Mit diesen Fragen bist du nicht alleine und wir lassen dich damit nicht im Stich. Denn mit dem Ausfüllen der Steuererklärung tut man sich manchmal echt schwer. Vor allem, wenn man dies noch nicht oft gemacht hat oder sich beim Einkommen oder Eigentum etwas verändert hat. Es ergeben sich Fragen wie beispielsweise, was nun wo einzutragen ist und was alles ausgefüllt werden muss.
Um solche und weitere Fragen geht es in der Infostunde vom 15. April 2021. Alle jungen Leute zwischen 18 und 30 Jahren, die noch einige Fragen beantwortet haben möchten, sind deshalb herzlich zur kostenlosen Online Infostunde mit Robert Beck von der Liechtensteiner Steuerverwaltung eingeladen. Während dieser Stunde informiert Herr Beck alle Interessierten und gibt Tipps, damit das Ausfüllen der Steuererklärung einfacher von der Hand geht.
Die Infostunde zum Thema Steuererklärung findet in diesem Jahr online statt.
Er geht auf das System der elektronischen Steuererklärung ein (eTax) und steht danach bis 19 Uhr für individuelle Fragen zur Verfügung. Robert Beck wird bei der Fragerunde durch Tamara vom aha-Team unterstützt.
Das eTax 2020 steht auf der Seite der Steuerverwaltung als kostenlosen Download verfügbar. Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2020 ist der 23. April 2021. Diese Frist kann mittels eines Antrages bis zum 23. September verlängert werden.
Datum: Donnerstag, 15. April 2021 Zeit und Ort: 18 bis 19 Uhr, Online Kosten: keine
Die Steuerexpertin Mia zeigt dir, wie du es ganz einfach schaffst, die Schweizer Steuererklärung auszufüllen und nebenbei auch noch Geld sparen kannst.
Mach's eifach!
Steuern finito in einer Stunde? So wird’s gemacht, in vier einfachen Schritten.
AN GUATA!
Gesamt: 2 Stunden: 10 Minuten, um die Zutaten zu mixen, 20 Minuten für das 1. Mal gehen lassen, 40 Minuten für das 2. Mal gehen lassen, 20-30 Minuten zum Backen im Backrohr.
Wichtig bei dem Rezept ist es, denn Teig wirklich gut zu kneten und genügend Zeit zum Aufgehen zu geben. Die flüssigen Zutaten dürfen auf keinem Fall heiss sein. Sonst geht die Hefe nicht auf und der Teig bleibt flach. Wie du den Zopf formst, ist natürlich dir überlassen. Es bietet sich zu Ostern auch an Osterhasen oder Zopfkränze zu machen und nach dem Backen ein Osterei in die Mitte zu setzen (siehe Bild unten). Gutes Gelingen!
Weitere Osterleckereien & alles, was es für den Osterbrunch sonst noch braucht, findet ihr hier:
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Für Ostern backen: Mit diesem Gebäck wird es feierlich
FROHES BASTELN!
Gesamt: 20 Minuten
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Die Festivalstimmung kam nicht nur durch die verschiedenen Darbietungen aus dem Schreib-, Musik-, Improtheater- und DJ-Workshop auf, sondern wurde durch die vom «Build»-Workshop über die gesamte Woche erbauten Elemente auch ästhetisch zum Leben erweckt. Zudem konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die auf dem gesamten Gelände verteilten Stände entdecken. An diesen wurden die unterschiedlichsten Angebote feilgeboten. So konnte man sich von der Wahrsagerin mittels UNO-Karten die Zukunft vorhersehen lassen, in der Fotoecke ein Erinnerungsbild schiessen, eine Massage unter dem Baum geniessen, im Schönheitssalon die Haare machen lassen und geschminkt werden oder Tiere aus Luftballons formen.
Bevor das «Good Times Festival» stattfinden konnte, wurde unter der Woche in verschiedenen Workshops gearbeitet. Nebenbei hatten die Jugendlichen die Möglichkeit Land, Leute und die anderen Campteilnehmenden besser kennen zu lernen. Alle Infos und ein cooles Video dazu findest du hier.
Der vom Verein Europäische Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter Liechtenstein (EJL) anlässlich des 20- jährigen Jubiläums des aha – Tipps & Infos für junge Leute organisierte und vom EU-Programm «Erasmus+ JUGEND IN AKTION» finanzierte Jugendaustausch brachte für zehn Tage Jugendliche aus fünf Ländern zusammen und bot den Jugendlichen «good times» in einer internationalen, multi-kulturellen und mehrsprachigen Umgebung. Mittels Methoden des Non-Formalen-Lernens erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, neue wie auch bereits vorhandene Fähigkeiten zu entdecken und zu stärken. Zusätzlich zu den durchgehenden Workshops, deren Resultate am Festival präsentiert wurden, hatten die Teilnehmenden neben Ausflügen in die Liechtensteiner Bergwelt, nach Feldkirch und an den Staatsfeiertag die Möglichkeit, in sogenannten Rock’n’Roll-Workshops in verschiedene Aktivitäten hineinzuschnuppern.
Eine kurze Einführung erhielten die Teilnehmenden in Golf, Parcours, Skaten, Cyanotypie und Graffiti. Die Ergebnisse des mit der Jugendarbeit Schaan durchgeführten Graffiti-Workshops können über die Projektdauer hinaus auf den Elementen der Skateranlage auf der Hennafarm bestaunt werden.
Den Abschluss der Campwoche feierten die Jugendlichen mit dem eigens organisierten «Good Times Festival». Dort zeigten sie ihr Können und die unter der Campwoche entstandenen Werke. Alle Infos und ein cooles Video dazu findest du hier.
Plastikmüll führt immer mehr zu Schäden auf der ganzen Welt. Es stellt nicht nur ein Problem für die Umwelt und Natur dar, sondern ist auch eine Belastung für uns Menschen. Plastik verrottet nicht, es tötet Tiere und schadet unserer Gesundheit.
Es ist wie ein Kreislauf. Da Plastik, in verschiedenster Form wie oben genannt, nicht nur in vielen kosmetischen Produkten, sondern auch in Putzmittel und anderen alltäglichen Sachen enthalten ist, gelangt dies nach dem Gebrauch durch das Abwasser in die Kläranlage, wo es jedoch nicht gefiltert wird. Von dort aus geht es weiter in die Umwelt, wo es schlussendlich auch im Meer landet. Plastik wird durch Wind und Wetter sogar so weit verbreitet, dass man es im Trinkwasser wiederfindet. Wenn das nicht schon genug wäre. Im Meer wird das Mikroplastik dann von kleinen Krebsen und Fischen gefressen, welche schlussendlich mit vollem Magen verhungern und bei uns auf dem Teller landen.
Was haben du, ich, wir alle nun zu tun, um für eine plastikfreiere Zukunft garantieren zu können? Leider kann man nicht die ganze Menschheit auf einmal verändern. Jeder muss bei sich selbst beginnen! Wenn man dies erkennt, dann kann man vieles erreichen. Hier sind ein paar Tipps, wie du Plastik oder allgemein Müll Schritt für Schritt in deinem Leben reduzieren kannst.
Die Kunst, nein zu sagen, liegt nicht jedem. Wenn wir jedoch unsere Einkäufe einmal überdenken, können wir bestimmt das ein oder andere im Geschäft zurücklassen. Je weniger wir nämlich konsumieren, desto weniger Müll entsteht bei uns zu Hause.
Vieles bei uns zu Hause liegt bestimmt einfach nur unbenutzt herum. Die Fehlkäufe im Kleiderschrank, die vielen Kulis, von denen man schon eine ganze Schublade voll hat oder die Geschenke, die den eigenen Geschmack nicht so ganz getroffen haben. Lieber alles noch einmal überdenken und anstatt mehrere Waren zu kaufen, könnte dies auf ein Produkt reduziert werden, welches denselben Zweck erfüllt.
Einwegprodukte sind Verbrauchsgegenstände, die ständig nachgekauft werden müssen, was natürlich gut für das Geschäft ist. Anstatt jedoch diese Produkte zu verwenden, welche man sowieso wegschmeissen muss, macht es doch mehr Sinn in Produkte zu investieren, welche man immer und immer wieder gebrauchen kann. Mehrweg-Alternativen zu Strohhalmen sind zum Beispiel Halme aus Edelstahl, Plastiktüten kann man durch Stofftaschen ersetzen und Plastikflaschen können durch Glasflaschen ausgewechselt werden.
Der ganze Müll, welcher trotz ablehnen, reduzieren und wiederverwenden anfällt, sollte wiederverwertet werden bzw. deren Ausgangsmaterialien werden zu Sekundärrohstoffen.
Essensreste und allgemein Küchenabfälle sollte man kompostieren, denn diese werden natürlich zersetzt und so entsteht hochwertiger Dünger, den man direkt seinen Pflanzen im Garten geben kann.
Wer sich inspirieren lassen will, um Plastik im Alltag zu reduzieren, muss unbedingt die Website von Corinna Amann aus Satteins besuchen. Sie zeigt dir, wie man Zahnpasta selbst herstellt und wo man Lebensmittel unverpackt kaufen kann:
Plastikfreier
Plastikfreie Tipps, plastikfreier Laden, plastikfreier Onlinshop und vieles mehr!
Der Youtube Channel Lilies Diary beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Reisen, Lifestyle und Nachhaltigkeit. Dazu hat sie auch eine Playlist zum Thema „Zero Waste“ also übersetzt „Null Müll“ zusammengestellt:
Zero Waste
Lilies Diary über Müll Vermeidung, Kosmetik selbst herstellen und plastikfrei leben.
Massentierhaltung Klimawandel – Jugendprojekt in Strassburg Feuerwerke – Wunderschön aber mit Vorsicht zu geniessen Energiegewinnung der Zukunft Recycling und Plastik IBK Speed Debating Filme für die Erde Festival Klima-App SCIARA Smartphones & Nachhaltigkeit Greenwashing – Der Schein trügt DIY aus Naturmaterialien Lichtverschmutzung
Sensibilisierungsaktion
Das Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung beim LBV bietet Sensibilisierungsaktionen, um für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.
Ihre Organisation bietet auch ein Workshopangebot zum Thema Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung an? Gerne nehmen wir sie in die Auflistung auf – E-Mail an aha@aha.li.
Jugendliche lernen in diesem Workshop, wie die Politik in Liechtenstein funktioniert und aufgebaut ist und wie sie sich beteiligen können.
Der Jugendrat Liechtenstein animiert junge Liechtensteiner zum Wählen und setzt sich mit der Politik Liechtensteins auseinander. Der Jugendrat Liechtenstein ist bei diesem Workshop Partner vom aha und bringt sein Fachwissen und seine Erfahrungen mit ein.
Termin und Ort: nach Absprache
Dauer: je nach Inhalt 90 Minuten
Referent/in: Mitglieder des Jugendrats Liechtenstein
Alter: Schulklassen der 8 + 9 Schulstufe der Weiterführenden Schulen sowie ab der 8. Schulstufe des Gymnasiums
Anmeldung: aha@aha.li
Workshop - Politik zum Anfassen
Website des Jugendrates
Fakt: Ab 14 Jahren darfst du in Liechtenstein arbeiten. Botengänge, Babysitten und andere Hilfstätigkeiten sind aber auch ab 13 Jahren möglich.
