Sustainable Development Goals

  • Die 17 Sustainable Development Goals, kurz SDG verbinden soziale, wirtschaftliche und ökologische Themen. 
  • Sie gelten für alle Staaten und sollen bis 2030 umgesetzt werden. 
  • Politik, Wirtschaft, Organisationen und Bevölkerung tragen gemeinsam Verantwortung. 

Was sind die Sustainable Development Goals? 

Sustainable Development Goals bedeutet auf Deutsch «Ziele für nachhaltige Entwicklung». Meist wird die Abkürzung SDGs verwendet. Die 17 Ziele bilden das Herzstück der Agenda 2030. Diese wurde im September 2015 von allen 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beschlossen. 

Die SDGs sollen dazu beitragen, Armut und Hunger zu bekämpfen, Ungleichheiten zu verringern, Frieden zu fördern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Sie gelten für alle Länder, unabhängig davon, wie gross oder wohlhabend sie sind.  

Was bedeutet nachhaltige Entwicklung? 

Nachhaltigkeit wird oft mit Klima- und Umweltschutz verbunden. Sie umfasst aber noch mehr. Nachhaltige Entwicklung berücksichtigt drei Bereiche: 

Soziales 

…zum Beispiel Gesundheit, Bildung und Gleichstellung 

Umwelt

…zum Beispiel Klimaschutz, sauberes Wasser und Artenvielfalt

Wirtschaft

…zum Beispiel faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktion

Alle drei Bereiche hängen zusammen. Eine wirtschaftliche Entwicklung ist zum Beispiel nicht nachhaltig, wenn Menschen unter gefährlichen Bedingungen arbeiten oder natürliche Ressourcen dauerhaft zerstört werden. Die SDGs sollen deshalb gemeinsam betrachtet werden. Fortschritte bei einem Ziel können auch andere Ziele unterstützen. Eine gute Bildung kann zum Beispiel die Gesundheit verbessern, Armut verringern und politische Beteiligung ermöglichen. 

Welche 17 Nachhaltigkeitsziele gibt es?

Hinter den 17 Zielen der Agenda 2030 stehen nochmal 169 Unterziele. Dazu gehören beispielsweise der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sichere Arbeitsbedingungen, gleiche Bildungschancen und der Schutz von Wäldern und Meeren.  

Die bekannten 17 Ziele sind: 

Was macht die SDG Allianz Liechtenstein? 

Die SDG Allianz Liechtenstein ist ein Netzwerk aus Organisationen, Vereinen und engagierten Einzelpersonen. Sie vertritt die Perspektive der Zivilgesellschaft. 

Die Allianz informiert über die Nachhaltigkeitsziele, vernetzt Fachpersonen und Organisationen und macht Projekte aus Liechtenstein sichtbar. Sie bietet ausserdem eine Anlaufstelle für Politik, Wirtschaft und Organisationen, die sich mit nachhaltiger Entwicklung beschäftigen.

Montagsmail

Wer regelmässig über Nachhaltigkeitsthemen & was in Liechtenstein dazu läuft, informiert werden möchte, kann das

Montagsmail der SDG Allianz Liechtenstein abbonieren.

Der Newsletter erscheint alle zwei Wochen. Er informiert über Veranstaltungen aus der Region, Entwicklungen rund um die SDGs und Neuigkeiten aus dem Netzwerk.

Was kannst du selbst zu den SDGs beitragen?

Die Verantwortung für die Umsetzung Nachhaltigkeitsziele liegt nicht allein bei einzelnen Menschen. Politik, Unternehmen und öffentliche Stellen müssen geeignete Regeln und Rahmenbedingungen schaffen. Trotzdem kannst du in deinem Umfeld etwas bewegen. 

