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Oft gestellte Fragen


WAS LERNE ICH IM FSJ?

Das Motto des FSJ lautet: „Jede Erfahrung zählt!“ Neben praktischer Arbeit in den Aufnahme-Organisationen gibt es wöchentliche Bildungsmodule, wie
beispielsweise zu Kommunikation, Konfliktmanagement, neue Medien, Kampfkunst, Entspannung, Körperkompetenz, Interkulturelles, Politik, Musik, Bewerbung sowie eigene Präsentationen, Exkursionen, erlebnispädagogische Events, Supervision und Berufsorientierung.

BEGINN DES EINSATZES

Das nächste FSJ beginnt formal am 1. August 2023. 

WÖCHENTLICHE EINSATZZEIT 

Du bist wöchentlich zu 90% in der Aufnahmeorganisation und zu 10% in den begleitenden Bildungsmodulen aktiv. Die Module finden gemeinsam mit allen anderen Volontär:innen statt. 

BILDUNGSMODULE

In den Bildungsmodulen werden Wissen und Erfahrungen vertieft. 

Die Module umfassen rund 180 Stunden. Die Teilnahme ist obligatorisch. Das Angebot unterstützt dich, um in den täglichen Aufgaben in deiner Einsatzstelle zu reifen und deine sozialen Kompetenzen gezielt zu entwickeln. Die Module finden wöchentlich (in der Regel Mittwochnachmittag) statt. 

Die Inhalte sollen dir helfen, Situationen in den Einsatzstellen besser zu verstehen. Sie sind eine erste Einführung in Fachthemen sozialer Berufe und bieten zudem Einblick in verschiedene Aufgabenfelder und Ausbildungsstätten. Der Austausch untereinander, zahlreiche Übungen und spielerische Annäherung an soziale und persönliche Themen ermöglichen dir die Auseinandersetzung mit deinen Stärken und Perspektiven. 

Die Inhalte vermitteln Fachpersonen aus sozialen, kulturellen, wissenschaftlichen Berufen und aus der freien Marktwirtschaft. Deine Mitarbeit und die der anderen Volontärinnen trägt wesentlich dazu bei, dass diese Stunden zu einem spannenden Erlebnis werden.

Spass hat einen grossen Stellenwert im FSJ. Neben der Arbeit, die zum Teil sehr anstrengend oder belastend sein kann, möchten wir dir innerhalb der Aufnahmeorganisationen und im Rahmen der Bildungsmodule auch viele Inputs mit Spassfaktor anbieten.

Entwicklungschancen 

Neben der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, dem bewussten
Wahrnehmen von Veränderungsprozessen zwischenmenschlicher Beziehungen und
dem Kennenlernen eigener Potentiale soll das FSJ dazu beitragen, im Sinne der
Entschleunigung die Bedeutung eines umsichtigen gesellschaftlichen Handelns in der
Herkunftsregion erlebbar zu machen. Junge Menschen können Vorbild für andere
sein, indem sie uneigennützig einen Beitrag zum Gelingen des Zusammenlebens
leisten, geprägt von Wissensdrang und Lebensfreude.

ABSCHLUSS

Du bekommst am Ende deines FSJ ein umfassendes Zertifikat. Das Zertifikat gilt in vielen weiterführenden Ausbildungen als Nachweis deines FSJ und unterstützt die Inhalte für das geforderte Vorpraktikum. Selbst bei einer Bewerbung in anderen Branchen haben Volontär:innen damit Pluspunkte gesammelt und sich bei der Jobsuche und Bewerbung leichter getan.

 

WAS MITBRINGEN?

Es bedarf keiner besonderen Qualifikation. Die Kandidatinnen und Kandidaten
müssen von sich aus motiviert, neugierig auf Neues, körperlich fit (soziale Arbeit ist
auch physisch anstrengend!!!) und psychisch belastbar sein. Religiöse Zugehörigkeit,
Staatsbürgerschaft oder formale Bildungsabschlüsse sind unerheblich.
Ich werde mittlerweile oft von jungen Menschen aus dem Ausland angefragt, ob sie
an dem Angebot teilnehmen dürfen. Meine Haltung dazu ist: Vorrang für das FSJ
Liechtenstein haben Menschen aus der Region; es gibt internationale
Volontariatsprogramme, die bei Bedarf nach Liechtenstein oder in die europäische
Welt führen (z.B. Europäischer Freiwilligendienst)

KÜRZERE DAUER ODER TEILZEIT MÖGLICH?