Unter 14 Jahren Wer noch keine 14 Jahre alt ist, darf in Liechtenstein grundsätzlich noch nicht arbeiten. Aber fragt doch mal innerhalb der Familie nach, vielleicht könnt ihr ja beim Rasenmähen/Gartenarbeiten, Putzen oder Einkaufen helfen.
Ab 13 Jahren
Für Kinder und schulpflichtige Jugendliche
Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen nicht für die Bedienung von Gästen in Betrieben der Unterhaltung wie Kabaretts, Dancings, Diskotheken und Barbetrieben eingesetzt werden.
Mit dem WhatsApp Messenger (gratis für iOS & Android) kannst du nicht nur Nachrichten verschicken, sondern auch lernen! Gründe vor einer Klassenarbeit Gruppen: Nacheinander schreibt ihr euch Testfragen, die beantwortet werden müssen.
Dir fällt es schwer, aus Büchern zu lernen? Dann mach dich mit YouTube (gratis für iOS & Android) schlau! Egal, welches Fach oder wie komplex das Thema: Auf der Video-Plattform findest du zu allem Clips mit anschaulichen Erklärungen – garantiert.
(kostenlos für Android und iOS)
Dict.cc ist ein umfangreiches und gut übersichtliches Wörterbuch, das auch im Offline-Modus genutzt werden kann.
Das Periodensystem digital, interaktiv und auf einen Blick – völlig kostenlos.
(kostenlos für iOS)
Der Zugang zu Wikipedia war noch nie schneller und einfacher als mit Wikipanion.
(kostenlos für iOS & Android)
Scanbot ist die führende Dokumenten und QR Code Scanner App mit Cloud-Anbindung. Für hochauflösende Scans mit dem Handy.
Halte einfach die Kamera des Handys über eine Matheaufgabe und schon wird dir Photomath wie von Zauberhand die Antwort mit einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Lösungen angezeigt. Photomath hilft dir Mathematik besser zu verstehen
Diese App ist ein Geheimtipp unter den Lernapps. Man kann nicht nur auf Listen anderer Nutzer zugreifen, sondern eigene Liste erstellen und im Offline-Modus lernen. Einfach genial.
Duolingo ist eine der besten Sprach-Apps. Wenn du schnell und kostenlos Englisch lernen möchtest und dabei auch noch Spass haben willst, dann bist du mit Duolingo genau richtig.
Duolingo macht Spass. Verliere Herzen für falsche Antworten, verbessere dich mit pausengerechten Lektionen, und behalte Erfolge im Blick.
Kennzeichnend für Halluzinogene sind Störungen der Wahrnehmung. Schon vor tausenden von Jahren wurden Pilze zu religiösen und kultischen Zwecken konsumiert. Bis heute sind über 100 verschiedene halluzinogene Pilze bekannt.
Konsumiert werden frische oder getrocknete Pilze, oder synthetisches (reines) Psilocybin als weisses Pulver. Wer die Pilze selbst sammelt läuft allerdings Gefahr, den falschen Pilz zu erwischen. Dies kann tödliche Folgen haben. Eingenommen werden Zauberpilze üblicherweise oral. Sei es durch das Essen der Pilze, als Teeaufguss, oder durchs Rauchen. Da das Rauchen von Pilzen allerdings die Wirkung vermindert, ist es nicht weit verbreitet.
Durchschnittlich setzt die Wirkung nach 20-60 Minuten ein und dauert 3-6 Stunden. Wie Pilze genau wirken, hängt allerdings von der Pilzart, dessen Herkunft, dem Alter des Pilzes, der Dosierung, der Konsumform und der Verfassung der Konsumierenden ab.
Je nach Dosis können Zauberpilze leicht anregend bis stark halluzinogen wirken. Das heisst, dass sich Konsumierende wie in einer anderen Welt befinden und ein Gefühl der starken Verbundenheit mit der Natur entwickeln können. Im Gegensatz zum Kokainkonsum wird das Abklingen des Rausches als angenehm empfunden. Während des Rausches kommt es anfangs zu leichter Schläfrigkeit, einem inneren Wärmegefühl und der Senkung des Blutdrucks. Mit der Zeit steigt der Antrieb und die Lust, das Raum-Zeit-Gefühl und die Selbstwahrnehmung verändern sich und optische Halluzinationen sind möglich. Zu den negativen Wirkungen des Konsums zählen Übelkeit, Atembeschwerden, Herzrasen, Veränderungen von Puls und Blutdruck, Erhöhung der Körpertemperatur (Schweissausbrüche), Panikattacken und Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen. Bei Überdosierung, Unerfahrenheit oder psychischen Problemen läuft man zudem Gefahr, einen Horrortrip mit unkontrollierbaren Angst- und Wahnvorstellungen (Horrortrips) zu erleben und aus dieser Angst heraus lebensbedrohliche Entscheidungen zu treffen. Regelmässiger Konsum begünstigt zudem die Entwicklung von (verborgenen) psychischen Krankheiten und kann zu einer dauerhaften Persönlichkeitsveränderung führen. Auch bei Pilzen ist die Entstehung einer psychischen Abhängigkeit nicht ausgeschlossen. Zudem kommt es bei regelmässigem Konsum zu einer Toleranzbildung, bei der die Dosis stetig erhöht werden muss, um die erwünschte Wirkung zu erzielen.
Für die Bevölkerung in Liechtenstein gibt es Möglichkeiten ein Informationsgespräch, Suchtberatung oder Suchttherapie in Anspruch zu nehmen. Zum Teil sind diese Angebote anonym und kostenlos nutzbar. Die Angebote sind für direkt Betroffene und für Angehörige (z.B. Eltern oder Partner:innen) zugänglich:
Suchtberatung
Du brauchst Unterstützung? Nimm ein Informationsgespräch, eine Suchtberatung oder Suchttherapie in Anspruch.
helpchat.li
Belastet? Angespannt? Bedrückt? Niedergeschlagen? Angstgefühle? Schreibe dein Anliegen oder Problem auf Helpchat.
Im Vergleich zum gewöhnlichen Amphetamin (Speed) ist Methamphetamin (Crystal Meth) wesentlich heftiger: Die Wirkung ist länger und viel stärker. Demnach kann eine bei Speed normale Dosis bei Crystal Meth den Tod bedeuten. Crystal Meth ist in Form von zum Teil eingefärbten Pillen (Yaba, Thaipille), als kristallines oder weisses Pulver (Crystal, Ice, Pico) sowie seltener als Kapsel bzw. Dragee erhältlich. Verbreitete Konsumformen sind das Schlucken, Schnupfen, Rauchen und Spritzen, wobei das Rauchen und Spritzen die grösste Gefahr bedeuten, da es sehr schnell zu akuten Vergiftungen durch Überdosierung kommen kann.
Am schnellsten setzt die Wirkung von Crystal Meth beim Spritzen und Rauchen ein. Beim Schnupfen braucht es 5-15 Minuten und beim Schlucken kann es sogar 45 Minuten dauern bis zum Wirkungseintritt. Da Methamphetamin vom Körper nur sehr langsam abgebaut wird ist je nach Dosierung eine Wirkungsdauer von 6-30 (!) Stunden möglich.
Durch die erhöhte Ausschüttung von Botenstoffen wird der Körper beim Konsum von Crystal Meth künstlich in Alarmbereitschaft versetzt. Die Leistungsfähigkeit (Konzentration und Aufmerksamkeit) steigert sich, man fühlt sich wacher, Durst, Hunger, Schmerz und Müdigkeit werden unterdrückt. Zu den als positiv empfundenen Wirkungen zählen eine Steigerung des Selbstwertgefühls, Gelassenheit, ein stark gesteigertes sexuelles Begehren, Zufriedenheit und Glücksgefühle (geflasht sein), Unbeschwertheit und ein gesteigerter Rededrang (Laberflash). Manche User berichten zudem von Spass an eintönigen Tätigkeiten. Zu den negativen Wirkungen nach dem Rausch gehören starke Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Zittern und Unruhe, Kopfschmerzen, verspannte Kiefermuskulatur, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisbeeinträchtigungen, Antriebs- und Interessenlosigkeit, Gereiztheit und Heisshunger. Auch Depressionen sind nicht auszuschliessen.
Wie bei anderen Drogen auch ist die tatsächliche Wirkung abhängig von der Dosis, dem Wirkstoffgehalt, der Konsumform, der Konsumhäufigkeit, den Gewöhnungseffekten sowie von der Verfassung der Konsumierenden und der Umgebung.
Crystal Meth ist eine Droge, die bei häufigem Konsum schnell sichtbare, körperliche Spuren hinterlässt. Zudem steigert der regelmässige, langfristige Konsum das Risiko von Hirnblutungen und Schlaganfällen mit plötzlichen Lähmungen. Auch irreversible (= nicht umkehrbare) Veränderungen und Schädigungen im Hirn sind nicht ausgeschlossen. Da Methamphetamin rascher ins Gehirn gelangt als Amphetamin und der aufputschende Effekt stärker ist, bewirkt es einen stärkeren Rausch und hat somit ein höheres Suchtpotenzial als Amphetamin. Eine Toleranzbildung, bei der die Dosis immer wieder erhöht werden muss, um eine Wirkung zu erzielen, begünstigt die Abhängigkeit zusätzlich.
Viele Drogenhändler haben mittlerweile das Internet für sich entdeckt. So werden sie auch für Jugendliche leicht verfügbar.
Heroin wird aber nicht nur als Droge konsumiert, sondern wurde bis 1958 als legales Schmerzmittel verkauft. Auch heute noch sind Opioide, zu denen auch das Heroin zählt, in der Medizin als vielgenutzte Arzneimittel in der Schmerztherapie und Anästhesie (Narkose) im Einsatz.
Heroin gibt es als weisses, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver. Konsumiert wird es durch Sniffen, Rauchen/Inhalieren oder nach dem Erhitzen in flüssiger Form intravenös durch Spritzen. Seltener wird es unter die Haut oder in die Muskeln gespritzt oder (ohne Nadel) rektal injiziert. Aufgrund seines sehr hohen Suchtpotentials und einer schnellen Toleranzentwicklung stellen viele Konsumierende nach anfänglichem Sniffen und Rauchen auf intravenöse Injektion um, da von dieser Methode die stärkste Wirkung zu erwarten ist. Die Wirkung setzt beim intravenösem Konsum (gespritzt) nach wenigen Sekunden ein, geraucht oder gesnifft nach ein paar Minuten. Die Wirkdauer ist von der Dosis und der Qualität des Stoffes sowie der Konsumform abhängig und beträgt zwischen 2 und 5 Stunden.
Heroin beeinflusst das Zentralnervensystem und wirkt schmerz- und angstlindernd. Bei der intravenösen Injektion entsteht durch den plötzlichen Wirkungseintritt ein überwältigendes Gefühl der Euphorie, das als „Flash“ oder „Kick“ bezeichnet wird. Nach dem Kick geht der Rausch in einen gleichgültigen Traumzustand über, der auch als „on the nod“ bekannt ist. Alle Probleme und Konflikte scheinen vergessen. Die Wirkung hält 5-8 Stunden an, abhängig von der Dosis und der Qualität des Stoffes. Weitere als positiv empfundene Wirkungen sind das Gefühl der Geborgenheit, Gleichgültigkeit, Gelassenheit, Unbeschwertheit und Selbstzufriedenheit. Die Sorgen treten in der Wahrnehmung zurück, und man fühlt sich wie in Watte gepackt. Aber Vorsicht! Der Konsum hat auch negative Auswirkungen. Zu den körperlichen zählen die Verlangsamung der Atem- und Herzfrequenz, ein herabgesetzter Stoffwechsel = Verstopfung, Blutdruckabfall, Pupillenverengung, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, schwere Augenlider und eine behinderte Sehwahrnehmung. Des Weiteren können Desorientierung, Verwirrung, Sprach- und Koordinationsstörungen, Gedächtnislücken (Filmriss), und die Verringerung der sexuellen Lust auftreten.
