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Mariam in Liechtenstein


Freiwilligenprojekt im Jugendcafé Camäleon

Mariam aus Genf war bis Ende August als europäische Freiwillige im Jugendcafé Camäleon in Liechtenstein tätig. Im Erfahrungsbericht erzählt sie von ihren Erfahrungen und warum sie sich für ein Freiwilligenprojekt entschieden hat.

Freiwilligenprojekt in Corona-Zeiten

Für Mariam war Liechtenstein der perfekte Ort in Corona-Zeiten, da es keinen kompletten Lockdown gab und man viel spazieren konnte. Jedoch empfiehlt sie einen Freiwilligendienst eher weniger in Corona-Zeiten, da man durch die Massnahmen nicht so viele Leute treffen konnte.

Anfangs fiel ihr die deutsche Sprache und die Maskenpflicht schwer, jedoch gesteht sie, dass sie wahrscheinlich durch die Maskenpflicht mehr Deutsch gelernt hätte als ohne. Sie fühlt sich auch sicher auf Deutsch zu telefonieren und fand den Freiwilligendienst im Grossen und Ganzen eine tolle Erfahrung.

Interessierst du dich auch für einen Freiwilligeneinsatz? Hier geht’s zu weiteren Infos.

Besart im Camäleon


Freiwilligenprojekt im Jugendcafé Camäleon

Besart aus Nordmazedonien war für ein Jahr als europäischer Freiwilliger im Jugendcafé Camäleon tätig.

Warum sein Lieblingstag Mittwoch war und wie das Team mit kreativen online Ideen auf die coronabedingte Schliessung des Jugendtreffs reagierte, erfährst du in seinem Video-Erfahrungsbericht.

Inês in Finnland


Inês war für vier Monate in Finnland und arbeitete dort mit Kindern und Jugendlichen.

Obwohl das Projekt nicht ganz ihren Vorstellungen entsprach und sie früher als geplant wieder nach Hause reiste, ist ihr Fazit doch positiv. Sie hat viele Leute aus ganz Europa kennengelernt, ihre schwedischen Sprachkenntnisse verbessert und die Schönheit der finnischen Natur in ihr Herz geschlossen.

4H Club für Kinder

Ende September 2019 ging es für mich nach Smedsby in Finnland. Smedsby ist ein kleines Dorf an der Westküste der Landschaft Österbotten. Meine Arbeit bestand hauptsächlich aus Aushelfen bei Nachmittagsaktivitäten in Primarschulen und im Jugendtreff. Zwei Mal in der Woche war ich 3-4 Stunden mit einer Leiterin vom «4-H club» – dem Nachmittags-Aktivitätenprogramm für Kinder – in verschiedenen Primarschulen der Gemeinde Korsholm und habe beim Zubereiten von Snacks geholfen. Die Arbeit mit den Kindern hat mir gefallen und es war eine der einzigen Situationen in denen ich mein Schwedisch brauchen konnte, da die Kinder praktisch nur Schwedisch akzeptierten.

Im Jugendtreff

Zwei bis drei Mal in der Woche war ich am Abend im Jugendtreff «Ziti», wo ich aber nicht immer etwas zu tun hatte. Entgegen meiner Erwartungen (Smedsby ist ziemlich klein) hatten wir zwar teilweise über 100 Jugendliche im Jugendtreff, es war also ziemlich was los. Die Jugendlichen beschäftigten sich aber mehrheitlich selber und so sass ich mit zwei weiteren Jugendleiterinnen (meinen Mentorinnen) im Aufenthaltsraum und wir hatten es ziemlich lustig mit Kartenspielen oder sonstigen Geschichten. Am Schluss mussten wir immer alle Dosen (und es waren wirklich viele…), Süssigkeiten und draussen Zigarettenstummel, die die Jugendlichen einfach immer auf dem Boden hinterliessen, aufnehmen und entsorgen- das war etwas weniger lustig.

