Nachhaltigkeit lässt sich besonders gut verstehen, wenn sie praktisch erlebbar wird. Schulklassen können Lebensräume erforschen, Gemüse anbauen, Landwirtschaft kennenlernen, erneuerbare Energien entdecken oder eigene Klimaprojekte umsetzen. Die Angebote verbinden Wissen mit konkreten Erfahrungen und zeigen, wie das eigene Handeln Umwelt und Klima beeinflusst.
Angebote in Liechtenstein
supergut macht Biodiversität mit Workshops, Schulprojekten und Veranstaltungen erlebbar. Im Mittelpunkt steht die biologische Vielfalt und die Frage, wie Menschen natürliche Lebensräume kennenlernen, verstehen und schützen können.
supergut LABS
Die supergut LABS richten sich aktuell an Lehrkräfte und Schulklassen des Zyklus 2 in Liechtenstein. Das kostenlose Angebot ist lehrplankonform und kann als Projekttag oder im Rahmen einer Themenwoche in den Unterricht integriert werden.
Das mobile Umweltbildungslabor kommt direkt auf das Schulareal oder in einen nahegelegenen Lebensraum. Die Schüler*innen erkunden und dokumentieren die biologische Vielfalt und reflektieren ihre Beobachtungen gemeinsam mit den Coaches. Im Modul «Biodiversität auf dem Schulareal» untersuchen die Klassen ihr eigenes Schulgelände. Sie lernen ökologische Zusammenhänge kennen und entwickeln Ideen, wie die Umgebung der Schule naturnäher und biodiverser gestaltet werden kann.
supergut CAMP
Das supergut CAMP in Triesen ist ein Lernort rund um Biodiversität. Dort finden Workshops, Schulprojekte, Quizabende, Live Podcasts und weitere Veranstaltungen statt, die Natur und Umweltbildung miteinander verbinden.
Das CAMP kann ausserdem für Veranstaltungen genutzt werden, bei denen biologische Vielfalt und Natur im Mittelpunkt stehen. Anfragen sind über camp@supergut.li möglich.
supergutAckerschaft bietet Bildungsprogramme, bei denen Kinder und Jugendliche Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Nachhaltigkeit praktisch kennenlernen.
GemüseAckerdemie
In der GemüseAckerdemie bewirtschaften Schüler*innen gemeinsam mit ihren Lehrkräften eine eigene Ackerfläche. Sie pflanzen, pflegen und ernten Gemüse und erfahren unmittelbar, wo Lebensmittel herkommen.
Das ganzjährige Bildungsprogramm verbindet praktische Arbeit mit Unterrichtsmaterialien und Fortbildungen für Pädagog*innen. Ziel ist es, Wissen über Lebensmittelproduktion, Natur und nachhaltige Ernährung aufzubauen und Lebensmittelverschwendung bewusster wahrzunehmen.
Das Ackerjahr gliedert sich in Vorbereitung, die AckerSaison von April bis Oktober und eine anschliessende Phase zur Reflexion und Vertiefung.
SchualHof
SchualHof ermöglicht Schulklassen Besuche auf landwirtschaftlichen Betrieben in Liechtenstein. Kinder erleben Landwirtschaft direkt auf dem Hof, auf dem Feld und bei den Tieren.
Das Angebot richtet sich vor allem an Schulklassen des Zyklus 1 und 2. Die konkreten Themen unterscheiden sich je nach Hof und Jahreszeit und werden gemeinsam mit dem Betrieb geplant. 2026 werden halb- und ganztägige SchualHofbesuche durch das Schulamt und die Stiftung Lebenswertes Liechtenstein unterstützt. Für die Schulklasse entstehen dadurch abgesehen von möglichen Anreisekosten keine Kosten.
AckerschaftDer Liechtensteinische Entwicklungsdienst, LED, bietet Bildungsarbeit für weiterführende Schulen in Liechtenstein an. Mitarbeitende besuchen Schulklassen und geben Einblick in konkrete Projekte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.
Dabei erfahren Jugendliche, wie Entwicklungsprojekte entstehen und umgesetzt werden. Gleichzeitig setzen sie sich mit globalen Zusammenhängen, sozialer Ungleichheit und nachhaltiger Entwicklung auseinander.