Nachhaltig Konsumieren 
  • Kaufe nur Dinge, die du wirklich brauchst.
  • Nutze Kleidung, Elektronik und andere Produkte möglichst lange.
  • Prüfe vor einem Neukauf, ob du etwas reparieren, ausleihen, tauschen oder gebraucht kaufen kannst.
  • Achte auf langlebige Produkte und vermeide unnötige Einwegartikel.
  • Teile selten genutzte Gegenstände mit Freund*innen, Nachbar*innen oder Familienmitgliedern.
  • Plane deine Einkäufe und Mahlzeiten, damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden.
  • Verwende Reste für neue Gerichte oder friere sie rechtzeitig ein.
  • Informiere dich darüber, wie und wo Produkte hergestellt werden.
  • Bevorzuge, wenn möglich, regionale, saisonale und fair produzierte Angebote.
  • Hinterfrage Werbung und spontane Kaufimpulse. Eine kurze Wartezeit hilft dir zu entscheiden, ob du etwas wirklich brauchst.
Dich für andere einsetzen
  • Sprich dich gegen Diskriminierung, Mobbing und Ausgrenzung aus.
  • Unterstütze Menschen, die unfair behandelt werden.
  • Höre unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven aufmerksam zu.
  • Verwende eine respektvolle und inklusive Sprache.
  • Teile diskriminierende oder verletzende Inhalte nicht weiter.
  • Melde Hasskommentare und problematische Inhalte auf Online-Plattformen.
  • Frage betroffene Personen, welche Unterstützung sie sich wünschen.
  • Engagiere dich in einem Verein, Jugendprojekt oder einer freiwilligen Organisation.
  • Unterstütze soziale Aktionen, Sammlungen oder Nachbarschaftsprojekte.
  • Informiere dich über Menschenrechte und über Möglichkeiten, dich gegen Ungleichheit einzusetzen.
Klimafreundlicher unterwegs sein
  • Sprich dich gegen Diskriminierung, Mobbing und Ausgrenzung aus.
  • Unterstütze Menschen, die unfair behandelt werden.
  • Höre unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven aufmerksam zu.
  • Verwende eine respektvolle und inklusive Sprache.
  • Teile diskriminierende oder verletzende Inhalte nicht weiter.
  • Melde Hasskommentare und problematische Inhalte auf Online-Plattformen.
  • Frage betroffene Personen, welche Unterstützung sie sich wünschen.
  • Engagiere dich in einem Verein, Jugendprojekt oder einer freiwilligen Organisation.
  • Unterstütze soziale Aktionen, Sammlungen oder Nachbarschaftsprojekte.
  • Informiere dich über Menschenrechte und über Möglichkeiten, dich gegen Ungleichheit einzusetzen.
Energie und Ressourcen sparen
  • Schalte Licht und elektronische Geräte aus, wenn du sie nicht brauchst.
  • Vermeide den Stand-by-Modus und ziehe Ladegeräte nach dem Aufladen aus der Steckdose.
  • Heize Räume nicht stärker als nötig und lüfte kurz, aber gründlich.
  • Wasche Kleidung nur, wenn es notwendig ist, und möglichst bei niedrigen Temperaturen.
  • Dusche etwas kürzer und lasse Wasser nicht unnötig laufen.
  • Trenne Abfälle richtig und bringe Batterien sowie elektronische Geräte zu passenden Sammelstellen.
  • Verwende Trinkflaschen, Brotdosen und Taschen mehrfach.
  • Drucke Dokumente nur aus, wenn du sie wirklich auf Papier brauchst.
Ein eigenes Projekt starten
  • Überlege zuerst, welches Thema dir wichtig ist.
  • Beschreibe das Problem, das du mit deinem Projekt lösen möchtest.
  • Lege fest, wen du erreichen willst und was sich durch dein Projekt verändern soll.
  • Formuliere wenige, klare und realistische Ziele.
  • Suche Personen, Vereine, Gemeinden oder Organisationen, die dich unterstützen können.
  • Verteile Aufgaben, wenn ihr als Gruppe arbeitet.
  • Erstelle einen einfachen Zeitplan und notiere wichtige Termine.
  • Überlege, welche Materialien, Räume und finanziellen Mittel du brauchst.
  • Informiere dich über Förderungen, Wettbewerbe und kostenlose Unterstützungsangebote.
  • Beginne mit einem kleinen, umsetzbaren Schritt und entwickle dein Projekt danach weiter.
  • Prüfe am Ende, was gut funktioniert hat und was du beim nächsten Mal verbessern möchtest.

Das aha unterstützt dich bei der Planung, der Suche nach Förderungen und der Umsetzung von Jugendprojekten.