Es ist Ziel, ein ganzes Jahr in einer Einrichtung zu absolvieren, um sich mit der
Routine eines ganzen Jahres in derselben Tätigkeit konfrontiert zu sehen. In
manchen Aufnahmeorganisationen kann man nach einer bestimmten Zeit intern den
Arbeitsplatz wechseln, aber grundsätzlich bleibt man an einem Ort. Es sind keine
„flexiblen“ (also mit weniger als 100% Präsenz) Arbeitszeiten vorgesehen, weil das
FSJ auch kein Teilzeitjob ist.

 

ARBEITSZEITEN

Grundsätzlich sollen die Volontär_innen, die ja nicht als billige Arbeitskräfte
eingesetzt sind, nur unter der Woche zu üblichen Arbeitszeiten tätig sein.
Aber das ist genau der Punkt: Weil vielfach in sozialer Arbeit eben rund um die Uhr
an 365 Tagen des Jahres gearbeitet wird (Einrichtungen wie Landesspital,
Pflegeheime und andere Wohneinrichtungen), erhalten die Volontär_inn_en bei uns
auch gelegentlich die Möglichkeit, sich im Spät- oder Wochenenddienst ein Bild zu
machen, wie es im sozialen Kontext auch dann präsente Kräfte braucht.
Der Schwerpunkt für Dich liegt aber bei der Arbeit immer unter der
Woche.

TEILNAHME NUR FÜR LIECHTENSTEINER:INNEN MÖGLICH?

Muss ich unbedingt aus Liechtenstein kommen? Oder können auch
Schweizer und EU-Bürger am FSJ teilnehmen?
Die Nationalität der Teilnehmenden steht nicht im Vordergrund.
Natürlich macht es Sinn, aus der Gegend zu kommen, in der man sich
engagieren will; schlussendlich geht es auch um die tägliche Anreise am
frühen Morgen. Darum: Es sind alle willkommen, die im Rheintal oder
in „Sichtweite“ von Liechtenstein leben und hier einen Wohnsitz haben.
Weiter entfernt Lebende bitte im Einzelfall nachfragen. Ein Zuzug nach
Liechtenstein aufgrund des FSJ ist nicht vorgesehen und würde auch
ausländerrechtlich nicht funktionieren.

DEUTSCH NICHT ALS MUTTERSPRACHE?

Was ist, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat die deutsche Sprache nicht
muttersprachlich beherrscht?
Grundsätzlich wäre das nicht so schlimm, wenn wir davon ausgehen, dass
während des FSJ ja auch ein sprachlicher Kompetenzerwerb dazukommt. Die
Erfahrung zeigt jedoch, dass es dann sehr schwierig ist, einerseits den sehr
abwechslungsreichen Bildungs-Modulen zu folgen, um sich miteinander
kompetent austauschen zu können. Andererseits bedarf es im
alltäglichen Umgang mit Klienten(systemen) der Beherrschung der
deutschen Sprache, was in Liechtenstein noch dadurch erschwert wird,
als die lokale Sprache ein alemannischer Dialekt ist. Und drittens zeigt
die Erfahrung ebenso, dass in vielen Berufen (unabhängig von den
„sozialen“ Berufen) die Sprachkompetenz bei der Aufnahme in eine
Berufslehre eine sehr grosse Rolle spielt. Nicht zuletzt wegen der
schulischen Anforderungen.
Mindestanforderung ist B2, besser noch: C1
(vgl. http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php)

JÜNGER ALS 17?

Ich bin noch nicht 17, wenn mein Wunschtermin für den Einstieg stattfindet. Was
soll ich tun?
Grundsätzlich gilt natürlich die Altersvorgabe. Die macht deswegen Sinn, weil es
ja auch um Verantwortung und Haftung geht. Manche junge Menschen sind aber
auch schon mit 16 ganz schön auf zack; also bewirb Dich trotzdem. Allerdings
müssen dann Deine Eltern (wie bei allen, die noch nicht volljährig sind) auch
mitunterschreiben und beim Vorstellungsgespräch dabei sein

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