fbpx Zum Inhalt springen

Ernährung während dem Zyklus


Viele Mädchen und Frauen sind während ihrem Zyklus von Menstruationsbeschwerden und Prämenstruelles Syndrom (kurz PMS) betroffen. Den meisten ist jedoch nicht bewusst, dass die Ernährung einen grossen Einfluss darauf haben kann.

aha-Jugendreporterin Noemi

Zyklus-Unterteilung in vier Phasen

  1. Ein neuer Zyklus beginnt mit dem Einsetzen der Periode. Der Hormonspiegel ist sehr niedrig und man hat meist wenig Energie.
  2. Die zweite Phase wird Folikelphase genannt. In diesem Teil des Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut neu aufgebaut. Der Östrogenspiegel steigt in dieser Zeit. Das Wohlbefinden wird langsam wieder positiver.
  3. In der Ovulationsphase findet der Eisprung statt. Damit ein Eisprung stattfinden kann, muss der Östrogenanstieg die Produktion des Hormons LH (luteinisierende Hormon) anregen. Zu diesem Zeitpunkt ist man meist energiegeladen und gut gelaunt.
  4. Der Zyklus endet mit der Lutealphase. In der Lutealphase bereitet sich der Körper auf eine mögliche Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Jetzt produziert der Körper sehr viel mehr Progesteron als üblich. Wenn keine Eizelle befruchtet wurde, sinkt der Hormonspiegel und schlechte Laune oder Stimmungsschwankungen können wieder auftreten.

Hormonelle Verhütung

Wenn hormonell verhütet wird (z.B. Pille, Stäbchen) sind die Zyklusphasen nicht so stark ausgeprägt und die Beschwerden sind teilweise geringer. Trotz hormoneller Verhütung macht es jedoch Sinn, die Ernährung seinem Zyklus anzupassen.

Die ideale Ernährung in der Menstruationsphase

Da der Körper die Gebärmutterschleimhaut abbaut und durch die Blutung viele Nährstoffe ausscheidet, ist es sehr wichtig, dass diese auch wieder aufgenommen werden. Ein Beispiel dafür ist Eisen, welches über Samen, Nüsse, Vollkorn, Kerne und Fleisch (wird nicht empfohlen) aufgenommen wird. Sehr eisenhaltige Gemüsesorten sind Fenchel, Rucola, Rote Bete, Spinat und Brokkoli. Um die Eisenaufnahme zu erhöhen, können Säuren wie Vitamin C, Milchsäure oder Fruchtsäure helfen.

Um die Leber bei der Verarbeitung der Hormone zu unterstützen, kann Vitamin A helfen. Das finden wir vor allem in Kürbis, Grünkohl, Tomaten, Spinat oder Aprikosen.

Magnesium wirkt unterstützend bei Unterleibskrämpfen. In Hülsenfrüchten, Haferflocken und Nüssen finden wir Magnesium. Um Krämpfe vorzubeugen, sollte schon in der 4. Zyklusphase (Lutealphase) mit der Magnesiumzufuhr begonnen werden.

Die ideale Ernährung in der Folikelphase (Phase 2)

Der Körper braucht Energie, um die Gebärmutterschleimhaut neu aufzubauen. Dabei helfen Proteine, die wir aus Hülsenfrüchten und Getreide aufnehmen können. Proteine können auch über tierische Produkte aufgenommen, davon wird in der Zyklusernährung jedoch abgeraten.

Um die Verarbeitung der Hormone in dieser Phase zu stärken, helfen probiotische und fermentierte Lebensmittel. Beispiele dafür sind Kimchi, gekeimte Sprossen, Sauerkraut und Kombucha.

Die ideale Ernährung in der Ovulationsphase (Phase 3)

In der 3. Zyklusphase braucht der Körper viele Antioxidantien, Ballaststoffe und Calcium. Man sollte viele verschiedene Gemüse- und Obstsorten sowie Nüsse zu sich nehmen. Es wird abgeraten in dieser Zeit viel tierische Produkte zu konsumieren. Die energievolle Zeit kann besetzten für einen Spaziergang in die Natur genutzt werden.

Die ideale Ernährung in der Lutealphase (Phase 4)

In der vierten Phase fühlt man sich meist nicht sehr gut, daher sollten viele B-Vitamine eingenommen werden. Als Vorbereitung für die Menstruation sollte ausserdem genügend Magnesium auf dem Menüplan stehen. Omega-3-Fettsäuren sind in dieser Zeit auch sehr wichtig. Die Symptome von PMS können reduziert werden, indem vermehrt Calcium eingenommen wird.

Nicht empfehlenswerte Lebensmittel

  • Tierische Produkte
  • Koffein
  • Alkohol
  • Salz
  • Weisser Zucker
  • Weissmehl

Allgemeine Tipps

Bei allem gehen wir natürlich auf die individuellen Bedürfnisse unseres Körpers ein und ihm nichts vorbehalten, das er gerade braucht. Alternative Hilfsmittel bei Beschwerden sind Teesorten (Frauenkräuter wie Frauenmantel, Schafgarbe, Kamille), genügend Wärme durch Kirschsteinkissen, Wärmeflasche oder ein warmes Bad. Bei manchen Frauen hilft auch Sport gegen Schmerzen – hier einfach individuell schauen, nach was dir der Sinn steht. Um die Laune zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu erhöhen, ist ein Spaziergang in der Natur immer sehr zu empfehlen, denn die Natur erdet uns und bringt Ruhe in unser Nervensystem.

Weitere hilfreiche Links

Quellen