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Oft gestellte Fragen


Was beinhaltet das Freiwillige Soziale Jahr?
Das Motto des FSJ lautet: „Jede Erfahrung zählt!“ Neben praktischer Arbeit in
den Aufnahme-Organisationen gibt es wöchentliche Bildungsmodule, wie
beispielsweise zu Kommunikation, Konfliktmanagement, neue Medien, Kampfkunst,
Entspannung, Körperkompetenz, Interkulturelles, Politik, Musik, Bewerbung,
Archäologie sowie eigene Präsentationen, Exkursionen, erlebnispädagogische Events,
Supervision und Berufsorientierung.

Welche Entwicklungschancen sehen Sie für einen jungen Menschen, der ein
Freiwilliges Soziales Jahr absolviert?
Neben der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, dem bewussten
Wahrnehmen von Veränderungsprozessen zwischenmenschlicher Beziehungen und
dem Kennenlernen eigener Potentiale soll das FSJ dazu beitragen, im Sinne der
Entschleunigung die Bedeutung eines umsichtigen gesellschaftlichen Handelns in der
Herkunftsregion erlebbar zu machen. Junge Menschen können Vorbild für andere
sein, indem sie uneigennützig einen Beitrag zum Gelingen des Zusammenlebens
leisten, geprägt von Wissensdrang und Lebensfreude.

Was müssen junge Menschen mitbringen?
Es bedarf keiner besonderen Qualifikation. Die Kandidatinnen und Kandidaten
müssen von sich aus motiviert, neugierig auf Neues, körperlich fit (soziale Arbeit ist
auch physisch anstrengend!!!) und psychisch belastbar sein. Religiöse Zugehörigkeit,
Staatsbürgerschaft oder formale Bildungsabschlüsse sind unerheblich.
Ich werde mittlerweile oft von jungen Menschen aus dem Ausland angefragt, ob sie
an dem Angebot teilnehmen dürfen. Meine Haltung dazu ist: Vorrang für das FSJ
Liechtenstein haben Menschen aus der Region; es gibt internationale
Volontariatsprogramme, die bei Bedarf nach Liechtenstein oder in die europäische
Welt führen (z.B. Europäischer Freiwilligendienst)

 

Kann man auch nur ein halbes Jahr und in verschiedenen Einrichtungen arbeiten?
Oder Teilzeit?
Es ist Ziel, ein ganzes Jahr in einer Einrichtung zu absolvieren, um sich mit der
Routine eines ganzen Jahres in derselben Tätigkeit konfrontiert zu sehen. In
manchen Aufnahmeorganisationen kann man nach einer bestimmten Zeit intern den
Arbeitsplatz wechseln, aber grundsätzlich bleibt man an einem Ort. Es sind keine
„flexiblen“ (also mit weniger als 100% Präsenz) Arbeitszeiten vorgesehen, weil das
FSJ auch kein Teilzeitjob ist.

Mit welchen Arbeitszeiten muss ich rechnen?
Grundsätzlich sollen die Volontär_inn_en, die ja nicht als billige Arbeitskräfte
eingesetzt sind, nur unter der Woche zu üblichen Arbeitszeiten tätig sein.
Aber das ist genau der Punkt: Weil vielfach in sozialer Arbeit eben rund um die Uhr
an 365 Tagen des Jahres gearbeitet wird (Einrichtungen wie Landesspital,
Pflegeheime und andere Wohneinrichtungen), erhalten die Volontär_inn_en bei uns
auch gelegentlich die Möglichkeit, sich im Spät- oder Wochenenddienst ein Bild zu
machen, wie es im sozialen Kontext auch dann präsente Kräfte braucht.
Der Schwerpunkt für Dich liegt aber bei der Arbeit immer unter der
Woche.

Muss ich unbedingt aus Liechtenstein kommen? Oder können auch
Schweizer und EU-Bürger am FSJ teilnehmen?
Die Nationalität der Teilnehmenden steht nicht im Vordergrund.
Natürlich macht es Sinn, aus der Gegend zu kommen, in der man sich
engagieren will; schlussendlich geht es auch um die tägliche Anreise am
frühen Morgen. Darum: Es sind alle willkommen, die im Rheintal oder
in „Sichtweite“ von Liechtenstein leben und hier einen Wohnsitz haben.
Weiter entfernt Lebende bitte im Einzelfall nachfragen. Ein Zuzug nach
Liechtenstein aufgrund des FSJ ist nicht vorgesehen und würde auch
ausländerrechtlich nicht funktionieren.

Was ist, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat die deutsche Sprache nicht
muttersprachlich beherrscht?
Grundsätzlich wäre das nicht so schlimm, wenn wir davon ausgehen, dass
während des FSJ ja auch ein sprachlicher Kompetenzerwerb dazukommt. Die
Erfahrung zeigt jedoch, dass es dann sehr schwierig ist, einerseits den sehr
abwechslungsreichen Bildungs-Modulen zu folgen, um sich miteinander
kompetent austauschen zu können. Andererseits bedarf es im
alltäglichen Umgang mit Klienten(systemen) der Beherrschung der
deutschen Sprache, was in Liechtenstein noch dadurch erschwert wird,
als die lokale Sprache ein alemannischer Dialekt ist. Und drittens zeigt
die Erfahrung ebenso, dass in vielen Berufen (unabhängig von den
„sozialen“ Berufen) die Sprachkompetenz bei der Aufnahme in eine
Berufslehre eine sehr grosse Rolle spielt. Nicht zuletzt wegen der
schulischen Anforderungen.
Mindestanforderung ist B2, besser noch: C1
(vgl. http://www.europaeischer-referenzrahmen.de/sprachniveau.php)

Ich bin noch nicht 17, wenn mein Wunschtermin für den Einstieg stattfindet. Was
soll ich tun?
Grundsätzlich gilt natürlich die Altersvorgabe. Die macht deswegen Sinn, weil es
ja auch um Verantwortung und Haftung geht. Manche junge Menschen sind aber
auch schon mit 16 ganz schön auf zack; also bewirb Dich trotzdem. Allerdings
müssen dann Deine Eltern (wie bei allen, die noch nicht volljährig sind) auch
mitunterschreiben und beim Vorstellungsgespräch dabei sein

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