Im November 2018 wurden im Schaaner SAL zum 14. Mal die besten Jugendprojekte der Region gekürt. Mit dem Politikvermittlungsprojekt «jubel Backstage» ging der Sieg einmal mehr an Liechtenstein.
Viel tut sich im Bereich der Jugendarbeit und Jugendpartizipation. Nachdem kürzlich sieben spannende Liechtensteinische Projekte in Gamprin gewürdigt worden waren, massen sich die drei Siegerprojekte vergangenen Samstag in Schaan noch einmal mit den besten aus dem Kanton St. Gallen und Vorarlberg. In einem haarscharfen Rennen konnte sich das Projekt «Jubel Backstage» schliesslich gegen ein beeindruckendes Fantasyfilm-Projekt und ein Kunstvermittlungsprojekt aus der Schweiz behaupten.
Jubel Backstage: Politik hautnah Mit dem Siegerprojekt wollen Jugendliche aus den Reihen der «Jugendbeteiligung Liechtenstein» (kurz jubel) ihren Altersgenossen Politik vermitteln. In Video-Interviews haben sich Regierungsmitglieder und Jugendschützerin Jennifer Rheinberger ihren Fragen gestellt. Vom Tagesablauf von Regierungsmitgliedern bis hin zu Detailfragen wie etwa der Legalisierung von Cannabis haben «Jubel Backstag» damit eine Plattform geschaffen, auf denen sich Jugendliche schnell ein Bild von Politikerinnen und Politikern und ihren Positionen machen können. Gut unterteilt, frisch und ungeschönt hält die Plattform durchaus auch für ältere Register interessante Standpunkte bereit und leistet damit einen Beitrag zur Überwindung der Distanz zwischen engagierten und interessierten Jugendlichen und der Politik.
Frauenpower und neue Akzente setzen Auch die anderen beiden Siegerprojekte brillierten sowohl inhaltlich wie auch in ihrer gelungenen Präsentation. Die zweitplatzierte Schweizer Jungautorin und -Regisseurin Raphaela Wagner etwa stellte ihr Projekt Once One derart souverän vor, dass man ihr ihre zarten 19 Jahre fast nicht abnehmen konnte. Mit eindrücklicher Zielstrebigkeit hatte sie mit damals 18 Jahren ein Fantasy-Filmprojekt ins Leben gerufen, das Geschichte und kulturelles Erbe mit Fantasy verbinden wollte. Darüber hinaus geht es ihr um ein klares Zeichen für kulturelle Verständigung und internationale Zusammenarbeit. In ihrem Filmprojekt waren 16 Nationen beteiligt. Darüber hinaus hat sie in der Männerdominierten Fantasy-Szene bewusst Wert auf weiblich besetzte Hauptrollen gelegt, um auch in dieser Hinsicht Zeichen zu setzen.
Freiheiten, die nicht überall selbstverständlich sind Das drittplatzierte Projekt «Vadian im Iran» hatte die Jury insbesondere wegen der Internationalität bewegt. Ausgangspunkt war die Kunstszene in Teheran, die sehr viel Potential habe. Nur dürfen ein Grossteil der Werke im Iran selbst nicht ausgestellt werden. Der Kunstkiosk machte das St. Galler Kulturkonsulat diesen Frühling kurzum zur Botschaft für im Iran zensierte Kunst aus Teheran. 23 Iranische Künstlerinnen und Künstler stellten so in St. Gallen aus, was zuhause Tabu war: Politisches, nackte Körper oder Homosexualität etwa wären in einer offiziellen Ausstellung dieser Tage kaum denkbar.
Unterstrichen wurde dabei nebst dem Wert einer Plattform für qualitativ hochwertige kritische Kunst ihre Funktion als Brückenbauer. «Kunst kann Grenzen überwinden und Mauern einreissen», so Vertreter des Projektes Felix Stöckler. Und genau das wäre tatsächlich auch passiert: Nicht nur hätten Schweizer einen Zugang zu Iranischer Kunst und Künstlern bekommen, sondern beispielsweise auch israelischen Interessierte, die in die Ausstellung gekommen waren. Stöckle arbeitet derweil schon an Nachfolgeprojekten mit kosovarischen Waisenkindern.