Durch Verunreinigungen im Heroin (durch Streckmittel) kann ein sogenannter „Shake“ hervorgerufen werden. Dabei handelt es sich um einen Abwehrmechanismus des Körpers. Symptome dafür sind Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Fieber sowie Juckreiz, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit oder sogar Schockzustände, die sofort nach dem Konsum auftreten und mehrere Stunden anhalten können. Im Extremfall sind aufgrund von Überdosierung auch Atemlähmung mit Todesfolge möglich.
Heroin ist deshalb so gefährlich, weil es schon nach kurzem, regelmässigem Einnehmen innerhalb von 1-2 Wochen zu einer psychischen und physischen Abhängigkeit führen kann. Es stellt sich sehr rasch eine Toleranz gegenüber dem Stoff ein, d.h. um die gleiche Wirkung zu erzielen, muss die Dosis immer wieder gesteigert werden. Hat sich erst einmal eine Toleranz entwickelt, ist es nicht weit bis zu den Entzugserscheinungen. Zu ihnen zählen Schweissausbrüche und Kälteschauer, Augen- und Nasenrinnen, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, Gereiztheit, Schwäche, Angst, depressive Zustände, schmerzhafte Krämpfe, Schlaflosigkeit und seltener auch Halluzinationen, psychotische Phasen und Krampfanfälle. Das Verlangen nach Heroin wird als Zwang erlebt, da die eigentliche Wirkung von Heroin verloren geht und nur noch konsumiert wird, um die Entzugserscheinungen zu beenden. Die genannten Entzugserscheinungen sind bei einem erfolgreichen Entzug meist nach ca. 1 Woche überwunden. Das psychische Verlangen nach der Substanzwirkung (Craving) hält allerdings sehr viel länger an und kann auch später immer wieder auftreten.
Neben dem körperlichen Verfall durch mangelhafte Ernährung, Vernachlässigung der Körperpflege und Hygiene spielt bei chronischem Heroinkonsum auch die soziale Komponente eine wichtige Rolle. Es kommt zu einem Zerfall der Persönlichkeit und zum sozialen Abstieg. Verlust von Interessen, Isolation, (Beschaffungs-)Kriminalität, Prostitution und Verwahrlosung sind häufig die Folge.
Erhältlich ist Speed als weisses oder gelbliches Pulver, als Paste oder in Tablettenform (Kapseln, Dragees). Neben Amphetamin werden bei der Herstellung zusätzliche Streckstoffe wie Koffein, Ephedrin, MDMA, Kokain oder Milchzucker verwendet. Auch die Beimischung giftiger Syntheseprodukte ist keine Seltenheit. Durch die stimulierende, aufputschende Wirkung wird Speed wie Koffein, Ecstasy und Kokain zu der Gruppe der Stimulanzien gezählt.
Die Aufnahme von Speed erfolgt über unterschiedliche Wege. So kann es geschnupft werden, in Zigarettenpapier eingewickelt geschluckt, in einem Getränk aufgelöst getrunken oder aber auch, was weniger verbreitet ist, mit einer Spritze injiziert werden. Je nach Konsumform ist auch der Wirkungseintritt und die Dauer unterschiedlich. Beim Schnupfen setzt die Wirkung nach 4-15 Minuten ein und hält für 6-12 Stunden an. Beim Schlucken/Trinken spürt man die Wirkung erst nach 30-45 Minuten. Die Wirkungsdauer ist ähnlich wie beim Schnupfen. Mit einer Spritze injiziert Setzt die Wirkung nach wenigen Sekunden ein, dauert dafür aber weniger lang an als beim Schnupfen oder Schlucken/Trinken.
Durch die erhöhte Ausschüttung von Botenstoffen wird der Körper künstlich in Alarmbereitschaft versetzt. Die Leistungsfähigkeit (Konzentration und Aufmerksamkeit) steigert sich, man fühlt sich wacher, Durst, Hunger, Schmerz und Müdigkeit werden unterdrückt. Zu den als positiv empfundenen Wirkungen zählen eine Steigerung des Selbstwertgefühls, Gelassenheit, ein stark gesteigertes sexuelles Begehren, Zufriedenheit und Glücksgefühle (geflasht sein), Unbeschwertheit und ein gesteigerter Rededrang (Laberflash). Zu den negativen Wirkungen nach dem Rausch gehören starke Erschöpfungszustände, ein grosses Schlafbedürfnis, Zittern und Unruhe, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Gereiztheit und Heisshunger. Auch Depressionen sind nicht auszuschliessen.
Wie bei anderen Drogen auch, ist die tatsächliche Wirkung abhängig von der Dosis, dem Wirkstoffgehalt, der Konsumform, der Konsumhäufigkeit, den Gewöhnungseffekten sowie von der Verfassung der Konsumierenden und der Umgebung.
Das grösste Risiko birgt aber die Überhitzung des Körpers. Denn durch die Unterdrückung von Müdigkeit und Durst kann es bei langem, pausenlosen Tanzen in warmer Umgebung (hohe Temperaturen im Club) zu gefährlichem Ansteigen der Körpertemperatur kommen, was in weiterer Folge zum Kollaps führen kann. Bei Nichtgewöhnung oder Überdosis kann es zu Halluzinationen, Kreislaufversagen, Schlaganfällen sowie Nieren-, Leber- und Herzversagen und Zustände tiefer Bewusstlosigkeit kommen. Eine Toleranzausbildung, bei der die Dosis immer wieder erhöht werden muss, um eine Wirkung zu erzielen, ist zudem möglich. Dadurch hat Speed ein hohes psychisches Abhängigkeitspotenzial.
Grundsätzlich gilt: Je häufiger der Konsum und je höher die Dosierung, desto stärker werden die unerwünschten Wirkungen, während die erwünschten abnehmen.
Neben MDMA enthalten Ecstasy Pillen häufig eine Vielzahl von Streckmitteln, um die Kosten niedrig zu halten und mehr Gewinn zu machen. Dabei hat man auch schon sehr gefährliche bis tödliche Zusatzstoffe wie Paramethoxyamphetamin (PMA), oder Paramethoxymethamphetamin (PMMA) in den Pillen entdeckt, die zum Tod führen.
Seinen Ursprung hat Ecstasy in der Techno- und Rave Szene, wo es in den 90er Jahren zu einer der meistkonsumierten Drogen wurde, daher auch die Bezeichnung Partydroge. Heutzutage spielt Ecstasy vor allem bei jungen Leuten eine Rolle.
Durch den Konsum von Ecstasy kommt es zur erhöhten Ausschüttung von Serotonin (Glücks- und Belohnungshormone). Dabei setzt die Wirkung beim nasalen Konsum wesentlich schneller ein, als beim oralen Konsum. Dafür kann die Wirkung beim oralen Konsum doppelt so lange anhalten, wie beim nasalen Konsum. Zu den als positiv empfundenen Wirkungen zählen Wachheit und Leistungssteigerung, Euphorie, Glücksgefühle, die Hemmungen werden schwächer, eine gesteigerte Gefühlswahrnehmung, Hunger- und Durstgefühl, das Schmerzempfinden wird stark reduziert, emotionale Nähe und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit anderen. Ebenso wird die Stimmungslage verstärkt, was je nach Stimmungslage positive, aber auch negative Auswirkungen haben kann. Nach dem Rausch klingen diese Gefühle allerdings wieder ab bzw. kehren sich um. Ein sogenannter Ecstasy-Kater inklusive Müdigkeit, Erschöpfung, Verwirrung sowie Traurigkeit und depressiver Verstimmung ist die Folge. Auch können Ängstlichkeit und Orientierungsschwierigkeiten auftreten.
Wie eine Droge tatsächlich wirkt, ist jedoch immer abhängig von der Dosis, dem Wirkstoffgehalt, der Konsumhäufigkeit, den Gewöhnungseffekten sowie von der Verfassung der Konsumierenden und der Umgebung.
Auf der körperlichen Ebene kann es bei Nichtgewöhnung oder Überdosis zudem zu Übelkeit, einem trockenen Gefühl im Mund, geweiteten Pupillen, Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, Brechreiz, Kopfschmerzen, Schwindel und schweren Kreislaufproblemen kommen. Das grösste Risiko birgt aber die Überhitzung des Körpers. Denn durch die Unterdrückung von Müdigkeit und Durst kann es bei langem, pausenlosen Tanzen in warmer Umgebung (hohe Temperaturen im Club) zu gefährlichem Ansteigen der Körpertemperatur kommen, was in weiterer Folge zum Kollaps führen kann.
Grundsätzlich kann man Drogen in viele verschiedene Kategorien einordnen. So zum Beispiel nach Wirkung, Herstellung, Schadenspotenzial oder Stoffklasse. Eine weit verbreitete Form der Kategorisierung ist darüber hinaus die Einteilung in legale und illegale Drogen. Obwohl grundsätzlich alle Drogen ein gesundheitliches Risiko bedeuten, gibt es doch Unterschiede hinsichtlich Wirkung, Gesundheitsgefährdung und Strafbarkeit.
Unter legalen Drogen versteht man dabei Genuss- und Suchtmittel, deren Verkauf, Besitz und Konsum nicht strafbar sind. Allerdings sind einige erst ab einem gewissen Alter erhältlich (Alkohol ab 16 bzw. 18 Jahren, Nikotin/Tabak ab 16 Jahren). Zu den legalen Drogen gehören Alkohol, Nikotin/Tabak, Medikamente, Natural/Smart Drugs und Schnüffelstoffe. Einige dieser legalen Drogen sind zudem gesellschaftlich akzeptiert und gehören für viele Menschen fest zum Alltag dazu (das Feierabendbier, das Glas Sekt auf einer Party, etc.). Einige legale Produkte wie Kleber oder Verdünnungsmittel werden allerdings auch zweckentfremdet. So ist beispielsweise das „Schnüffeln“, welches aufgrund des enthaltenen Lösungsmittels in einen Rauschzustand versetzen kann, bei Jugendlichen sehr beliebt. Auch wenn legale Drogen grundsätzlich straffrei konsumiert werden können, sollte man sich doch über die möglichen Schädigungen und der Gefahr der Abhängigkeit im Klaren sein.
Der Umgang mit illegalen Drogen wird hingegen im Betäubungsmittelgesetz und der dazugehörigen Verordnung streng geregelt. So ist deren Erwerb, Herstellung, Besitz, Vertrieb und Handel verboten und man muss bei Zuwiderhandlungen mit einer Geld- bzw. einer Freiheitsstrafe rechnen. Gleiches gilt für das Lenken eines Fahrzeugs unter Einfluss von illegalen
Substanzen. Dieses scharfe Vorgehen lässt sich dadurch erklären, dass illegale Drogen einen grossen Einfluss auf das Nervensystem haben. So können sie erregen oder hemmend auf neutrale Vorgänge im Gehirn wirken und erzeugen dadurch persönlichkeitsverändernde Zustände (beispielsweise Halluzinationen, Wahnvorstellungen, unbegründete Euphorie etc.).
