Was du wissen solltest
- Sucht bedeutet, dass du das Gefühl hast, etwas nicht mehr kontrollieren zu können.
- Sucht kann durch Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Cannabis entstehen – aber auch durch Verhaltensweisen wie Gaming, Social Media oder Glücksspiel.
- Nicht jeder Konsum führt automatisch zu einer Abhängigkeit.
- Sucht entwickelt sich oft schleichend und kann jede und jeden betreffen.
- Frühzeitig Hilfe zu holen, ist ein Zeichen von Stärke.
500 Milliarden US-Dollar
werden jährlich für illegale Drogen ausgegeben.
90 %
der Menschen sind in irgendeiner Weise süchtig.
7 bis 10 Jahre
weniger lang lebt ein durchschnittlicher Raucher im Vergleich zu einem Nichtraucher.
150 bis 200 Euro
gibt ein Heroinsüchtiger täglich zur Finanzierung seiner Sucht aus.
10 Menschen
werden in irgendeiner Weise durch die Sucht einer einzelnen Person in Mitleidenschaft gezogen.
90 %
der dreijährigen Kinder sitzen regelmässig vor dem Fernseher.
Wie entsteht eine Sucht?
Sucht entsteht selten von heute auf morgen. Oft beginnt alles harmlos – aus Neugier, Langeweile, Stress oder weil Freund:innen etwas ausprobieren. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn an die positiven Gefühle oder die Ablenkung. Es verlangt immer häufiger danach. Folgende Faktoren können das Risiko erhöhen:
- Stress oder Überforderung
- Einsamkeit oder Probleme im Alltag
- Gruppendruck
- Schlafmangel
- psychische Belastungen
- schwierige Lebenssituationen
- leichte Verfügbarkeit von Angeboten und Substanzen
Welche Auswirkungen kann eine Sucht haben?
Eine Sucht betrifft nicht nur den Moment, in dem du konsumierst oder einer Gewohnheit nachgehst. Mit der Zeit kann sie viele Bereiche deines Lebens beeinflussen – oft schleichend und zunächst unbemerkt. Welche Auswirkungen eine Sucht hat, hängt davon ab, um welche Art von Sucht es sich handelt und wie lange sie bereits besteht.
Auswirkungen auf die psychische Gesundheit
Sucht kann deine Gedanken und Gefühle stark beeinflussen.
Mögliche Folgen sind:
- ständige Gedanken an den Konsum oder das Verhalten
- Konzentrationsprobleme
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit und Nervosität
- Stress und innere Unruhe
- Angstgefühle
- depressive Verstimmungen
- geringeres Selbstwertgefühl
Viele Betroffene nutzen Suchtmittel oder bestimmte Verhaltensweisen, um schwierige Gefühle zu verdrängen. Langfristig werden die Probleme dadurch jedoch oft grösser.
Auswirkungen auf den Körper
Je nach Sucht können unterschiedliche körperliche Beschwerden auftreten. Dazu gehören zum Beispiel:
– Schlafprobleme und Müdigkeit
– Kopfschmerzen
– Erschöpfung
– Konzentrationsschwierigkeiten
– weniger Energie im Alltag
– Herz-Kreislauf-Probleme
– Atembeschwerden
– Gewichtsveränderungen
Auch digitale Süchte können körperliche Folgen haben – etwa durch Bewegungsmangel, schlechte Haltung oder zu wenig Schlaf.
Auswirkungen auf Freundschaften und Familie
Sucht kann Beziehungen belasten. Mögliche Folgen:
- Streit mit Freund:innen oder der Familie
- Rückzug und Einsamkeit
- Vertrauensverlust
- weniger gemeinsame Aktivitäten
- Konflikte in der Schule oder Ausbildung
Oft ziehen sich Betroffene zurück oder verheimlichen ihr Verhalten aus Angst vor Reaktionen anderer.
Auswirkungen auf Schule, Ausbildung und Freizeit
Wenn sich immer mehr Gedanken um den Konsum oder das Verhalten drehen, bleibt weniger Zeit und Energie für andere Dinge.
Das kann sich zeigen durch:
- schlechtere Noten
- fehlende Motivation
- Leistungsabfall
- Konzentrationsprobleme
- häufiges Zuspätkommen
- Vernachlässigung von Hobbys und Interessen
Aktivitäten, die früher Spass gemacht haben, geraten immer mehr in den Hintergrund.
Auswirkungen auf Geld und Alltag
Manche Süchte können teuer werden.
Zum Beispiel durch:
- In-Game-Käufe und Lootboxen
- Glücksspiel oder Sportwetten
- Vapes, Nikotinbeutel oder Alkohol
- Online-Shopping
Dadurch können Geldsorgen, Schulden oder Konflikte mit den Eltern entstehen.
Wichtig zu wissen
Nicht jede Person erlebt dieselben Folgen. Und nicht jede Gewohnheit ist automatisch eine Sucht. Wenn du merkst, dass dir etwas nicht mehr guttut oder du die Kontrolle verlierst, solltest du dir Unterstützung holen. Je früher du reagierst, desto leichter fällt es, etwas zu verändern. Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein mutiger erster Schritt.
Wichtig zu wissen
Nicht jede Person erlebt dieselben Folgen. Und nicht jede Gewohnheit ist automatisch eine Sucht. Wenn du merkst, dass dir etwas nicht mehr guttut oder du die Kontrolle verlierst, solltest du dir Unterstützung holen. Je früher du reagierst, desto leichter fällt es, etwas zu verändern. Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein mutiger erster Schritt.