Dich politisch beteiligen
  • Informiere dich über Entscheidungen in deiner Gemeinde und im Land.
  • Vergleiche Informationen aus verschiedenen verlässlichen Quellen.
  • Nutze Wahlen und Abstimmungen, sobald du stimmberechtigt bist.
  • Informiere dich über Parteien, Kandidat*innen und politische Themen.
  • Nimm an Jugendbeteiligungsprojekten, Jugendforen oder öffentlichen Veranstaltungen teil.
  • Unterstütze Petitionen, wenn du hinter ihrem Anliegen stehst.
  • Bringe eigene Vorschläge bei Gemeinden, Schulen oder Jugendorganisationen ein.
  • Schreibe verantwortlichen Personen eine Nachricht oder bitte um ein Gespräch.
  • Beteilige dich an öffentlichen Diskussionen und bleibe dabei respektvoll.
  • Gründe gemeinsam mit anderen eine Initiative, wenn ein wichtiges Anliegen bisher zu wenig beachtet wird.
Wissen teilen und andere motivieren
  • Sprich mit Freund*innen und Familienmitgliedern über nachhaltige Möglichkeiten.
  • Teile hilfreiche Informationen, ohne anderen Vorwürfe zu machen.
  • Zeige durch dein eigenes Verhalten, welche Veränderungen im Alltag möglich sind.
  • Tausche Tipps, Gegenstände und Erfahrungen mit anderen aus.
  • Unterstütze Aktionen an deiner Schule, in deinem Betrieb oder in deiner Gemeinde.
  • Feiere kleine Fortschritte. Nachhaltige Veränderung entsteht oft durch viele einzelne Schritte und gemeinsames Handeln.
Nachhaltig reisen
  • Wähle Reiseziele, die du gut mit Zug, Bus oder Fahrrad erreichen kannst.
  • Nutze für längere Strecken möglichst öffentliche Verkehrsmittel statt Flugzeug oder Auto.
  • Plane deine Reise frühzeitig. So findest du oft günstigere Zugverbindungen und passende Unterkünfte.
  • Bleibe lieber länger an einem Ort, statt viele kurze Reisen zu machen.
  • Entdecke Ziele in deiner Region und vermeide unnötig weite Anreisen.
  • Achte bei Unterkünften auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie, Wasser und Abfall.
  • Unterstütze lokale Restaurants, Geschäfte und Anbieter*innen.
  • Nimm eine wiederverwendbare Trinkflasche, Brotdose und Tasche mit.
  • Respektiere Natur, Tiere und Schutzgebiete. Bleibe auf markierten Wegen und nimm deinen Abfall wieder mit.
  • Informiere dich über die Kultur und Regeln vor Ort.
  • Vermeide Angebote, bei denen Tiere ausgebeutet oder natürliche Lebensräume beschädigt werden.
  • Prüfe vor der Buchung, welche Verkehrsmittel und Aktivitäten bereits im Preis enthalten sind.
  • Reise mit leichtem Gepäck. Das macht deine Reise einfacher und kann den Energieverbrauch senken.
  • Wenn eine klimafreundliche Anreise nicht möglich ist, überlege, ob du seltener, dafür länger reisen kannst.

Wie trägt das aha zu den SDGs bei? 

Das aha ist Mitglied der SDG Allianz Liechtenstein. Seine Arbeit ist auf der Website der Allianz fünf Nachhaltigkeitszielen zugeordnet:

Ziel 4: Hochwertige Bildung 

Workshops in Schulen, Orientierungstage, Nachhilfebörse, Erasmus+ Projekt „KlimaLab“, Podcast-Projekte wie „Landtagswahlen“.

Ziel 5: Geschlechtergleichheit 

Programm „jubel“, Kampagnen im Rahemn von „Kein Platz für Sexismus“, Social Media Aktionen (Pride Month, Equal pay Day…)

Ziel 8: menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 

Jobbörse und WhatsApp-Job-Alert, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), BerufsCHECKwoche.

Ziel 10: weniger Ungleichheiten 

Internationale Camps und Jugendbegegnungen, Friedensprojekt „Rebuilding Peace“, Sprachencafé, inklusive Workshops.

Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele 

Lokale, regionale und internationale Partnerschaften wie Kinderlobby, ERYICA, EURODESK, IBK, Platform Netzwerk, Zusammenarbeit im Rahmen der EU-Programme.

Das aha informiert über jugendrelevante Themen und unterstützt junge Menschen bei der Umsetzung eigener Ideen. Es organisiert nationale, regionale und internationale Begegnungen und informiert über Fördermöglichkeiten. 

Ausserdem begleitet das aha Jugendliche und Jugendorganisationen bei Projekten im Rahmen von Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps, kurz ESK. Dazu gehören Projektberatung, Coaching und Unterstützung bei Anträgen.