Einige Beispiele für illegale Drogen sind Cannabis, Kokain, Amphetamine (Speed), Ecstasy, LSD und Heroin. Die mit Abstand am weitesten verbreitete illegale Droge ist allerdings Cannabis (Marihuana, Haschisch).
Sowohl der Konsum von legalen-, als auch illegalen Drogen ist mit einem hohem Suchtpotenzial, starker Wirkung und grossem Gesundheitsrisiko verbunden.
Drogen lassen sich je nach Wirkung, Herstellung, Schadenspotenzial oder Stoffklasse in verschiedene Kategorien einteilen.
Biogene, pflanzliche Drogen und Pilze
Biogene Drogen und Pilze sind Substanzen die eine überwiegend halluzinogene Wirkung hervorrufen und in natürlichen Pflanzen und Pilzen enthalten sind. Für den Rausch sind dabei die enthaltenen Wirkstoffe verantwortlich, welche manchmal auch zwecks Wirkungsverstärkung oder besserer Dosierbarkeit extrahiert werden. Für das Extrahieren der Wirkstoffe sind Vaporizer sehr beliebt.
Konsumiert werden biogene Drogen durch rauchen, oral, oder zu Sud gepresst als Tee. Bei Pflanzen verwendet man dafür bestimmte Teile der Pflanzen, bei Pilzen wird meist der Fruchtkörper verzehrt. Während Pilze üblicherweise in der Natur gesammelt werden, ist bei Pflanzen gezielter Anbau und Zucht beliebt. Bekannte biogene Drogen sind Cannabis (Marihuana, Haschisch), Opium (Schlafmohn), magic mushrooms, etc. Eine ausführliche Liste biogener Drogen findest du hier.
Synthetische Drogen
Unter dem Begriff synthetische Drogen fallen alle Drogen, die ohne einen natürlichen Ausgangsstoff rein chemisch im Labor hergestellt werden. So zum Beispiel Ecstasy (MDMA), Speed (Amphetamin) oder Crystal Meth (Methamphetamin).
Neben den synthetischen Drogen gibt es auch halbsynthetische. Halbsynthetisch deshalb, weil sie als Ausgangsstoff einen Naturstoff verwenden und erst dann im Labor weiterentwickelt werden. Allerdings werden viele halbsynthetische Drogen wie beispielsweise LSD heute aus Kosten- und Qualitätsgründen vollsynthetisch hergestellt.
Ziel der Herstellung von synthetischen Drogen ist, verschiedene psychoaktive Substanzen zu erzeugen, verstärken und aktivieren. Zum Grossteil geschieht dies allerdings in schlecht ausgestatteten, illegalen Drogenlaboren. Um mehr Gewinn zu machen werden oftmals Streckmittel eingesetzt. Dies führt dazu, dass Konsumierende keine Ahnung haben, was sich alles genau in der Droge befindet. Lebensgefährliche Überdosierungen und unkalkulierbare Wechselwirkungen können die Folge sein. Manche synthetischen Drogen wie Schlafmittel werden zu medizinischen Zwecken hergestellt und sind ganz legal erhältlich. Vielfach missbraucht man sie allerdings zu Rauschzwecken.
Die meisten synthetischen Drogen sind in Form von Tabletten, Pulver, Kapseln oder Spritzen erhältlich, was wiederum stark an Medizin erinnert. Eingenommen werden sie oral, aber auch durch die Nase (sniffen, ziehen).
Halbsynthetische Drogen
Als halbsynthetische Drogen bezeichnet man psychoaktive Substanzen, die als Ausgangsbasis einen natürlich vorkommenden Grundstoff verwenden und diesen im Labor chemisch verändern. Auch einige an sich biogene Drogen (z. B. Kokain) können durch Teilsynthese aus natürlichen Vorläuferstoffen hergestellt werden. Da manche der Grundstoffe an sich keine oder nur eine geringe psychoaktive Wirkung haben, wird diese erst durch die chemische Bearbeitung aktiviert bzw. verstärkt.
Zu den halbsynthetischen Drogen zählen unter anderem Heroin (Diacetylmorphin) und LSD (Lysergsäurediethylamid).
Es gibt eine Reihe von Tipps, die das Risiko von gesundheitlichen Schäden beim Drogenkonsum verringern können. Diese nennt man auch Safer-Use-Regeln. Sie stellen jedoch keine Aufforderung zum Drogenkonsum dar. Und man darf nicht vergessen: Es gibt keinen Drogenkonsum ohne Risiko. Wer sich keinem Risiko aussetzen möchte, sollte gänzlich die Finger von Kokain, Heroin und Co. lassen.
Da jede Droge anders wirkt und die Wirkung je nach Stimmung, körperlicher Verfassung und individueller Person von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann, ist es ratsam, sich vor dem Konsum genau über die jeweilige Droge zu informieren. Drogen drehen deine Laune nicht um. Wenn du also Drogen nimmst um gut drauf zu sein, musst du dir bewusst sein, dass die negative Stimmung sogar noch verstärkt werden kann. Wenn du Angst vor der Wirkung einer Droge hast, dann ist es ebenfalls besser, darauf zu verzichten. Deine Ängste könnten durch den Rausch verstärkt werden. Auch legale Drogen sind nicht unbedenklich und können gefährlich werden. Informiere dich also über psychoaktive Substanzen, deren Wirkungen und Risiken, bevor du sie konsumierst.
Als Mischkonsum bezeichnet man den gleichzeitigen oder zeitnahen Konsum mehrerer Suchtmittel, so dass sich deren Wirkspektren überschneiden. Dabei sind die Risiken schwer abzuschätzen, da sich einzelne Wirkungen gegenseitig beeinflussen und verstärken können.
Welche Wechselwirkungen welche Drogen genau auslösen, kannst du hier nachlesen.
Die Einnahme von Drogen kann deine Wahrnehmung verändern und körperliche Warnsignale abschalten. Du spürst keinen Durst, wirst nicht müde und die Hitze macht dir auch nichts aus, deinem Körper aber sehr wohl. Daher ist es besonders wichtig, dass du im Rausch nicht deinen Körper vergisst. Leg regelmässig Tanzpausen ein, geh an die frische Luft und kühl dich ab, trinke stündlich mindestens einen halben Liter Wasser, damit dein Körper nicht austrocknet oder überhitzt. Finger weg von Alkohol und Energydrinks! Sie ersetzen nicht den Flüssigkeitsmangel und belasten deinen Körper zusätzlich. Pass ausserdem auf, dass du nicht zu dicht vor den Boxen stehst, damit dein Gehör nicht geschädigt wird.
Dosiere möglichst niedrig. Besonders unerfahrene User neigen nämlich dazu, schnell nachzulegen. Dies solltest du auf keinen Fall tun, ansonsten läufst du Gefahr, eine Überdosis zu kassieren, denn bestimmte psychoaktive Substanzen brauchen unterschiedlich lange bis sie eine Wirkung entfalten. Daher ist es ratsam, mindestens 2 Stunden zu warten, bevor nochmals nachgelegt wird.
Bei unbekannten Pillen und Pulvern gilt es vorsichtig zu sein. Bei vielen der leuchtenden Verpackungen, Logos und bunten Pillen findet man falsche oder keine Hinweise auf die Inhaltsstoffe und den Reinheitsgrad der Substanz. Nimm keine Substanz, bei der du nicht weisst, was drin ist und informiere dich immer über Drug-Testing-Resultate im Internet bzw. nutze Drug Checking.
Während eines Rausches/Trip werden dein Körper – und auch deine Psyche – extrem beansprucht. Auch können die Nachwirkungen noch mehrere Stunden oder Tage anhalten. Plane daher genug Zeit zum Ausruhen und Entspannen ein. Gesunde Ernährung und Vitamine stärken deine Abwehrkräfte und regenerieren deinen Körper. Ausserdem gilt es einen regelmässigen Konsum zu vermeiden und Konsumpausen von mindestens 4-6 Wochen einzuhalten. Damit verringerst du die Wahrscheinlichkeit, von irreparablen Hirnschäden und die Gefahr abhängig zu werden.
Auch im berauschten Zustand solltest du nicht auf „Safer Sex“, den Schutz durch ein Kondom, verzichten. Nur so kannst du dich und deine/n Partner/in vor Infektionskrankheiten und ungewollten Schwangerschaften schützen.
Egal ob Alkohol, Cannabis, oder sonstige Drogen – um dich und andere nicht zu gefährden (und deinen Führerschein nicht zu verlieren) gilt: Hände weg vom Steuer! Durch den Konsum ist deine Wahrnehmung beeinträchtigt und deine Reaktionszeiten sind verzögert.
Wenn du konsumieren möchtest, achte darauf, dass du nicht alleine bist. Du solltest dich in der Umgebung, in der du Drogen konsumierst, sicher und wohl fühlen. Sprich dich daher vor dem Konsum mit deinen Freunden und Freundinnen ab, aufeinander aufzupassen und niemanden alleine zu lassen. Wenn es Probleme gibt, rufe notfalls immer die Rettung (Notrufnummern 112 oder 144)
Drogen können auf die unterschiedlichsten Arten eingenommen werden. Man kann sie rauchen, schnupfen, spritzen,… Informiere dich am besten zuerst über die am wenigsten gesundheitsschädliche Art des Konsums. Zudem ist es sehr wichtig, dass du bestimmte Hygienemassnahmen einhältst. Wasche deine Hände vor und nach dem Konsum, achte darauf, dass du immer nur saubere, ungebrauchte Utensilien (Röhrchen, Spritzen, Papier,…) benutzt und an sauberen Orten (nicht auf der Toilette!) konsumierst. Nur so kannst du dich vor Infektionen wie HIV/AIDS, Hepatitis B und C schützen.
Im folgenden Video sind die wichtigsten Tipps und Regeln zum Safer-Use noch einmal zusammengefasst:
Falls du, deine Freund:innen oder eine andere Person durch Drogenkonsum in eine psychische oder körperliche Notsituation gerät, ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist. Auf keinen Fall solltest du in Panik geraten. Lass die betroffene Person niemals allein.
Notfälle können sein:
Wenn du nicht weisst, wie du der betroffenen Person helfen kannst, oder ob es sich um einen Notfall handelt, solltest du am besten ganz schnell ärztliche Hilfe anfordern (Notrufnummer 112 oder 144). Medizinisches Personal ist zur Verschwiegenheit verpflichtet und darf keine persönlichen Informationen weitergeben (mit Ausnahme von lebensbedrohlichen Zuständen).
Wenn es dir selbst schlecht geht und du alleine bist, wende dich an eine Person in deiner Nähe, bitte sie oder ihn bei dir zu bleiben und schildere ihr oder ihm deinen Zustand. Es ist jedenfalls wichtig, dem medizinischen Personal am Telefon, oder der Person an die du dich wendest, genau zu erzählen, dass es sich um einen Drogennotfall handelt, was konsumiert wurde und was für Symptome der/die Betroffene hat. Die Ärztin oder der Arzt können dir dann am Telefon schon Sofortmassnahmen nennen, die du bis zu ihrem Eintreffen umsetzen kannst.