Weitere Aktivitäten

Vor 4 Jahren hat Korsholm zum ersten Mal Flüchtlinge aufgenommen, die auch heute noch Unterstützung von der Gemeinde erhalten. Die Gemeinde Smedsby hatte einige sehr grosszügige Angebote und Projekte für die Flüchtlinge organisiert- diese wurden aber leider nicht wirklich oft genutzt und es kam manchmal vor, dass ich alleine mit der Verantwortlichen am Treffpunkt stand. Dennoch war ich einige Male mit den Flüchtlingen im Fitness, Eislaufen oder habe sonstige Freizeitangebote mit ihnen besucht.

Mein Projekt wurde vom Departement für Kultur und Freizeit der Gemeinde Korsholm koordiniert und wenn diese ein Event geplant hatten, konnte ich auch mithelfen- beispielsweise im Büro mit Flyer falten oder auch an Sportanlässen eine Station betreuen.

Unterkunft und Sprachkurs

Meine Unterkunft war eine Wohnung und anfangs hatte ich auch eine Mitbewohnerin. Bei ihr gab es aber einige Komplikationen, weshalb ich dann bis Januar alleine gelebt habe. Glücklicherweise habe ich während dem wirklich unvergesslichem On-Arrival Training in Villa Elba viele andere Freiwillige kennengelernt, die ich dann fast jedes Wochenende irgendwo getroffen habe!

Zwei Mal in der Woche habe ich einen schwedischen Sprachkurs in der Stadt Vaasa besucht, denn glücklicherweise wird in Korsholm hauptsächlich schwedisch gesprochen und so konnte ich auch echt Vieles verstehen.

Fazit

Die Natur in Finnland ist wirklich sehr schön (wenn es auch mal Schnee hat) was ich sehr geschätzt habe. Alleine 5 Kilometer (ÖV ist nicht wirklich vorhanden!) von einer Stadt zu leben in der es immer etwas ausgestorben war, war nicht immer einfach. Vor allem im November-Dezember, als es maximal 2-3 Stunden grau war und ansonsten Nacht, war es wirklich schwierig sich für etwas zu motivieren. Leider war auch bei der Arbeit nicht viel los, weshalb ich nur sehr wenige Stunden gearbeitet habe. Ich habe mich deshalb entschieden, das Projekt frühzeitig zu beenden. Es war trotzdem eine coole Zeit, ich habe viele Freiwillige kennengelernt, die ich nun überall in Europa besuchen werde, habe vieles über die finnische Kultur gelernt und werde auch bestimmt wieder nach Finnland gehen!

Wenzel und Claudio in Madeira


Freiwilligenprojekt auf der Insel Madeira

Claudio und Wenzel waren für jeweils 6 Monate auf der Insel Madeira und arbeiteten dort als Touristenführer. Nach der Rückkehr hat Wenzel einen Erfahrungsbericht geschrieben und Claudio einen Podcast aufgenommen. Erfahre wie sie auf das Projekt gestossen sind, was sie alles erlebt haben und warum sie Freiwilligenprojekte auch anderen jungen Menschen empfehlen.

Erste Pläne

In meinem Maturajahr stand fest, dass ich ein Zwischenjahr machen werde. Dadurch wollte ich mir im Klaren sein, was ich überhaupt studieren möchte und auf jeden Fall die Möglichkeit nutzen eine „Auszeit“ im Ausland zu verbringen. Ich habe dann im März letzten Jahres von der Informationsveranstaltung „Ab ins Ausland“ gehört, welche im aha stattfand und eben die Möglichkeiten aufzeigte, was man alles so machen kann im Ausland. Von Schildkrötenprojekten bis Sprachaufenthalte. Da hörte ich zum ersten Mal vom Erasmus+ JUGEND IN AKTION, wobei mir das Tourismus Projekt auf Madeira gefiel. Livia H. konnte das Projekt sehr gut erklären und wiedergeben, da sie dieses schon selbst gemacht hatte.

Aufgaben in Madeira

Angekommen auf der Blumeninsel Madeira, Arbeits- und Wohnort in Funchal, musste ich im ersten Monat meine Tour und ein gewisses Hintergrundwissen erarbeiten und erlernen. Ich bekam das Skript und ein Buch und konnte bei den Touren von den anderen Volunteers mitlaufen und so ein Bild machen wie die Tour ungefähr auszusehen hat. Nach einem Monat musste ich dann eine Prüfung ablegen, die darin bestand, die komplette Tour (2 Stunden) einmal unter Aufsicht durchzuführen. Mit dem Bestehen konnte ich dann anfangen Touren selbstständig zu führen und dies in den Sprachen Englisch und Deutsch. Obwohl es immer die gleiche Tour war, war sie jedes Mal sehr abwechslungsreich. Denn es nahmen an der Tour zwischen 1-6 Personen teil, welche aus verschiedenen Ländern hier auf Besuch waren. Manche Touristen zeigten besonderes Interesse an der Kunst und Kultur von Funchal und mit einzelnen Touristen hat man sich so gut verstanden, dass sogar eine Kaffeepause drin lag.