Das aha informiert über jugendrelevante Themen, unterstützt junge Menschen bei der Umsetzung eigener Ideen und organisiert nationale, regionale und internationale Begegnungen. Ausserdem berät es zu Fördermöglichkeiten und begleitet Jugendliche sowie Jugendorganisationen bei Projekten im Rahmen von Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps, kurz ESK. Dazu gehören Projektberatung, Coaching und Unterstützung bei Anträgen.  

Häufige Fragen

Sind die SDGs Gesetze? 

Nein. Die SDGs sind gemeinsame politische Ziele. Die Staaten entscheiden selbst, mit welchen Gesetzen, Strategien und Projekten sie diese umsetzen. 

Wie weit ist die Welt bei der Umsetzung? 

Seit 2015 wurden in verschiedenen Bereichen Fortschritte erreicht. Mehr Menschen haben Zugang zu Strom, Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und zum Internet. Auch bei der Bekämpfung bestimmter Krankheiten und bei der Kindersterblichkeit gab es Verbesserungen. 

Die bisherigen Fortschritte reichen aber nicht aus. Laut dem Nachhaltigkeitsbericht der UNO von 2026 sind 36 Prozent der messbaren Zielvorgaben auf Kurs oder entwickeln sich zumindest in die richtige Richtung. 49 Prozent kommen zu langsam voran. Bei 15 Prozent hat sich die Situation seit 2015 verschlechtert. 

Damit bleiben nur noch wenige Jahre, um die Umsetzung bis 2030 deutlich zu beschleunigen. Dafür braucht es politische Entscheidungen, Investitionen, internationale Zusammenarbeit und Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. 

Geht es bei den SDGs nur um Klima- und Umweltschutz? 

Nein. Die Ziele behandeln auch Gesundheit, Bildung, Armut, Arbeit, Frieden, Gleichstellung und gesellschaftliche Beteiligung. 

Können die SDGs bis 2030 noch erreicht werden? 

Bei vielen Zielen reichen die bisherigen Fortschritte nicht aus. Trotzdem zeigen erfolgreiche Beispiele, dass Verbesserungen möglich sind. Dafür müssen Staaten und andere Beteiligte schneller und entschlossener handeln.  

Kann eine einzelne Person die Ziele erreichen? 

Nein. Eine einzelne Person kann die SDGs nicht allein umsetzen. Persönliches Engagement kann aber Projekte unterstützen, andere motivieren und Veränderungen in Politik und Wirtschaft anstossen. 

Was bedeutet «Globaler Süden»? 

Der Begriff «Globaler Süden» beschreibt Länder, die im weltweiten Vergleich oft weniger wirtschaftlichen und politischen Einfluss haben. Viele dieser Länder wurden durch Kolonialismus, ungerechte Handelsbeziehungen und globale Machtunterschiede benachteiligt. 

Der Begriff ist nicht rein geografisch gemeint. Nicht alle Länder auf der Südhalbkugel gehören zum Globalen Süden, und nicht alle Länder des Globalen Südens liegen dort.

Gelten die SDGs nur für Länder im Globalen Süden? 

Nein. Die SDGs gelten für alle Länder. Auch wohlhabende Staaten wie Liechtenstein tragen Verantwortung, zum Beispiel beim Klimaschutz, bei fairem Konsum, bei Gleichstellung und bei internationaler Zusammenarbeit.  

Wie sind die Nachhaltigkeitsziele entstanden? 

Die SDGs sind das Ergebnis einer langen internationalen Zusammenarbeit. 

Bei der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wurde 1992 ein weltweiter Aktionsplan für eine nachhaltige Entwicklung beschlossen. 

Im Jahr 2000 folgten die acht Millenniumsentwicklungsziele. Sie beschäftigten sich vor allem mit Armut, Hunger, Bildung und Gesundheit. Die Ziele richteten sich stark auf Länder des Globalen Südens und wurden bis 2015 nicht vollständig erreicht. 

Die SDGs bauen auf diesen Erfahrungen auf. Seit 2015 gelten die Nachhaltigkeitsziele für alle Staaten. Sie verbinden soziale, ökologische und wirtschaftliche Fragen in einem gemeinsamen Plan. 

Mirjam Schiffer

Mirjam Schiffer

Koordinatorin Jugendinfo, Projekte


Bei Fragen kannst du dich jederzeit bei unserer Mitarbeitenden melden.

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