Bedenke: Bei lebensbedrohlichen Zuständen ist es deine Pflicht, Hilfe zu leisten und du machst dich strafbar, wenn du deine Hilfe verweigerst.
Nachfolgend sind ein paar Erste-Hilfe-Massnahmen beschrieben, die du im Falle eines Notfalls anwenden kannst:
Wegen der Erstickungsgefahr durch eine erschlaffte Zunge oder Erbrochenes solltest du daran denken, die Atemwege frei zu machen. Dazu beugst du den Kopf der Person in der Seitenlage ganz sanft nach hinten und öffnest den Mund.
Hier findest du einige mögliche Notfälle mit Symptomen und Hilfsmassnahmen aufgelistet.
Auf den folgenden Websites findest du weitere nützliche Informationen, Selbsttests, Quiz, Videoclips und vieles mehr zum Thema illegale Drogen:
Mindzone
Viele Infos über Drogen und Substanzen
Partypack
Beratungen und aktuelle Pillenwarnungen
Saferparty
Infos über Substanzen und Risiken
Suchtprävention Zürich
Selbsttests
Drugcom
Drogenlexikon und Tests
Deine Freund:innen, jemand in deiner Familie oder du selber hast keine Kontrolle mehr über den Drogenkonsum? Du brauchst Hilfe und Unterstützung, möchtest aber anonym bleiben? Dann ist eine Onlineberatung genau das Richtige für dich:
Safezone
Kopf hoch
Du möchtest wissen, was genau in einer bunten Pille steckt und ob sie unbedenklich ist? Informier dich über die aktuellen Warnungen:
Pillenfinder (Mindzone)
Du denkst, du weisst jetzt alles über Drogen? Dann mach hier den Test:
aha-Reporterin Lilien Kajtazaj aha@aha.li
Viele Menschen trinken ab und zu ein Glas Wein oder gönnen sich ein Feierabendbier. Alkohol wird von so gut wie jedem ab und zu getrunken und das auch von Jugendlichen. Doch dass Alkohol ein grosses Schadenspotenzial in sich trägt und mindestens genauso gefährlich ist, wie andere Suchtmittel, wird oft ausser Acht gelassen. Übermässiger Konsum kann zu schweren Folgen führen, wie Unfälle, Gewalt und andere körperlichen Schäden. Ausserdem ist das Suchtpotenzial von Alkohol sehr hoch und kann mit dem von Heroin verglichen werden. Deshalb sollte der erste Kontakt mit Alkohol nicht mit jungen Jahren geschehen, wie es heute der Fall ist. Wie sieht der Alkoholkonsum bei Jugendlichen aber wirklich aus und wie oft wird tatsächlich getrunken?
Alkohol ist nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein Zellgift. Beim Konsum kann es zu grossen gesundheitlichen und psychischen Problemen kommen. Wie wirkt er aber eigentlich? Alkohol erreicht das Gehirn sehr schnell und verändert dort die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen. Die Leistungsfähigkeit des Gehirns nimmt recht schnell ab. Im Körper können auch Reaktionen festgestellt werden. Entfernungen können nicht mehr richtig eingeschätzt werden und das Blickfeld wird schlechter. Es fällt einem schwer, sich zu konzentrieren, und man kann sich nur noch langsam und unkoordiniert bewegen. Bei hohen Mengen kann es auch zu einer Alkoholvergiftung kommen. Psychisch wirkt sich Alkohol anders aus. Man beginnt sich gut und entspannt zu fühlen, verliert Hemmungen und jegliche Angstgefühle werden gedämpft. Wenn man jedoch viel trinkt, kann man auch aggressiv und gereizt werden.
Illegale Suchtmittel sind schwer zu erhalten und können viel kosten. Einfacher ist es, sich Alkohol zu beschaffen und sich zu betrinken. Auch als Jugendliche/r fühlt man sich diesem Genussmittel gewachsen, da man es bei jedem sieht. Bei den Eltern, Verwandten und Freund:innen. Alkohol ist unglaublich verbreitet und verharmlost. Jugendliche greifen schnell und noch sehr jung zu Alkohol, da dieser jegliche Hemmungen verschwinden lässt und man lustiger wird. In einer Studie von 2015 bestätigen 89 % der Befragten im Alter von 15-16 Jahren schon mindestens einmal Alkohol getrunken zu haben. Die meisten nutzen ihn, um Spass zu haben und sich glücklich und entspannt zu fühlen. Aber was ist mit den Risiken, die meistens ausser Acht gelassen werden?
Ganze 11 % aller Verkehrsunfälle im Jahr 2018 in Liechtenstein wurden durch beeinträchtigte Fahrer/innen verursacht. Das heisst, dass diese Fahrer/innen betrunken waren oder unter Einfluss anderer Suchtmittel standen. Ausserdem wird ein grosser Teil der Gewalttaten unter Alkoholeinfluss begangen. Die 2012 veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik des deutschen Bundeskriminalamtes besagt, dass ca. 32 % aller Täter eines Gewaltdelikts ihre Tat in alkoholisiertem Zustand begangen haben. Das ist so gut wie ein Drittel. Bei Gewalttaten handelt es sich um Sachbeschädigung, Körperverletzung, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. Bei all diesen Straftaten ist der Prozentsatz der alkoholisierten Tatverdächtigen höher als bei anderen Straftaten. Eine Studie der Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundesministeriums der Justiz zur Situation von Frauen in Deutschland zeigt das Alkoholproblem noch einmal genau auf: Jede 4. Frau hat schon einmal Gewalt durch ihren Ehemann oder Partner erlebt und in 55 % der Fälle standen diese unter Einfluss von Alkohol oder anderen Suchtmitteln.
Alkohol ist nicht die Ursache von Gewalt, aber ein sehr verstärkender Faktor. Für Betroffene kann Alkohol zur Strategie werden, mit der erlebten Gewalt umzugehen, auch bei Jugendlichen hinterlassen solche gewalttätigen Ausübungen in der Familie Spuren. Das Risiko, später selbst Täter/in oder Opfer zu werden oder eine Abhängigkeit zu Alkohol zu entwickeln ist erhöht.
Doch trotz der vielen Risiken ist Alkohol überall erhältlich. Bier und Wein bekommt man in Liechtenstein schon im Alter von 16 Jahren. Dies trägt zu einem sehr frühen Konsum bei Jugendlichen bei, was sich negativ auf die Entwicklung auswirken kann. Alkohol ist eine der schlimmsten Drogen, da sie überall ist, überall konsumiert und verharmlost wird. Von anderen Suchtmitteln, wie Cannabis oder MDMA wird stets gewarnt, obwohl diese genauso gefährlich sind. Beim Alkoholkonsum bringt man nicht nur sich, sondern auch andere Menschen in seinem Umfeld in Gefahr. Deshalb, trink verantwortungsvoll!
Weitere Infos zum Thema Alkohol, beispielsweise wie du im Notfall reagieren solltest oder wie es betroffenen Alkoholkranken geht, erfährst du in diesem Beitrag: aha.li/alkohol
Ausführliche Infos
Quiz, Promillerechner, Videos und mehr
Alkohol & Jugendschutz in Liechtenstein
Quellen:
https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/suchtpotenzial-von-alkohol-wie-bei-heroin.html https://www.kenn-dein-limit.info/wie-wirkt-alkohol.html https://www.suchtpraevention.li/application/files/3015/0574/2917/Liechtensteinische_Schuelerstudie_2016.pdf https://www.landespolizei.li/Portals/0/docs/pdf-Files/Statistiken/Jahresbericht2018_1.pdf https://www.fdr-online.info/wp-content/uploads/2019/12/fdr_Doku_AlkoholGewalt.pdf https://www.kenn-dein-limit.info/alkohol-und-aggression.html
Purple Drank/Lean ist der Slang-Ausdruck für ein Mischgetränk aus verschreibungspflichtigem Hustensaft, Limonade und zerkrümelten Bonbons und ist vor allem unter Jugendlichen als Partydroge bekannt.
Die Wirkung ist sehr individuell und kann zwischen 2 bis 3 Stunden anhalten. Die in Lean enthaltenen Wirkstoffe Codein und Promethazin erzeugen ein Happy-Gefühl, Aufgeregtheit und ein als positiv empfundenes Gefühl der Betäubung, das sich in der Verlangsamung und Beeinträchtigung des Körpers äussert.
Zu den Risiken und Nebenwirkungen gehört unter anderem Mundtrockenheit, Übelkeit und Juckreiz. Weitere Risiken sind Magenkrämpfe, Verstopfung und Harnprobleme. Beim Mann können zusätzlich noch Erektionsstörungen auftreten.
Zusätzlich zu erwähnen sind noch die Langzeitrisiken, welche man unbedingt beachten sollte. Zum einen können sich die sexuelle Lust und sogar die Fruchtbarkeit vermindern, aber auch Verstopfung, Schlafstörungen und Ruhelosigkeit sind Risiken bei der Einnahme dieser Droge. Im schlimmsten Fall kann es zu Atemdepression führen, da Lean das zentrale Nervensystem angreift. Dies kann bei einer Überdosierung passieren.
Bei Lean besteht die Gefahr einer psychischen und physischen Abhängigkeit. Ein Entzug kann aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials gleich schmerzhaft und lang wie ein Heroinentzug sein. Beim Absetzen von Codein nach einer Phase des dauerhaften Konsums, können sich Entzugssymptome wie Ruhelosigkeit, Kälteschauer, Zittern, heftiges Schwitzen und Muskelkrämpfe zeigen.
Von Kauf- und Konsumsucht spricht man, wenn eine Person zwanghaft Dinge und Sachen kaufen bzw. konsumieren muss und keine Kontrolle mehr über ihr Kaufverhalten hat. Kaufsüchtige stehen vor dem Einkauf oftmals unter grosser Anspannung und fühlen sich dann nach dem Kauf erleichtert und glücklich.
Während die meisten Menschen ihr Kaufverhalten kontrollieren können – also beispielsweise Preisvergleiche ziehen oder grosse Anschaffungen zunächst abwägen – entwickeln Kaufsüchtige einen inneren Zwang, immer wieder unnötig kaufen zu müssen. Dadurch gehört die Kauf- und Konsumsucht zu den nicht stoffgebundenen Abhängigkeiten. Den Angehörigen von Betroffenen fällt die Kaufsucht meist erst spät oder gar nicht auf, da Kaufen gesellschaftlich akzeptiert ist.
Der Kaufrausch tritt oft phasenweise auf. Viele bevorzugen jedoch gewisse Zeiten, so wie z.B. den Schlussverkauf, den Sonderverkauf oder die Vorweihnachtszeit, um ihrer Kaufsucht nachzugehen. Manche Betroffene können sich aber mitunter nicht mehr zurückhalten. Sie müssen dauernd kaufen. Wird der Kauf verhindert, kommt es zu Entzugserscheinungen in Form von Herzrasen, Schweissausbrüchen oder innerer Unruhe und Nervosität.
Wer sind die Betroffenen?
Kaufsucht ist ein weit verbreitetes Phänomen, welches in allen Bevölkerungs-, Einkommens- und Bildungsschichten vorkommt und sowohl Frauen als auch Männer betrifft. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Jüngere Konsumenten sind dabei etwas stärker kaufsuchtgefährdet als ältere, Frauen stärker als Männer.
