Den Nachweis, dass du den ersten Studien-/Semesterbeitrag überwiesen hast (sofern der Studiengang nicht gebührenfrei ist). Ohne Zahlung erfolgt keine endgültige Einschreibung.
Je nach Studienfach können weitere Unterlagen hinzukommen, z.B. Sprachnachweise (etwa TOEFL/IELTS für ein englischsprachiges Studium oder Deutsch-Zertifikate für ein Studium in D/A/CH), ein Lebenslauf, Motivationsschreiben oder Referenzschreiben. Kunst- und Designstudiengänge verlangen oft Portfolios deiner Arbeiten, Sportstudiengänge eventuell einen Sporttest. Informiere dich über solche Zusatzanforderungen. Für manche Fächer musst du spezielle Kenntnisse nachweisen, die nicht im Schulzeugnis stehen. Fehlen dir solche Kenntnisse (klassisches Beispiel: Latein für Medizin), kannst du oft eine Zusatzprüfung machen – Vorbereitungskurse dafür bietet meist die Hochschule an.
Tipp: Frage frühzeitig bei der Hochschule nach, ob für dein Studienfach zusätzliche Kenntnisse oder Aufnahmetests erforderlich sind. So kannst du dich rechtzeitig darauf vorbereiten oder fehlende Kurse noch vor Studienstart nachholen. Außerdem solltest du dich für stark gefragte Studiengänge so früh wie möglich online registrieren, da oft First come, first serve-Prinzip oder Losverfahren gelten – lass dir also keinen Deadline-Stress entstehen.
Finanzierung & Support: Wie komme ich über die Runden?
Ein Studium bringt nicht nur fachliche Herausforderungen mit sich, sondern auch finanzielle. Studieren kostet Geld – von Studiengebühren über Bücher bis zum Lebensunterhalt – doch es gibt Unterstützungsmöglichkeiten:
Stipendien & Studiendarlehen
In Liechtenstein können Studierende finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien (nicht rückzahlbar) oder zinsfreien Darlehen erhalten. Voraussetzung ist in der Regel der Hauptwohnsitz in Liechtenstein sowie eine Erst- oder Weiterbildung. Zuständig ist die Stipendienstelle in Vaduz, die über Voraussetzungen, Anträge und Finanzierungsmöglichkeiten informiert.
Tipp: Stelle deinen Antrag möglichst einige Monate vor Studienbeginn, damit die Finanzierung rechtzeitig gesichert ist.
Budgetplanung & Wohnen
Ein guter Finanzplan hilft dir, die Kosten für Studium und Alltag realistisch einzuschätzen. Berücksichtige neben Studiengebühren auch Miete, Krankenversicherung, Transport, Lernmaterial sowie Ausgaben für Kaution und Einrichtung. Informiere dich frühzeitig über Wohnheime oder WGs, da diese häufig günstiger und schnell vergeben sind.
Tipp: Plane genügend finanzielle Reserven ein, damit unerwartete Ausgaben kein Problem werden.
Jobben neben dem Studium
Ein Nebenjob kann dein Budget entlasten und dir gleichzeitig wertvolle Berufserfahrung vermitteln. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt von den gesetzlichen Bestimmungen im jeweiligen Studienland ab. Wichtig ist, dass genügend Zeit für Vorlesungen, Prüfungen und das Selbststudium bleibt und der Job das Studium nicht beeinträchtigt.
Tipp: Wähle einen Job, der sich gut mit deinem Studienalltag vereinbaren lässt.
Unterstützung & Anlaufstellen
Bei Fragen rund ums Studium stehen dir das aha sowie die Studien- und Laufbahnberatung (ABB) mit kostenloser und neutraler Beratung zur Seite. Sie unterstützen dich bei der Studienwahl, Bewerbungen, dem Auslandsstudium und möglichen Alternativen, wenn sich deine Pläne ändern.
Tipp: Nutze die Beratungsangebote frühzeitig – oft bringt schon ein persönliches Gespräch mehr Klarheit.
Falls es während des Studiums finanzielle oder persönliche Engpässe gibt, wende dich frühzeitig an die zuständigen Stellen: Viele Hochschulen haben Sozialberatungen oder Notfallfonds für Studierende in finanzieller Not. In der Schweiz z.B. gibt es Stipendienfonds, in Österreich Studienbeihilfen – erkundige dich am Studienort nach solchen Angeboten. Auch psychologische Beratungsstellen für Studierende können helfen, wenn mal alles zu viel wird. Wichtig ist: Es gibt Support, du musst nicht alles alleine stemmen.
Alternative Wege: Fachhochschule, berufsbegleitend & Co.
Ein klassisches Vollzeit-Studium an der Uni ist nicht der einzige Weg zu einem Abschluss. Je nach Lerntyp und Lebenssituation können alternative Studienformen oder Bildungswege besser passen – oder zumindest als Inspiration dienen, wenn du dein Ziel erreichen willst, aber auf anderem Weg. Hier ein paar Alternativen:
Studium an einer Fachhochschule (FH): Fachhochschulen verbinden wissenschaftliche Lehre mit starkem Praxisbezug. Die Studiengänge (Bachelor/Master) sind oft anwendungsorientiert – Projekte mit Unternehmen, praxisnahe Semesterarbeiten und kleinere Klassen sind typisch. Wenn du gerne praktisch arbeitest oder einen konkreten Berufszweig (z.B. Technik, Wirtschaft, Soziales) anstrebst, könnte eine FH passen. Wichtig zu wissen: Die Zulassungsvoraussetzungen können von Unis abweichen.