Die Arbeitszeiten waren sehr gemütlich, da ich nur 4 Arbeitstage die Woche hatte. Neben den Touren, welche nicht immer konstant gebucht wurden, mussten wir an unserem Arbeitsplatz diverse Arbeiten erledigen. Unser Arbeitsplatz befand sich im ehemalige „Jesuits College“ von Funchal, wo auch unsere Touren angefangen haben. Es war auch der Standort eines von unseren Touristenshops, bei welchem wir Souvenirs und lokale Produkte verkauften. Neben den Touren gab es aber meist nur kleine Arbeiten zu machen, da viele Aufgaben im Shop von Festangestellten erledigt wurden und wir hatten somit auch viel Zeit für uns. Eine häufige Aktivität war das Promoten unserer Touren in Funchal, um mehr Touren verkaufen zu können.

Unterkunft

Meine Unterkunft war die Studentenresidenz von Funchal. Die Lage war perfekt, da sie Meer- und Stadtnähe hatte. Man war in einer Gehminute am Strand und auch in 10 Minuten am Arbeitsplatz und somit auch mitten in der Stadt. Dadurch konnte man die Stadt recht gut zu Fuss erkundigen. Neben der guten Lage hatte die Studentenresidenz aber auch paar fragwürdige Eigenschaften. Man musste ein eher kleines Zimmer mit zwei weiteren Personen teilen und es gab nur eine Küche pro Stockwerk. Dies führte aber auch zu engerem Kontakt mit anderen Volunteers oder Studenten und so schloss man einfacher neue Bekanntschaften. Mit der Zeit konnte man sich auch gut daran gewöhnen.

Highlights

Für mich das schönste war die Vielfalt der Vulkaninsel. Das milde Klima ermöglicht das Gedeihen von fast allem, von Kakteen bis zu Bananen. Im Bereich Freizeitaktivitäten hatte Madeira unendlich viel zu bieten. Das Meer und die Berge an einem Ort. Wir waren viel wandern, da es dort sehr bekannte Levada Wege gab, die Wasser vom niederschlagsreichen Norden in den Süden transportieren. Wir haben auch Autos gemietet, um Ausfahrten zu machen und konnten so die Insel selbst erkundigen. Wir fuhren meist um die Insel herum, um auch andere kleine Ortschaften auf Madeira kennenzulernen, da wir uns ja die meiste Zeit am Hauptort Funchal befanden. Das Auto ermöglichte uns auch auf den dritthöchsten Berg Pico do Areeiro (1818 m.ü.M) hinaufzufahren um da den Sonnenaufgang geniessen zu können. Aber daneben ist es auch eine Insel und so konnte man auch jegliche Wasseraktivitäten durchführen wie surfen, tauchen, kayak fahren, … etc. Es gab auch eine bestimmte Surfschule, die uns Volunteers und Studenten die Gelegenheit gab, surfen zu gehen. Sie stellten Transport und Ausrüstung zur Verfügung.

Empfehlung

Ich würde das Projekt auf jeden Fall weiterempfehlen, da man so viel erleben kann auf Madeira. Durch das Projekt lernt man sehr schnell neue Leute kennen, welche meist aus den verschiedensten Orten Europas kommen. Auf der anderen Seite war die Arbeit als Touristenführer etwas Neues und Ungewohntes, was ich sonst nie gemacht hätte. Aber von Tour zu Tour machte es immer mehr Spass, da man Selbstsicherer und auch offener als Person gegenüber den zuerst „fremden“ Touristen wurde. Dieses Freiwilligenprojekt würde ich definitiv wiederholen.

Podcast

Erfahrungsbericht Livia H. und Livia S.

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