Insgesamt geht man davon aus, dass etwa 10% der Gesamtbevölkerung als kaufsüchtig bezeichnet werden kann. Grundsätzlich sind Menschen, welche häufig im Internet kaufen, dreimal so häufig von Kaufsucht betroffen, als Menschen, die nie online shoppen. Einen Zusammenhang gibt es auch zwischen Kaufsucht und bargeldlosem Zahlen. Personen, die bargeldlos bezahlen, sind sogar viermal so häufig von Kaufsucht betroffen, als solche, die bar bezahlen.
Was wird gekauft/konsumiert?
Fast alle kaufsüchtigen Leute spezialisieren sich auf bestimmte Produkte und Kaufumgebungen (z.B. Billigeinkauf von Lebensmitteln im Supermarkt, Einkauf von Kleidung in teuren Boutiquen, Bestellung von Haushaltswaren in Katalogen etc.). Frauen scheinen sich dabei mehr auf Kleidung, Schuhe, Kosmetika, Schmuck, Lebensmittel und Bücher zu verlegen, Männer kaufen eher technische und modische Accessoires, technische Geräte, Sportgeräte etc. – insgesamt eher „Prestige-Objekte“. Manche Kaufsüchtigen kaufen nur heruntergesetzte Waren, bei manchen entscheidet die Gemütslage, welche Art von Produkten gekauft wird (ein Pelz zum Kuscheln, ein Buch, um sich zurückzuziehen usw.). Allen gemeinsam ist, dass die gekauften Gegenstände oft unausgepackt in der Wohnung gelagert oder gar weggeworfen werden. Jugendliche investieren am meisten Geld in Handys, Bekleidung, modische Accessoires und Ausgehen.
Die Risiken und Folgen von Kauf- bzw. Konsumsucht sind vielfältig und kommen meist in Kombinationen vor.
Überschuldung Handys, auf Kredit gekaufte Elektronikgeräte oder teure Kleidung führen immer mehr Jugendliche und junge Leute in die Schuldenfalle. Gerade in der Zeit der neuen Medien werden viele dazu verleitet, sich Geräte anzuschaffen, die unter normalen Umständen in diesem Umfang gar nicht notwendig wären. Ob nun ein Smartphone, MP3-Player oder ein iPhone, das Angebot und die Nachfrage nach diesen Geräten sind ungebrochen.
Soziale Isolation In der Regel geht die Kaufsucht mit einem grossen Schamgefühl der Betroffenen einher. Wenn das Glücksgefühl des Einkaufens verebbt, schleicht sich meist ein Gefühl von Schuld und Reue ein. Zudem wächst in den Betroffenen auch immer die Angst, dass nahestehende Personen von ihrem Problem erfahren könnten. Dies führt häufig zu einem sozialen Rückzug, Stress und nicht selten zum Bruch mit der Familie oder den Freund:innen.
Starke persönliche und soziale Probleme 90 Prozent der Kaufsüchtigen leiden an mindestens einer weiteren (psychischen) Erkrankung wie beispielsweise Depression oder erhöhtem Alkohol-und Beruhigungsmittelmissbrauch.
Erstelle eine Inventarliste und kaufe nur was du wirklich brauchst Viel zu oft lässt man sich durch Sonderangebote oder Schlussverkäufe dazu hinreissen, das 33. T-Shirt zu kaufen, obwohl man sich schon beim letzten T-Shirt geschworen hat, dass es das letzte ist. Am besten machst du dir vor dem Einkaufen jeweils eine Liste mit Sachen, die du wirklich brauchst bzw. Dinge, die du hast. Die Wahrscheinlichkeit, dass ungeplante Einkäufe getätigt werden, wird geringer.
Vermeide Internetkäufe/bargeldlose Käufe Es ist bewiesen, dass kaufsüchtige Menschen online dreimal so häufig einkaufen als offline. Woran das liegt? Online ist das Kaufvergnügen zu jeder Zeit verfügbar und nur einen Klick von dir entfernt. Aber Vorsicht, durch das bargeldlose Bezahlen verliert man schnell den Überblick über die Finanzen und der Kontostand geht gegen Null.
Behalte deine Ausgaben im Blick Um die Übersicht über deine Ausgaben nicht zu verlieren gibt es zahlreiche Apps, die dir dabei helfen. So kannst du schnell und einfach auf einen Blick deine Ausgaben und Einnahmen abrufen und sehen wofür du wie viel Geld ausgibst. Eine einfache App dazu findest du hier.
Lass dich nicht von vermeintlichen gratis Angeboten blenden Vorsicht vor dem Wörtchen „gratis“! Das wird im Marketing sehr häufig eingesetzt – und es funktioniert fast immer. Viele Anbieter verschenken vermeintlich Dinge, damit die Kunden im Geschäft ordentlich zuschlagen. Oft wird ein „Gratis“-Produkt bei einem Einkauf als Bonus obendrauf gelegt. Dies meist aber nur ab einem bestimmten Einkaufswert.
Setz dir ein Limit Falls du zukünftig auch Geld sparen möchtest, wäre es ratsam, wenn du dir ein Limit setzen würdest. So hättest du nicht nur Kontrolle darüber, wieviel Geld du ausgibst, sondern könntest gleichzeitig versuchen das Limit so zu setzen, dass am Ende der Woche/des Monats noch Geld für dein Sparschwein übrig bleibt.
30-Tage Regel Warte doch einfach 30 Tage ab, um dir das Ganze nochmals zu überlegen. Will ich das wirklich haben? Wenn du es dann immer noch haben möchtest, kannst du es dir dann kaufen. Ganz oft finden wir bestimmte Sachen nur für einen Moment toll und am nächsten Tag ist es gar nicht mehr so wichtig. Deshalb lieber einmal abwarten ?
Entscheidungsschwierigkeiten? Wenn man sich nicht entscheiden kann, darf man auch mal mehrere Stücke zur Auswahl mitnehmen, und dann nur höchstens eines behalten. Ist man der Kaufatmosphäre nämlich erst einmal entkommen, lässt der Glanz der Stücke ganz schnell nach.
Alternativen zum Shopping finden Welche Tätigkeit ruft bei dir sonst noch Glücksgefühle hervor? Sport treiben, deine Freund:innen treffen, einen Spieleabend veranstalten? Finde für dich raus, was dir gut tut ohne dass du dafür was zahlen musst.
Die YouTuber Oliver & Yannick haben hier noch spezielle Tipps für den Klamottenkauf in einem Video zusammengefasst:
Wenn du deine eigenen Kaufgewohnheiten checken willst, bist du auf dieser Seite genau richtig:
Selbsttest
Du hast das Gefühl, dein Kauf- und Konsumverhalten könnte problematisch sein? Dann wende dich doch an eine Selbsthilfegruppe, um dich mit anderen auszutauschen:
Selbsthilfegruppen
Du hast Schulden und weisst keinen Ausweg mehr? Hilfe erhältst du von der Schuldenberatung:
Schuldenberatung
Allgemeine Infos zum Thema Geld inklusive Budgetplaner findest du hier:
Hesch no Cash?
Alkohol gehört zusammen mit Tabak (Nikotin) und Medikamenten (vor allem Schlaf- und Beruhigungsmittel, vermeintliche „Konzentrationsmittel“ oder Amphetamine) zu den sogenannten legalen Drogen. Legale Drogen sind die Suchtmittel, deren Verkauf und Gebrauch in unserer Gesellschaft erlaubt ist. Die meisten davon sind gesellschaftlich akzeptiert. Obwohl der Gebrauch und Verkauf legaler Drogen nicht strafbar ist, sind sie jedoch keineswegs ungefährlich.
Gründe für den Konsum von Alkohol
Die Gründe für den Konsum von Alkohol sind sehr vielfältig und individuell. So gehört für viele Erwachsene das Gläschen Rotwein einfach zu einem guten Essen dazu. Bei jungen Leuten spielt Alkohol vor allem im Ausgang eine Rolle. Vielen fällt es unter Alkoholeinfluss leichter Kontakte zu anderen zu knüpfen und Hemmungen abzubauen. Wer mittrinkt gehört einfach dazu. Manche Menschen trinken aber auch aus Langeweile, oder um Stress abzubauen und Probleme zu vergessen. Wenn das aber der Fall ist, sollte man darüber reden.
Manche Menschen entscheiden sich auch bewusst dafür keinen Alkohol zu trinken. Auch das hat viele Gründe. Oft spielt dabei Geld eine Rolle: Vor allem in Lokalen ist Alkohol teuer. Auch unangenehme Erfahrungen mit Alkohol in der eigenen Familie oder religiöse Gründe können ausschlaggebend sein. Viele junge Menschen wollen nicht die Kontrolle verlieren. Betrunken kann es passieren, dass man Dinge tut die man später bereut oder die einem peinlich sind.
Gesetzliche Grundlage
Laut dem liechtensteinischen Kinder- und Jugendgesetz ist der Konsum, Besitz und Erwerb von Alkohol in Liechtenstein ab dem 16. Geburtstag erlaubt und auch dann noch mit Einschränkungen verbunden. So dürfen gebrannte alkoholische Getränke (Schnaps) und industriell hergestellte Mischgetränke (Alkopops, Bacardi-Cola, Wodka-Redbull, usw.) erst ab 18 Jahren konsumiert werden.
In einer Liechtensteiner Schülerstudie geben allerdings 89% der Jugendlichen an, schon vor ihrem 16. Geburtstag mindestens einmal Alkohol konsumiert zu haben.
Alkohol ist in unserer Gesellschaft das am weitesten verbreitete Genussmittel, wird aber oft unterschätzt. Die Risiken, die der Konsum mit sich bringt, sind vielfältig und können körperliche, psychische und soziale Folgen haben.
Was genau der Alkohol mit deinem Körper macht, kannst du dir hier anschauen.
Was Jugendliche über die Wirkung von Alkohol zu berichten haben erfährst du in diesem Video hier.
Im Notfall ist so schnell wie möglich ärztliche Hilfe gefragt. Mögliche Anzeichen einer Alkoholvergiftung sind:
Auch häufiges Erbrechen ist ein deutliches Warnsignal, auch weil die Betroffenen am Erbrochenen ersticken können. Doch nicht immer kündigt sich eine Alkoholvergiftung durch Übelkeit und Erbrechen an.
Wenn der oder die Betrunkene nicht mehr ansprechbar oder sogar bewusstlos ist, muss sofort ein Krankenwagen gerufen werden. Dann könnten schon Funktionen des Stammhirns beeinträchtigt sein, welches Atmung und Herzschlag regelt. Wird in so einer Situation zu lange gewartet, droht Atemstillstand.
Drei Notfall-Regeln
Zu entscheiden, ob man seine Freund:innen auf ihren Alkoholkonsum ansprechen sollte, ist nicht leicht. Man ist sich oft nicht ganz sicher, ab wann Alkohol anfängt, zum Problem zu werden. Und wer will sich schon lächerlich machen oder den Ärger der Freundin oder des Freundes auf sich ziehen? Andererseits wird man nicht von heute auf morgen abhängig, das ist ein schleichender Prozess. Je früher die Betroffenen ihr Problem erkennen, desto grösser die Chance, aus der Sache noch heil rauskommen. Kein einfaches Thema also.
Ob der Alkoholkonsum deiner Freundin oder deines Freundes eventuell problematisch ist, kannst du hier prüfen.
Du denkst, dein Vater oder deine Mutter hat ein Alkoholproblem und das beschäftigt dich? Du wünschst dir, dass er oder sie mit dem Trinken aufhört und du verstehst nicht, warum das so schwierig ist?