Mit Matura hast du zwar grundsätzlich Zugang, aber teilweise verlangen FHs ein Vorpraktikum oder Berufserfahrung, bevor du startest. Informiere dich also früh, ob du z.B. ein Praxisjahr einplanen musst. Der Abschluss einer FH ist einem Uni-Abschluss gleichwertig; für manche Karrieren schätzen Arbeitgeber den FH-Abschluss wegen der Praxiserfahrung sogar besonders.
Berufsbegleitendes Studium: Du möchtest studieren, aber nicht auf ein Einkommen verzichten oder deine Karriere unterbrechen? Dann ist ein berufsbegleitendes Studium eine Option. Berufsbegleitend studieren bedeutet, dass du neben deinem Job studierst – Vorlesungen und Seminare finden abends, am Wochenende oder in Blockwochen statt. Diese Studienform erfordert gutes Zeitmanagement, bietet dir aber finanzielle Sicherheit und Praxiserfahrung während des Studiums. Viele Fachhochschulen und einige Universitäten in D/A/CH bieten berufsbegleitende Studiengänge an (häufig in den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Weiterbildung).
Vorteil: Du kannst Gelerntes sofort im Beruf anwenden und umgekehrt Berufserfahrung ins Studium einbringen. Nachteil: Freizeit wird zur Mangelware – aber mit Disziplin und Unterstützung des Arbeitgebers ist es machbar. Übrigens gibt es in Deutschland auch das Modell Duales Studium, bei dem Studium und Ausbildung im Betrieb fest verzahnt sind und du vom Unternehmen bezahlt wirst. Das kommt dem berufsbegleitenden Studium nahe, erfordert aber meist einen separaten Ausbildungsvertrag mit einer Firma.

Fernstudium (Online-Studium): Kein Campus in der Nähe? Volle Flexibilität gewünscht? Ein Fernstudium könnte die Lösung sein. Dabei studierst du überwiegend online von zu Hause aus. Du bekommst Studienunterlagen zugeschickt oder als E-Learning bereitgestellt und erarbeitest dir den Stoff im Selbststudium. Der Austausch mit Dozenten und Mitstudierenden läuft über Foren, E-Mail, Video-Chats – Präsenzphasen sind selten oder freiwillig. Prüfungen legt man oft dezentral ab, z.B. im Fernstudienzentrum per Videokonferenz oder gelegentlich vor Ort. Ein Fernstudium ist ideal für Leute, die aus beruflichen, geografischen oder gesundheitlichen Gründen nicht regelmäßig an einem Campus sein können.
Beispiele: Die FernUni Schweiz oder FernUniversität Hagen (DE) bieten staatlich anerkannte Studienabschlüsse per Fernstudium. Wichtig: Du brauchst viel Selbstdisziplin und Motivation, da der persönliche Druck durch den Campus wegfällt. Dafür kannst du dir die Zeit frei einteilen und auch neben Job oder Familie studieren, selbst wenn die nächste Hochschule weit entfernt ist.
Alternative Aus- & Weiterbildungen: Nicht jeder Karriereweg führt über ein Hochschulstudium. Je nach Berufswunsch könnten auch andere Bildungswege infrage kommen. Beispielsweise gibt es höhere Berufsbildungen (z.B. Diplom HF an Höheren Fachschulen) in Bereichen wie Tourismus, Technik, Gesundheit – diese sind praxisnäher und führen zu anerkannten Abschlüssen, allerdings nicht zu Uni-Graden. Oder vielleicht reizt dich eine verkürzte Lehre nach der Matura in einem bestimmten Berufsfeld? Mit Matura kannst du viele Lehrberufe in verkürzter Zeit absolvieren und so einen praktischen Berufsabschluss erlangen.
Auch ein Soziales Jahr, Sprachaufenthalt oder Praktikum im In- oder Ausland kann eine wertvolle Erfahrung und ein Sprungbrett sein, wenn du noch unschlüssig bist (siehe auch unsere Seiten Zwischenjahr und Freiwilligeneinsätze). Diese Wege geben dir Zeit, dich persönlich weiterzuentwickeln und Klarheit über deine nächsten Schritte zu gewinnen.
Zum Schluss: Dein Weg muss zu dir passen. Ob Uni oder FH, Vollzeit oder Teilzeit, sofort nach der Matura oder mit Zwischenstopp – es ist deine Entscheidung. Lass dich inspirieren von den vielen Möglichkeiten, aber vergleich dich nicht zu sehr mit anderen. Wenn du Beratung brauchst oder einfach jemanden zum Durchsprechen deiner Pläne – das Team vom aha sowie die Studien- und Berufsberatung (ABB) in FL sind für dich da. Viel Erfolg bei deiner Studienwahl und dem Start in diesen neuen Lebensabschnitt!
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