Lehrkräfte, die Interesse an einem Schulbesuch oder einer Präsentation haben, können sich an Julia Heeb vom LED wenden.
Liechtensteinischer Entwicklungsdienst, LEDDer Abwasserzweckverband Liechtenstein bietet Führungen durch die Abwasserreinigungsanlage in Bendern an.
Bei der rund zweistündigen Besichtigung erfahren Gruppen, wie Abwasser gereinigt wird und welche Prozesse dafür notwendig sind. Das Programm besteht aus einem Film und einem geführten Rundgang durch die Anlage.
ARA BendernDer Energiepark Grischa in Chur macht erneuerbare Energie anschaulich und interaktiv erlebbar.
Schulklassen und andere Besucher*innen erfahren an Erlebnisstationen, wie aus Biomasse, Sonne, Wasser und Wind Energie entsteht. Digitale Anwendungen und Augmented Reality machen auch Prozesse sichtbar, die im Alltag normalerweise verborgen bleiben.
Der Energiepark ist täglich zugänglich und eignet sich für Schulklassen, Familien, Studierende und weitere interessierte Gruppen. Die Erlebnisstationen sind rollstuhlgängig und berücksichtigen unterschiedliche visuelle, auditive und kognitive Zugänge.
Energiepark Grischazukunftsschlau ist ein Klimabildungsprogramm von myclimate für Schüler*innen der 3. bis 9. Klasse.
Über rund sechs Wochen beschäftigen sich die Klassen mit Konsum, Ernährung, Klima und eigenen Nachhaltigkeitsprojekten. Zum Programm gehören zwei begleitete Workshops und eine projektartige Klassenaufgabe.
Die Schüler*innen entwickeln konkrete Ideen für ihren Schulalltag, beispielsweise eine Tauschaktion, eine klimafreundliche Znüni Aktion oder Massnahmen für mehr Biodiversität auf dem Schulgelände. Dadurch lernen sie nicht nur Zusammenhänge kennen, sondern setzen eigene Klimaschutzideen praktisch um.
Für Lehrkräfteteams bietet myclimate zusätzlich Weiterbildungen an. Das Programm unterstützt Schulen dabei, Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und die Sustainable Development Goals in den Unterricht zu integrieren.
zukunftsschlauDer WWF Ostschweiz bietet Erlebnisbesuche für Kindergarten und Schulklassen aus Liechtenstein sowie aus Teilen der Ostschweiz an. Die Angebote verbinden Umweltwissen mit Anschauungsmaterial, praktischen Aktivitäten und unmittelbaren Naturerfahrungen.
Erlebnisbesuche im Schulzimmer
Die Erlebnisbesuche im Schulzimmer dauern in der Regel drei Lektionen und werden von erfahrenen Fachpersonen durchgeführt. Kinder lernen Tiere, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge spielerisch und mit verschiedenen Sinnen kennen. Zur Auswahl stehen unter anderem Themen wie Jaguar und Regenwald, Elefanten, Bartgeier, Biber, Fledermäuse, Alpenbewohner, Igel, Meeresschildkröten, Wale und Delfine sowie Wildbienen und Biodiversität. Auch Klima und nachhaltiger Konsum werden aufgegriffen, zum Beispiel beim Angebot «Konsum, Klimaschutz durch bewusste Ernährung».
Erlebnisbesuche im Freien
Zusätzlich bietet der WWF verschiedene Naturerlebnisse ausserhalb des Schulzimmers an. Diese dauern in der Regel einen halben Tag. Schulklassen können beispielsweise Bibern auf die Spur kommen, Kleintiere auf dem Pausenplatz untersuchen, den Wald entdecken oder erforschen, wie Tiere den Winter überstehen. Dabei stehen eigenes Beobachten, Entdecken und Erleben im Mittelpunkt.
Die WWF Erlebnisbesuche können direkt für Schulklassen gebucht werden.
WWF ErlebnisbesucheNicht das Richtige dabei?
Vielleicht wirst du bei unseren aha-Workshops fündig: Kostenlose Workshops für Klassen und Jugendgruppen zu Themen wie Medienkompetenz, KI, Toleranz und Gesundheit. Interaktiv, praxisnah und auf verschiedene Schulstufen abgestimmt.
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