Alkoholabhängigkeit beziehungsweise Alkoholsucht ist eine Krankheit. Um gesund zu werden, muss man sich als Erstes eingestehen, dass man eine Alkoholabhängigkeit hat. Alkoholkranke Menschen können nicht einfach mit dem Trinken aufhören, auch wenn sie dies unbedingt wollen. Ihr Körper braucht den Alkohol, um sich nicht schlecht zu fühlen. Daher ist es wichtig, sich fachliche Hilfe, zum Beispiel in einer Suchtberatungsstelle, zu holen. Allerdings kannst du deine Mutter oder deinen Vater nicht dazu zwingen, sich behandeln zu lassen. Sie oder er muss sich selbst dazu entscheiden. Du bist nicht für die Krankheit verantwortlich und kannst nichts dafür, wenn sie oder er sich nicht behandeln lassen will. Aber du bist dafür verantwortlich, was du aus DEINEM Leben machst.
Mehr Infos und Tipps, sowie die Möglichkeit anonym Hilfe online zu bekommen gibt es hier:
Mama trinkt / Papa trinkt
Auf den folgenden Websites findest du weitere nützliche Informationen, Selbsttests, Quiz, Videoclips und vieles mehr zum Thema Alkohol:
Feel-ok
Wie viel Alkohol ist eigentlich okay? Hier findest du Wissenswertes über den Alkohol.
Suchtprävention Liechtenstein
Verschiedene Programme, Projekte und Informationen gibt’s hier.
Sucht Schweiz
Selbsttests, Fakten rundum Drogen, Informationen über Prävention
Jugendschutz Liechtenstein
Was darf ich in welchem Alter? Informationen darüber findest du hier.
Alkohol im Körper
Erfahre wie und wo der Alkohol in deinem Körper wirkt.
Du hast Fragen zum Thema Alkohol, möchtest aber anonym bleiben? Kein Problem! Auf diesen Webseiten kannst du dir anonym und online deine Fragen beantworten lassen:
Helpmail Liechtenstein
Kopfhoch Schweiz
Wenn du deine eigenen Trinkgewohnheiten checken willst, bist du auf dieser Seite genau richtig:
Drugcom - Check your Drinking
Aktion Trocken ist eine App, die dir hilft deinen Alkoholkonsum immer im Blick zu haben:
AKTION TROCKEN
Alkoholfreie Alternativen für deine nächste Party findest du hier:
Cocktails ohne Alkohol
Null Alkohol, voller Genuss
Von Internet- oder Onlinesucht spricht man, wenn eine Person ihren Internetkonsum nicht mehr unter Kontrolle hat und ständig online sein muss. Dabei handelt es sich um eine nicht-stoffgebundene Abhängigkeit, das heisst, es werden keine psychoaktiven Substanzen (Alkohol, Nikotin oder andere Drogen) eingenommen. Einen generell anerkannten Begriff um das Problem der Abhängigkeit von Nutzungsformen des Internets zu bezeichnen, gibt es nicht.
Nur eine sehr kleine Anzahl der Menschen, die viel Zeit am Computer, der Konsole oder dem Handy verbringt, ist wirklich krankhaft süchtig. Doch besonders Kinder und Jugendliche sind anfällig für die Abhängigkeit, weil bei ihnen das für die Regulierung von Verhalten und Emotionen zuständige Stirnhirn noch nicht vollständig entwickelt ist und sie sich daher schlechter disziplinieren können.
Die häufigsten Bereiche, in denen es zur unkontrollierbaren Nutzung kommt, sind (Online) Games, insbesondere Rollenspiele (z.B. World of Warcraft) und Glücksspiele, soziale Netzwerke (Facebook, WhatsApp, Instagram, Snapchat, …) sowie Websites mit pornographischen Inhalten.
Neben der Gefahr den Bezug zur Realität zu verlieren und nur noch in der virtuellen Welt zu Leben sind Glücksspiele auch mit einem finanziellen Risiko verbunden. Denn wenn um echtes Geld gespielt wird, können Gewinne einen grossen Anreiz haben, immer weiter zu spielen und das Glück noch einmal herauszufordern. Dadurch erhöht sich wiederum die Gefahr, (viel) Geld zu verlieren. Schulden können dabei entstehen.
Ein grundsätzliches Kriterium einer Onlinesucht ist, dass sich der Mittelpunkt vom realen Leben hin zum virtuellen Leben verschiebt. Die Nutzungsdauer alleine sagt noch nichts über eine mögliche Online-Sucht. Es gibt allerdings einige Punkte, die auf eine mögliche Abhängigkeit hindeuten können:
Nicht alle diese Anzeichen müssen bei einer Onlinesucht vorhanden sein. Zeit im Internet zu verbringen kann auch eine Strategie sein, um unangenehme Gefühle oder Stress zu vermindern. Treten die genannten Signale allerdings über einen längeren Zeitraum konstant auf, ist es empfehlenswert sich Hilfe zu holen.
Um herauszufinden, ob du eventuell internetsüchtig sein könntest, mache den Selbsttest:
Feel-Ok
Heutzutage gehören Smartphones, Computer und Co. fest zu unserem Alltag. Dies gilt nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Allerdings werden wir davon nicht alle automatisch abhängig. Warum ist das so? Es gibt einige sogenannte Risikofaktoren, die das Risiko an einer Internetabhängigkeit oder Spielsucht zu erkranken, erhöhen:
Ist man erst einmal im Internet-Konsumkreislauf ist es nicht mehr weit bis zur Sucht. Wie bei einer Drogenabhängigkeit kommt es auch bei der Internet- und Spielsucht zu Veränderungen im Belohnungszentrum des Gehirns, sodass der onlinesüchtigen Person alltägliche Belohnungssituationen allein nicht mehr ausreichen.
Im folgenden Video erzählt dir ein junger Mann über die Folgen seiner Spielsucht:
Wer keinen Alkohol mehr trinken mag, sollte kein Bier mehr bestellen. Das klingt doch logisch, oder? Mit der Internet- und Spielsucht verhält es sich allerdings ein wenig anders. Smartphone, Tablet und Co. sind schon fest in unserem Alltag eingebaut und werden nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch immer mehr in der Schule und für sinnvolle Freizeitaktivitäten (z.B. Videos schneiden, fotografieren, eine Party organisieren,…) gebraucht. Zuhause lassen oder gar wegwerfen funktioniert hier also nicht. Die einzige Möglichkeit ist demnach, sich einen gesunden Konsum anzutrainieren.
Du hast dir beim Durchlesen der Merkmale von Online- und Spielsucht gedacht, dass einer, oder mehrere Punkte auf dich zutreffen? Keine Panik! Schon die Tatsache, dass du das Problem erkennst, ist bereits ein ganz wichtiger Schritt nach vorn. Und mit unseren nützlichen Tipps und Sofortmassnahmen kannst du sogar selbst etwas dagegen tun. Das erfordert allerdings viel Geduld und Durchhaltewillen, da eine Sucht meistens nicht von heute auf morgen verschwindet und Unterstützung brauchst du wahrscheinlich auch.
Klare Regeln festlegen
Zu Beginn solltest du dir klare Regeln festlegen: Bestimme wie viele Stunden du pro Tag noch spielen oder in sozialen Netzwerken verbringen willst. Diese Regeln helfen dir, wieder mehr Zeit für deine sozialen Kontakte (Freunde, Familie), deine Pflichten (Schule, Haushalt) und Hobbies zu haben. Verlasse fürs Essen und Trinken deinen Platz vor dem PC, oder leg dein Smartphone dafür weg. Am Anfang wird es sicherlich schwer, doch du wirst schnell merken, dass du wieder mehr vom Leben hast. Wenn du möchtest, kannst du dir auch ein Belohnungssystem überlegen: Das du dir z.B. etwas gönnst (Kinobesuch, etwas kaufst, …), wenn du dich eine Woche lang an deine Regeln hältst. Das wiederum gibt dir zusätzlich Motivation.
Tote Zeiten überbrücken
Du solltest dir gut überlegen, was du denn jetzt mit deiner ganzen Offline-Zeit machen wirst. Dazu brauchst du alternative Tätigkeiten für die Zeit ohne Games und ohne soziale Netzwerke, sonst ist die Versuchung wieder vor dem Bildschirm zu sitzen viel zu gross und Rückfälle vorprogrammiert.
Was kannst du also tun, wenn du offline bist? Überlege, was du früher sehr oft getan hast (z. B. wen du oft getroffen hast, wie du deine Wochenenden verbracht hast) und schau genau hin, was davon noch übrig ist. Unternimm wieder etwas ausserhalb des Netzes. Freunde treffen, in einem Verein mitmachen, kochen, einen Spieleabend organisieren,…
Dich selbst sperren
Besonders am Anfang kann die Versuchung sehr gross sein, dich nicht an deine Regeln zu halten und rückfällig zu werden. Deshalb kann es hilfreich sein, wenn du selbst dafür sorgst, dass du keinen Zugang zum Computer oder zu deinem mobilen Gerät hast. Konkret könntest du eine vertraute Person darum bitten, deinen Laptop/Tablet/Smartphone für einen bestimmten Zeitraum wegzusperren oder das WLAN-Passwort zu ändern, sodass du nicht mehr ins Internet kommst. Das klingt zwar hart, ist aber durchaus nützlich und macht in der ersten Zeit Sinn.
Hilfe holen
Schaffst du es trotz allem nicht, dich von Internet, Smartphone und Co. loszureissen? Langweilst du dich, wenn du offline bist? Fragst du dich, was das Ganze soll? Eine Onlinesucht zu überwinden, ist möglich, aber nicht einfach. Wer Unterstützung bekommt und akzeptiert, hat schon gewonnen. Rede mit einer vertrauten Person über dein Problem. Könnte sie dir in dieser schwierigen Zeit beistehen? Wenn du dir Hilfe von aussen dazu holen willst, kannst du dich an folgende Stellen wenden:
Medienkompetenz
Amt für Soziale Dienste (ASD)
Im folgenden Video hat dir Juliane noch 5 nützliche Tipps zusammengefasst:
Wichtig: Glücksspiele sind immer vom Zufall abhängig. Dies rückt bei süchtigen Spielenden oft in den Hintergrund. Sie sind sicher, den Spielausgang kontrollieren, beeinflussen oder vorhersagen zu können, was aber nicht der Fall ist.
Noch mehr Infos, Fakten und Selbsttests zum Thema Internet- und Spielsucht gibt’s hier:
Cybersmart
Hier gibt’s neben Informationen über das Gamen auch Informationen über Cybermobbing, Prävention und Sex in Netz.
Neben allgemeinen Fakten über Drogen, informiert die Sucht Schweiz über die Folgen der Internetsucht.
Ins Netz gehen
Auch hier gibt es mehr, als nur Informationen: Selbsttest, Wissensquiz, kreative Tipps zur Freizeit und ein Beratungsprogramm findest du hier.
Infoset
Unter diesem Link findest du viele Informationen und Fakten über verschiedene Suchtformen, sowie auch Selbsthilfegruppen.
Wie schlimm ist eine Online-Sucht und was kann ich dagegen unternehmen? Tipps und Infos über Süchte gibt’s bei Feel-Ok.
