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Arbeiten während der Corona Krise


Der Ausbruch des Coronavirus sorgte für viele Sicherheitsmassnahmen und Schliessungen von öffentlichen Einrichtungen. Die Wirtschaft litt sehr darunter und dies sorgte für viele Kündigungen und sogenannte Kurzarbeit. Doch was bedeutet das genau? Wir haben dir einige wichtige Informationen zum Thema Arbeit hier zusammengestellt.
 


aha-Reporterin Lilien Kajtazaj

aha@aha.li

 

Arbeitsrechtliche Fragen

Muss ich trotz der Ansteckungsgefahr zur Arbeit gehen? Darf ich auch von zuhause arbeiten?

In Liechtenstein gilt grundsätzlich, dass Arbeitnehmer ohne behördliche Anordnung verpflichtet sind, zur Arbeit zu kommen. Ein gesetzlicher Anspruch, von zu Hause aus zu arbeiten, besteht nicht. Allerdings können Arbeitnehmer eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber schliessen. Die Priorität des Arbeitgebers besteht darin, für die Gesundheit der Arbeitnehmer zu sorgen. Arbeitnehmer können sich jedoch wehren, falls keine Massnahmen den Umständen entsprechend gefällt werden. Dies gilt insbesondere für gefährdete Personen (Personen über 65 Jahre, Personen mit hohem Blutdruck, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, usw.). Bei solchen Umständen und der Ansteckungsgefahr ist die Arbeit im Homeoffice in Interesse von Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer

Darf ich zu Hause bleiben, wenn ich den Verdacht habe, dass ich mich mit dem COVID-19 angesteckt habe? Was passiert mit meinem Lohn?

Bei einem COVID-19 Verdacht wird empfohlen, zu Hause zu bleiben. Grundsätzlich gibt es jedoch keine Pflicht, dem Arbeitgeber oder den Kollegen die ärztliche Diagnose offenzulegen. Dies wird jedoch sehr empfohlen, da diese auch angesteckt sein könnten. Die Meldepflicht beim öffentlichen Amt gilt für Verdachtsfälle und für tatsächliche Erkrankungsfälle. Der Lohn ist für die Dauer der krankheitsbedingten Abwesenheit fortzuzahlen.

Kurzarbeit

Überall in den Medien liest und hört man aktuell das Thema Kurzarbeit. Von Kurzarbeit spricht man, wenn der Betrieb die Arbeitszeit auf eine bestimmte Zeit herabsetzt und somit keine Mitarbeitenden kündigen muss. Weitere Infos zum Thema Kurzarbeit in Liechtenstein findest du hier.

Als Lehrling und Schüler

Bei schulischen Fragen gilt grundsätzlich, dass alle Lehrpersonen per E-Mail erreichbar sind.

Arbeitslos wegen COVID-19

Wenn man seine Arbeit verliert, sollte man sich so schnell wie möglich beim Arbeitsmarkt Service AMS persönlich melden. Die Arbeitslosenversicherung ALV ist eine Leistung des AMS und kann helfen, finanziell stabil zu bleiben.

 

 

Quellen:

https://www.scheiber.law/

Lehre im Handwerk


Den Handwerksfirmen fehlt der Nachwuchs. Viele Schulabgänger verbinden mit einer Tätigkeit am Schreibtisch oft bessere Karrierechancen. Viele Jugendliche entscheiden sich lieber für eine Büro- statt einer Handwerkslehre. Dabei gibt es gute Gründe, sich für einen Handwerksberuf zu entscheiden.


aha-Reporterin Hannah Harrer

aha@aha.li

Anfang September wurden die freien Lehrstellen in Liechtenstein und der Schweiz veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt bewerben sich die Schüler im 9. Schuljahr für eine Lehrstelle. Viele Jugendliche sehen bei einer Tätigkeit am Schreibtisch grössere Karrierechancen und lassen sich deshalb kaufmännisch ausbilden anstatt praktisch zu arbeiten.
Zudem herrscht ein gesellschaftlicher Druck, Matura zu machen und ein Studium abzuschliessen und es gibt Eltern, die auf Grund des sozialen Status ihre Kinder drängen, eine akademische Ausbildung zu absolvieren.

Doch was sind die Beweggründe der Jugendlichen und wie beschreiben Auszubildende einer Handwerkslehre ihren Alltag? Bei einer Umfrage bei der „next-step“ hörte die aha-Reporterin viele Argumente für eine handwerkliche Ausbildung. Man bewegt sich, ist draussen in der freien Natur, oder kreiert mit seinen Händen etwas. Die Tätigkeiten sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich, manchmal sogar jahreszeitabhängig. Und es sei ein super Gefühl, wenn am Ende des Tages etwas geschaffen wurde.
Handwerk bedeutet aber auch, dass auch die Hände schmutzig werden. Schliesslich arbeitet eben nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit den Händen. Frühaufstehen und die körperliche Anstrengung erfordern viel Motivation. Oft ist der Lohn niedriger als bei einer Bürolehre.

Lehre im Handwerk ist keine Sackgasse.

Den befragten Auszubildenden gefällt aber der abwechslungsreiche Handwerksalltag und das Schaffen mit den Händen. Sie möchten dies nicht eintauschen. „Die Lehre ist auch keine Sackgasse. Es stehen einem alle Wege offen, um sich weiterzuentwickeln“, betont Ivan Schurte von „100pro!“, einer Initiative der Wirtschaftskammer. Dennoch müssen die handwerklichen Betriebe viel tun, um Interessierten ihre Branche schmackhaft zu machen.

«Ich bin draussen in der Natur. Je nach Jahreszeit gibt es ganz verschiedene Aufgaben.» Vivien Ender

«Meine Lehre ist sehr abwechslungsreich, man kann immer wieder verschiedene Aufgaben übernehmen.» Maximilian Matt

«Mir gefällt das Schaffen mit Holz. Die Arbeit ist sehr vielfältig.» Ferdinand Frick

«Man muss früh aufstehen und wird auch mal schmutzig. Da ist Motivation gefragt.» Adscheien Gopalasingam

«Es ist körperlich oft sehr anstrengend. Man ist bei jedem Wetter draussen.» Fabian Kaiser

 

 

 

Tipps für die Berufswahl

Die Online-Plattform mychoice.info stellt sehr viele Berufe vor und bietet spannende Möglichkeiten, sich mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen.
Berufs-und Bildungstage wie «next-step» bieten jungen Menschen die Möglichkeit, Berufe näher kennenzulernen und reinzuschnuppern. So konnten sich die Besucher vor Ort ein Bild über die diversen Berufe machen und sich mit Vertretern der Berufsbranche austauschen. Das Wichtigste bei der Berufswahl ist schliesslich, eine Arbeit zu finden, die nicht nur gute Verdienstmöglichkeiten verspricht, sondern auch eine persönliche Erfüllung mit sich bringt.

In Zusammenarbeit mit „aha – Tipps & Infos für junge Leute“ veröffentlicht die „Liewo“ regelmässig Artikel von jungen Redakteuren. Jugendliche, die gerne Beiträge verfassen möchten, dürfen sich an aha@aha.li wenden.

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