Auch die übrigen sechs Projekte legten eindrucksvolles Zeugnis von einer nachhaltigen Jugendförderung und viel ehrenamtlichem Engagement und Herzblut in allen drei Ländern ab. Auch übrigen sechs Projekte, darunter die Liechtensteiner Projekte „Halle für Alle“ und das „Overdose – Musicfestival“, legten ein eindrucksvolles Zeugnis einer nachhaltigen Jugendförderung und viel ehrenamtlichen Engagements und Herzbluts in allen drei Ländern ab.
(Quelle: Vaterland.li)
Projekte im Überblick
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Insgesamt präsentierten sich sieben verschiedene Projekte. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 13 und 24 Jahren hatten für ihre Präsentation nur ein Zeitfenster von sieben Minuten. In dieser Zeit galt es die Jury zu überzeugen. Drei Projekte wurden für die Teilnahme am Finale des interregionalen Wettbewerbs nominiert. Am 17. November findet es im SAL in Schaan statt. Es werden dann auch Projekte aus dem Kanton St. Gallen und Vorarlberg vertreten sein. Die Arbeitsgruppe Industrielehre AGIL stiftete für die Veranstaltung Geldpreise im Gesamtwert von 4000 Franken, die je nach Rang aufgeteilt wurden.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Jugendprojekt-Wettbewerb-Preisträger in #Liechtenstein: 1. Halle für alle,. 2. La Barraca, 3. Backstage – Nominiert für das Finale am 17.11. in #Schaan sind: Halle für alle, Backstage und Overdose @halle_fuer_alle @jugendarbeit_schaan_planken @aha_liechtenstein #jubel Ein Beitrag geteilt von aha – Tipps & Infos (@aha_liechtenstein) am Okt 26, 2018 um 1:23 PDT
Jugendprojekt-Wettbewerb-Preisträger in #Liechtenstein: 1. Halle für alle,. 2. La Barraca, 3. Backstage – Nominiert für das Finale am 17.11. in #Schaan sind: Halle für alle, Backstage und Overdose @halle_fuer_alle @jugendarbeit_schaan_planken @aha_liechtenstein #jubel
Ein Beitrag geteilt von aha – Tipps & Infos (@aha_liechtenstein) am Okt 26, 2018 um 1:23 PDT
Sieger des regionalen Wettbewerbs war das Projekt «Halle für Alle», das von fünf Jugendlichen in Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit Liechtenstein initiiert wurde. Das Projekt sollte Jugendlichen in erster Linie Entspannung, Spass und Sport während den kalten Monaten bieten. Jeweils samstags von 18 Uhr bis 22 Uhr veranstalteten sie Aktivitäten für all diejenigen, die sich nach einem ungezwungenen und kurzweiligen Treffpunkt für junge Menschen sehnten. Platz 2 erhielt das Projekt „La Baracca“ und Platz 3 ging an „Backstage“ bei dem Jugendliche Politiker befragten.
Sieger des regionalen Wettbewerbs:
1. Rang: «Halle für Alle»: Hallenevents für kalte Jahreszeit 1300 Franken
2. Rang: «La Baracca»: Gemütlicher Rückzugsort für Junge 900 Franken
3. Rang: «Backstage»: Jugendliche befragen Politiker 600 Franken
Nominiert für das Finale sind:
Halle für Alle, Backstage, Overdose-Musikfestival
Nachbericht im Vaterland, 29.10.2018
Nachbericht im Volksblatt, 29.10.2018
Unter dem Titel «Youth takes the floor – 2011 bis 2015» hat die Nationalagentur für die EU-Jugendprogramme die dritte Auflage der Broschüre herausgebracht, welche im Fünfjahreszyklus die vom EU-Programm geförderten Projekte auflistet.
Die 60-seitige Broschüre ist bebildert und beschreibt kurz und knackig, die 79 umgesetzten Projekte und 50 Trainingsangebote für die Jugendarbeitenden Liechtensteins.
Wer neugierig geworden ist, kann die aktuelle Broschüre «Youth takes the floor – 2011 bis 2015» kostenlos im aha abholen oder hier durchblättern.
Aufschluss über geförderte Projekte 2011-2015 gibt die Broschüre «Youth takes the floor»
Wichtige Downloads:
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