Die Suchtprävention Zürich erklärt, warum Prävention überhaupt wichtig ist. Infos dazu und verschiedene Selbsttests findest du hier.
Ausserdem hast du auf dieser Seite die Möglichkeit eine anonyme online Beratung zu bekommen:
Wenn du dich speziell für das Thema Glücksspielsucht interessierst, findest du hier weitere Informationen, Tests und Möglichkeiten zur Beratung:
Spielen ohne Sucht
Informationen für Betroffene und Angehörige sowie Online-, Telefon- und Persönliche Beratungen
Check dein Spiel
Hier gibt’s Infos über die verschiedenen Arten des Glücksspiels, sowie Tipps rundum Hilfe und Beratung. Ausserdem kann man sich selbst testen.
Du denkst, du hast schon einen problematischen Internet- und/oder Spielekonsum und traust dich nicht, es jemandem zu sagen? Dann wende dich doch an eine der Selbsthilfegruppen und tausche dich mit anderen Betroffenen darüber aus:
Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Liechtenstein
Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Kanton St.Gallen
Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Kanton Graubünden
Zu guter Letzt haben wir hier eine spannende Doku zum Thema „Eine Woche ohne Smartphone“. Keine WhatsApp-Nachrichten, keine Gruppenchats, kein schneller Anruf zwischendurch.
Eine Klasse macht den Selbsttest
Die KI, einfach erklärt, ist der Versuch, menschliches Lernen und Denken auf den Computer zu übertragen und ihm damit Intelligenz zu verleihen. Statt für jeden Zweck programmiert zu werden, kann eine KI eigenständig Antworten finden und selbstständig Probleme lösen. Ziel der KI-Forschung ist es seit jeher, die Funktion unseres Gehirns und unseres Geists einerseits zu verstehen und andererseits künstlich nachbauen zu können. Der Traum von künstlicher Intelligenz ist älter als der Computer selbst – sei es Frankensteins Monster oder künstlich erschaffene Menschen wie der Homunculus.
Um im Themengebiet KI und Big Data mitreden zu können, ist es zunächst wichtig, zu verstehen, worüber überhaupt geredet wird. Denn oft werden verschiedene Begriffe ungenau, missverständlich oder sogar falsch gebraucht. Die folgende interaktive Mindmap stellt die wichtigsten Aspekte im Themenfeld anschaulich dar und bietet einen Überblick über die verschiedenen Definitionen.
Vor allem in der Science Fiction begegnete uns bisher der Begriff „künstliche Intelligenz“ und meint zumeist Roboter oder Computer, die selbstständig denken und handeln können. Ob im Guten, wie der Android „Data“ aus „Star Trek“ oder im Bösen wie der Computer HAL aus dem Film „2001: Odyssee im Weltraum“. Sie sind in der Kunst ein Mittel, um Fragen über uns selbst zu stellen: Was macht einen Menschen aus? Was ist Intelligenz? Wenn wir in der heutigen Welt von KI sprechen, hat das jedoch wenig mit dem zu tun, was wir aus Filmen und Büchern kennen. Im echten Leben begegnen uns KIs nur versteckt. Beispielsweise wenn uns auf Amazon neue Produkte empfohlen werden, wenn Personen auf Foto automatisch erkannt werden oder wir mit „Alexa“ oder „Siri“ auf unserem Handy plaudern.
Im Weiteren reden wir deshalb nur noch über schwache KI, da sie letztlich die einzige heute kommerziell relevante Form ist. Schwache KIs finden wir heute im Alltag in unseren Handys und Computern.
Was unterscheidet nun eine KI von einem simplen Programm? Üblicherweise schreibt ein*e Programmierer*in Codes in einer Sprache nach Wahl, die aus einem Satz an beliebig komplexen Anweisungen besteht:
Wenn dies - dann das: Wenn der User auf „Senden“ drückt, schicke die E-Mail an den Server X.
Ein solches System nennt man auch regelbasiert. Bei einer künstlichen Intelligenz gibt der/die Programmierer*in nun nicht jeden einzelnen Schritt vor, sondern schreibt einen Algorithmus, der selbstständig in der Lage ist, diese Schritte zu erstellen. Warum ist das wichtig? Weil bestimmt Probleme so kompliziert sind, dass es unmöglich ist, dafür einen Code zu schreiben.
Ein Beispiel dafür ist etwa die Bilderkennung, die in sozialen Medien wie Facebook benutzt wird: Kein*e Programmierer*in auf der Welt kann einen Satz an Anweisungen schreiben, der immer erkennt, wie ich aussehe, ganz gleich, ob das Foto nachts, am Strand oder im Auto aufgenommen wurde. In einem regelbasierten System wäre das vollkommen unmöglich, denn dazu müsste der/die Programmierer*in alle Fälle im vornherein kennen und mühsam eintippen.
Eine KI kennt auch nicht jedes Bild von mir, aber sie kann aus einer Anzahl an vorhandenen Bildern lernen, wie ich aussehe und diese Regel dann auf neue Bilder übertragen, um mich zu erkennen. Und das nicht nur mit mir, sondern mit Milliarden Gesichtern in Bruchteilen von Sekunden. Eine KI ist also in der Lage, mit bisher unbekannten Daten umzugehen, Muster zu finden oder Handlungen daraus abzuleiten. Sie lernt eigenständig aus den ihr vorliegenden Daten. Was sie lernt, wird dabei aber vom Menschen vorherbestimmt, indem dieser die KI gestaltet. Sie sind damit weitaus mächtiger als regelbasierte Systeme, da sie auf – im gewissen Rahmen – bisher unbekannte Situationen reagieren können und aus Erfahrung lernen.
Ein zentrales Merkmal von KI ist die Klassifizierung, das heisst die Zuordnung von einzelnen Daten zu bestimmten Gruppen. Diese Klassifizierungen können sinnvoll eingesetzt werden, beispielsweise durch die Verknüpfung einer Vielzahl von Vitaldaten, welche die frühzeitige Erkennung von Krankheiten ermöglichen. Klassifikationen sind jedoch insbesondere dann problematisch, wenn sie auf sogenannte Human-Daten angewendet werden, also Daten, die im Zusammenhang mit einer bestimmten Person stehen. Diese Daten spiegeln unsere aktuelle Realität wider, die geprägt ist von diskriminierenden Machtstrukturen, Vorurteilen und Ungerechtigkeit. Auf Basis dieser Daten reproduzieren die Systeme fast zwangsläufig gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen, Rassismus, Sexismus, Klassismus (soziale Herkunft, sozial/ökonomische Position innerhalb der Gesellschaft), Ableismus (nicht behindertenfeindlich), Vorurteile und Machtstrukturen.
Wenn ein Algorithmus und eine darauf basierende Technologie also nur so objektiv sind, wie die Wissenschaftler*innen, die sie mitentwickelt haben, können sich für diskriminierte Gruppen oder Individuen durch die Verwendung der Technologien leicht gesellschaftliche Türen öffnen oder schliessen. Die folgenden Beispiele sollen die diskriminierende Verwendung von KI veranschaulichen.
Technologien zur Gesichtserkennung (englisch: Facial Recognition) finden heutzutage breite Anwendung. Gesichtserkennung ist nicht nur als personalisierendes Feature in Smartphones oder zur Erkennung von Freund*innen auf Social Media präsent, sondern wird auch zur Strafverfolgung angewandt. Gleichzeitig ist sie ein gutes Beispiel für ein Tool, mit dem grosse Gefahren verbunden sind, und zwar vor allem wieder in Bezug auf an den Rand der Gesellschaft gedrängte Bevölkerungsgruppen.
Gesichtserkennungstechnologien sind unter anderem erwiesenermassen weniger erfolgreich bei Schwarzen und weiblichen Menschen, da in den Datenbanken, mit denen die Systeme trainiert wurden, überwiegend Bilder von Männern mit heller Hautfarbe enthalten waren und deshalb bei der Gesichtserkennung anderer Gruppen schlechter funktionieren. Dies kann und wird im schlimmsten Fall dazu führen, dass Benachteiligte fälschlicherweise für Straftaten verurteilt werden, da der Algorithmus bei ihnen mit grösserer Wahrscheinlichkeit falsch liegt.
Bei der Auswahl von Bewerber*innen greifen manche Unternehmen auf algorithmische Entscheidungssysteme, die Bewerbungsprofile nach bestimmten Qualifikationen und Schlagwörter durchsuchen und somit eine Vorauswahl treffen. Der Auswahlprozess soll dadurch effizienter nach klar definierten Kriterien verlaufen. Subjektiv empfundene Meinungen der Personalmanager*innen haben dadurch keinen Einfluss mehr – könnte man meinen.
Die Daten jedoch, die als Grundlage für den Auswahlprozess bereitgestellt werden, sind in der Regel verzerrt. Sind beispielsweise Frauen im Unternehmen bereits in der Vergangenheit benachteiligt worden, spiegelt sich das im Datensatz wider. Ein Algorithmus verknüpft anhand der Daten das Geschlecht mit einer niedrigeren Erfolgswahrscheinlichkeit und trägt das Vorurteil somit weiter. Dieser Fall wurde unter anderem bei dem Unternehmen Amazon bekannt, welches anhand verzerrter Daten jahrelang Männer für den technologischen Bereich bei der Stellenvergabe bevorzugte.
Generell gilt: Je komplexer die Entscheidungen sind, die an KI-gesteuerte Systeme delegiert werden, umso schwieriger werden auch die damit zusammenhängenden ethischen Fragestellungen. In Bezug auf selbstfahrende Autos beispielsweise muss früher oder später eine Antwort darauf gefunden werden, ob in einer unvermeidlichen Unfallsituation mögliche Opfer anhand persönlicher Merkmale wie Alter oder Geschlecht bewertet werden dürfen.
Die Machine-Learning-Systeme treffen hierdurch, wie auch im Bereich autonomer Waffensysteme, im Zweifelsfall also Entscheidungen über Leben oder Tod. Es liegt auf der Hand, dass hier ein umfangreicher gesellschaftlicher Diskurs nötig ist. Künstliche Intelligenz, Algorithmen, Big Data und alles, was dazugehört, prägen unsere Zeit wie kaum eine andere Entwicklung. Einige Forscher*innen und Wissenschaftler*innen sprechen daher von einer vierten industriellen Revolution, „die unsere Art zu leben, zu arbeiten und miteinander umzugehen grundlegend verändern wird“.
Ohne Kenntnisse über die Mechanismen hinter der Verwendung von algorithmischen Entscheidungssystemen wird es nicht möglich sein, diese gesellschaftlichen Prozesse zu verstehen und kritisch bewerten zu können.
Entwickelt wurde Sophia von David Hanson. Diese künstliche Intelligenz ist laut Firmen-Beschreibung „die am meisten menschliche von allen“. Für „Hanson Robotics“, einer Firma mit Sitz in Hong Kong, ist Sophia auch ein Experimentierfeld dafür, was AI (also Artificial Intelligence) alles können soll. Für die Gesichtszüge von Sophia hatte sie zwei der ganz grossen Frauen der Geschichte als Vorbild: die ägyptische Königin Nefertiti und die grosse Hollywood-Ikone Audrey Hepburn (1929 bis 1993). Jetzt hat die Firma angekündigt den Prototypen Sophia in Serie zu schicken und ihn für Haushalte weltweit zu produzieren.
Datenschutz Liechtenstein
Gastbeitrag zum Thema Was ist künstliche Intelligenz.